MyMz
Anzeige

Wettbewerb

Tiefenbach und sein „Heimatschatz“

In München herrschte am Freitagabend Freude über eine ganz besondere Auszeichnung.

Heimatminister Albert Füracker, stellvertretender Landrat Markus Müller, Bürgermeister Ludwig Prögler, Konradine Gebhard, Sieglinde Prögler und Kunstministerin Professor Dr. Marion Kiechle (von links). Foto: Astrid Schmidhuber
Heimatminister Albert Füracker, stellvertretender Landrat Markus Müller, Bürgermeister Ludwig Prögler, Konradine Gebhard, Sieglinde Prögler und Kunstministerin Professor Dr. Marion Kiechle (von links). Foto: Astrid Schmidhuber

Tiefenbach.Tiefenbach hat einen echten Heimatschatz. Bestätigt hat das ein vom Heimatministerium und Kunstministerium mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen und dem Landesverein für Heimatpflege ausgelobter Wettbewerb. Bei der Prämierung der „100 Heimatschätze“ am Freitag in der Allerheiligen-Hofkirche der Residenz München gab’s dafür Urkunde und ein Preisgeld von 1000 Euro. Ausgezeichnet wurde ein außergewöhnliches Exponat des Museums Ehemalige Klöppelschule Tiefenbach: ein nach einem Entwurf des gebürtigen Tiefenbacher Künstlers Ludwig Gebhard von Sieglinde Prögler geklöppeltes Deckchen „Fantasie in Weiß und Gold“. An dem Festakt nahmen neben Bürgermeister Ludwig Prögler Sieglinde Prögler und Konradine Gebhard, Witwe des 2007 gestorbenen Künstlers, teil. „Unsere bayerischen Heimatmuseen bewahren regionale Tradition und Heimatkultur“, stellte Heimatminister Albert Füracker fest. Kunstministerin Professor Dr. Marion Kiechle merkte an: „Unsere bayerische Museumslandschaft mit ihren über 1300 Museen ist eine wahre Schatztruhe“. An dem Wettbewerb teilnehmen konnten alle Museen, die nicht vom Freistaat betrieben werden. Rund 300 bewarben sich mit mehr als 600 Ausstellungsstücken. Die 100 besten Heimatschätze wurden prämiert. Das Deckchen „Fantasie in Weiß und Gold“ verbindet die Sujets der beiden von der Gemeinde eingerichteten Museen: das Museum für die Kunst Ludwig Gebhards in der Alten Schule und das Museum Ehemalige Klöppelschule in einem 1912 eigens für diesen Unterrichtszweck errichteten Gebäude.

Seine Verbundenheit mit der Tradition des Spitzenklöppelns hatte Gebhard 2000, als ihn die Einrichtung eines Museums seiner Werke regelmäßig in seinen Heimatort führte, zur Beschäftigung mit textiler Kunst angeregt. Er zeichnete Entwürfe, nach denen mit Klöpplerinnen aus Tiefenbach zeitgenössische Bildwerke entstanden. Sieglinde Prögler setzte den Entwurf zu „Fantasie in Weiß und Gold“, in eine geklöppelte Grafik um. Konradine Gebhard nahm die Preisverleihung zum Anlass, Ludwig Prögler den Klöppelbrief, nach dem das Kunstwerk entstand, für das Museum Ehemalige Klöppelschule zu überreichen. (wpa)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht