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Tipps für Rheuma-Kranke

Die Deutsche Rheuma-Liga verschickt Infos und berät auch telefonisch weiter. Bewegung bleibt auch in Corona-Zeiten wichtig.

Beliebtes Funktionstraining: Wassergymnastik im AQACUR Bad Kötzting vor Corona-Zeiten, derzeit aber nicht möglich  Foto: Seiderer
Beliebtes Funktionstraining: Wassergymnastik im AQACUR Bad Kötzting vor Corona-Zeiten, derzeit aber nicht möglich Foto: Seiderer

Cham.„Aufgrund der aktuellen Situation sind alle Veranstaltungen, gemeinsame Aktivitäten und persönliche Beratungen/Sprechzeiten in den Arbeitsgemeinschaften sowie das Funktionstraining eingestellt.“ So lautet der Hinweis der Deutschen Rheuma-Liga, welche regelmäßig die neuesten Informationen zum Coronavirus an die Arbeitsgemeinschaften weitergibt.

Die Lungenkrankheit Covid-19 kann Menschen mit chronischen Erkrankungen besonders schwer treffen. Zu den Risikogruppen gehören auch Patienten mit Rheuma.

Durch die Autoimmunerkrankung selbst und die Medikation mit Kortison, Biologika oder anderen Präparaten bestehe durch das unterdrückte Immunsystem ein erhöhtes Infektionsrisiko, heißt es in einer Mitteilung der Rheuma-Liga Bad Kötzting-Cham.

Rheuma-Patienten sollten die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen genau befolgen, um eine Infektion zu vermeiden. Die Rheuma-Liga Bad Kötzting-Cham möchte in dieser schwierigen Zeit ihre Mitglieder nicht auf sich allein gestellt lassen.

Die Vorsitzende Anna Pritzl versendet per E-Mail die neuesten Informationen der Deutschen Rheuma-Liga. Auch telefonisch kann eine Beratung durchgeführt werden. Die Kommunikation und der gegenseitige Austausch erfolgen in einer WhatsApp-Gruppe, in welcher die Teilnehmer über ihren Alltag berichten, sich Mut zusprechen oder zum Beispiel selbstgefertigte Atemschutzmasken anbieten. Auch Ernährungstipps zur Stärkung des Immunsystems oder Übungen zur Stärkung der Gelenke und Muskeln werden übermittelt.

Physio- und Ergotherapien sind ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Rheuma. „Wegen der Coronavirus-Pandemie können Heilmittel-Therapien derzeit für einen längeren Zeitraum als gewöhnlich unterbrochen werden“, schreibt die Deutsche Rheuma-Liga. Sehr vermisst wird natürlich das Funktionstraining. In Cham, Bad Kötzting, Windischbergerdorf und Furth in Wald wurde mehrmals wöchentlich Wassergymnastik durchgeführt. Gerade Bewegung im warmen Wasser ist für Betroffene leicht durchzuführen und bringt eine Schmerzmilderung.

Auch die Begegnung mit Freunden spielt eine große Rolle für das Wohlbefinden. Gerade die monatlichen Badefahrten nach Bad Füssing in die Europa-Therme waren eine willkommene Abwechslung für viele Alleinstehende, um wieder mal unterwegs zu sein, etwas für die Gesundheit zu tun und die Krankheit für kurze Zeit zu vergessen. Ein wenig Hoffnung zeigt eine neue Studie der Rheumatologen aus Norditalien.

Darin heißt es, dass für Rheumatiker, wenn sie an keiner Begleiterkrankung leiden, kein höheres Risiko für schwere Covid-19-Verläufe besteht. So heißt es für alle Betroffenen: „I bleib dahoam und in Bewegung, damit wir uns gesund wiedersehen.“

Info-Box

  • Risiko:

    Darin heißt es, dass für Rheumatiker, wenn sie an keiner Begleiterkrankung leiden, kein höheres Risiko für schwere Covid-19-Verläufe besteht. So heißt es für alle Betroffenen: „I bleib dahoam und in Bewegung, damit wir uns gesund wiedersehen.“

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