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Feuerwehr

Tipps zum Umgang mit Facebook und Co

Bei der Winterschuldung der Kommandanten im KBI-Bereich Waldmünchen drehte sich dieses Mal alles um Öffentlichkeitsarbeit.

Norbert Auerbeck dankte Referent Benjamin Schlegl (rechts) für den „interessanten Vortrag“ Foto: whe
Norbert Auerbeck dankte Referent Benjamin Schlegl (rechts) für den „interessanten Vortrag“ Foto: whe

Schönthal.Um das Thema Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr ging es bei der vierten Winterschulung im Kreisbrandinspektionsbereich Waldmünchen. Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck durfte neben den Kreisbrandmeistern Christian Bauer und Manfred Schneider rund 30 Kommandanten und Vertreter begrüßen. Referent Benjamin Schlegl, Vorsitzender der Feuerwehr Waldmünchen, hatte im Voraus einen einwöchigen Lehrgang auf der Feuerwehrschule Geretsried zu diesem Thema besucht.

Zu Beginn stellte er die Frage, wozu eine Feuerwehr überhaupt Öffentlichkeitsarbeit brauche. Der Grund sei einfach, die Floriansjünger „retten Leben und schützen Sachwerte, das interessiert die Öffentlichkeit“. Gleichzeitig sei eine funktionierende öffentliche Arbeit nach außen eine Chance, man könne das Bild der Gesellschaft beeinflussen oder Vorurteile abbauen, auch das Schaffen von Verständnis und Vertrauen sei eine Möglichkeit.

Die Gefahr schlechter Pressearbeit seien Gerüchte oder Spekulationen, was allgemein ein negatives Bild erschaffen könne. Schlegl untermalte dies immer wieder mit Beispielen von schlechter Öffentlichkeitsarbeit, wie etwa das Feuerwehrfahrzeug, das den Brauereianhänger zieht, oder Ähnliches.

Er ging im weiteren Verlauf um die Medien wie regionale Zeitungen oder Fernsehsender ein, mit denen eine Feuerwehr zu tun haben könnte, über deren Umgang und die Informationsweitergabe, die nur von bestimmten Personen wie dem Einsatzleiter oder einer von ihm bestimmten Person erfolgen darf. Oder im Fall einer Katastrophe vom Landratsamt. Auch, dass das Wirken von Pressevertretern im Normalfall nur sehr wenig eingeschränkt werden darf, etwa wenn Einsatzkräfte behindert werden, war Thema.

Ein großer Punkt war das Fotografieren an der Einsatzstelle, etwa bei Unfällen. Gaffer wären hier ein immer größeres Problem, gleichzeitig aber auch Fotos, die die Feuerwehr selbst macht. Es sollte mit großer Vorsicht agiert werden, so der Referent. Die Verletzung der Persönlichkeitsrechte oder die unkontrollierte Verbreitung könnten Probleme bereiten, weshalb der Griff zur Kamera auch nur Fachkundigen oder Beauftragten gestattet werden sollte.

Zum Schluss stellte Schlegl die neuen Medien vor, wie die Nutzungsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke zur Mitgliederfindung oder zur Bewerbung von Veranstaltungen. Als Vorreiter stellte er die Berufsfeuerwehr München vor, die schon früh mit einer vorbildlichen Öffentlichkeitsarbeit begonnen habe.

Zum Ende empfahl Schlegl den Anwesenden: „Das gezielte Posten von Einsätzen auf Facebook oder Berichte auf der Homepage vermeiden das Entstehen von Gerüchten in der Bevölkerung und tragen zum „Sicherheitsgefühl bei.“ Auch die richtige Mischung sei wichtig: „Nicht zu viel und nicht zu wenig!“ (whe)

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