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Verkehr

Tödlicher Unfall auf der B 20

Ein Autofahrer kollidierte zwischen Kothmaißling und Runding mit einem Lastwagen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.
Von Johannes Schiedermeier

Tödliche Verletzungen erlitt der 74-jährige Fahrer des Ford, nachdem er auf der B 20 an der Anschlussstelle Raindorf in einen Lastzug geprallt war. Die Strecke war ab 15 Uhr total gesperrt. Fotos: Schiedermeier
Tödliche Verletzungen erlitt der 74-jährige Fahrer des Ford, nachdem er auf der B 20 an der Anschlussstelle Raindorf in einen Lastzug geprallt war. Die Strecke war ab 15 Uhr total gesperrt. Fotos: Schiedermeier

Cham.Ein tödlicher Unfall aus unklarer Ursache hat sich am Montag, gegen 15 Uhr, auf der B 20 an der Ausfahrt nach Runding ereignet. Nach übereinstimmender Aussage von Zeugen hatte ein 74-jähriger Ford-Fahrer aus dem Landkreis Regensburg plötzlich seinen Wagen auf die Gegenfahrbahn gesteuert und war dort mit voller Wucht und ungebremst in einen entgegenkommenden Lastzug geprallt.

Der tschechische Lenker des Lastzuges, der Autositze geladen hatte, sagte bei der Polizei ebenfalls aus, das Fahrzeug habe völlig überraschend aus dem Gegenverkehr über die doppelt durchgezogene Linie auf seine Seite ausgeschert. Er habe trotz Vollbremsung den Zusammenstoß nicht mehr verhindern können.

Tödlicher Unfall auf der B 20 bei Cham

Der Aufprall war so heftig, dass die Teile der Vorderachse aus beiden Fahrzeugen herausgerissen wurden.Fotos: Schiedermeier
Der Aufprall war so heftig, dass die Teile der Vorderachse aus beiden Fahrzeugen herausgerissen wurden.Fotos: Schiedermeier

Beim Eintreffen der Rettungskräfte war der Fahrer des Fiesta bereits tot. Der Lastwagenfahrer und vier Zeugen litten unter Schock und wurden laut Rettungsdienstleiter Mich Daiminger versorgt. Die Feuerwehren aus Kothmaißling, Cham, Chammünster, Weiding, Arnschwang und Chamerau waren im Einsatz. Sie banden beim Unfallfahrzeug die auslaufenden Betriebsstoffe und sorgten für Brandsicherheit am Unfallort. Der Zusammenstoß war derart heftig, dass aus beiden Fahrzeugen die Vorderachsen herausgerissen worden waren und Totalschaden an Zugmaschine und Ford entstand. Die Polizei bezifferte die Höhe nach ersten Ermittlungen auf „mehr als 100 000 Euro“. Im Windschatten des Unfalles baute sich schnell ein langer Stau in Richtung Cham und Furth im Wald auf. Die Feuerwehr sperrte die gesamte Strecke zwischen den Anschlussstellen Chammünster und Weiding für den Verkehr und leitete großräumig um. Der Lastzug musste von einer Spezialfirma geborgen werden. Die Polizei zog auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zur Klärung des Unfallherganges einen Gutachter zu.

Stau und Unfall

  • Die Anfahrt

    „Die Rettungsgasse war wieder einmal ein echter Traum“, erklärte sarkastisch der Verkehrsbeauftragte der Inspektion Cham, Georg Bayerl. Trotz weitgehender Dreispurigkeit hatten sich auch diesmal wieder im Staubereich etliche Fahrer auf der Überholspur aufgereiht.

  • Der Staubereich

    Die Folgen des Unfalls bekamen die Insassen eines Wagens zu spüren, der kurz vor der Ausfahrt Chammünster von hinten heftig gerammt wurde, weil der nachfolgende Fahrer sein Auto nicht mehr bremsen konnte. (si)

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