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Auftritt

Tölzer Sängerknaben begeisterten

Das alpenländische Adventskonzert der Sängerbuben in der Rodinger Stadthalle war für die Besucher ein tiefes Erlebnis.
Von Jakob Moro

Bürgermeister Reichold dankte dem Chorleiter Christian Fliegner  Foto: Jakob Moro
Bürgermeister Reichold dankte dem Chorleiter Christian Fliegner Foto: Jakob Moro

Roding.Die Rodinger, die am Samstag nicht in die Stadthalle kamen, haben ein Highlight versäumt. Es wären noch genügend Plätze frei gewesen, beim Adventskonzert des Tölzer Knabenchors. Viele Besucher des außergewöhnlichen Adventskonzertes kamen von weit her. 32 junge Knaben, von etwa 200 die unter professioneller Leitung in München unterrichtet und ausbildet werden, kamen lustig und gut drauf in Lederhosen, roten Strümpfen, rot-karierten Hemden, die Ärmel aufgekrempelt durch den Haupteingang der Stadthalle gelaufen und „belagerten“ die fein dekorierte Bühne mit dem Rodinger Stadtwappen in der Mitte.

Die Jungs, im alpenländischen Outfit, passend zum alpenländischen Adventssingen, haben schnell das Podium erklommen und nach einer stimmungsvollen Harfeneinleitung, auch die Herzen der Besucher erobert. Eine formvollendete Verbeugung gehörte natürlich ebenso dazu. Ohne Begrüßung, ohne Moderation und Ansagen, kein Programmzettel, all dies sparten sich die jungen Sänger mit ihren Chorleitern Dr. Clemens Haudum und Christian Fliegner.

Wer klopfet an – Herbergssuche in Lederhosen ... Foto: Jakob Moro
Wer klopfet an – Herbergssuche in Lederhosen ... Foto: Jakob Moro

So konnten sich die gesangsbegeisterten Zuhörer voll auf den Klang der jungen frischen Stimmen konzentrieren. Ein einmaliges Erlebnis. Eine Erfolgsgeschichte kennzeichnet den Werdegang des Tölzer Knabenchores. Nicht nur an der Mailänder Scala oder bei den Salzburger Festspielen, auch in der Elbphilharmonie in Hamburg sowie in der Carnegie Hall in New York war der Knabenchor schon zu Gast. Sowohl vor Papst Benedikt als auch vor Papst Franziskus hat der Chor gesungen, abgesehen von vielen Staatshäuptern. Jährliche Konzerte, zahlreiche CD-Aufnahmen und namhafte Dirigenten sind Zeugnis dieses außergewöhnlichen Chores. Alles begann, als die Tölzer Pfadfindergruppe 1956 aufgelöst wurde. Aus deren Leidenschaft für das Singen von Wanderliedern, entstand kurz darauf der Tölzer Knabenchor unter Leitung des damals erst 18-jährigen Gerhard Schmidt-Gaden.

Barbara Gasteiger und Dr. Clemens Haudaum glänzten. Foto: Moro
Barbara Gasteiger und Dr. Clemens Haudaum glänzten. Foto: Moro

In vier Ausbildungsstufen werden rund 200 junge talentierte Sänger von Gesangspädagogen ausgebildet. Auch nach dem Stimmbruch werden sie weiter betreut. Die „Jungs“ zeichnen sich aus durch Selbstdisziplin, Spontaneität und Kreativität. Jährlich singen die Jungen des Tölzer Konzertchores rund 250 Konzerte weltweit. Auch bei Opernaufführungen sind sie gefragt. Viele Auszeichnungen zeugen vom Können des Tölzer Knabenchores. Nach „Jetzt fangen wir zum Singen an“, Ach, wann kommen jene Stunden, Rorate gab es gesanglich die Weihnachtsgeschichte, Verkündigung, Herbergssuche, Wanderung der Hirten, an der Krippe, zu hören. Die überwältigende Klangfülle war am Schluss des Konzertes beim „Gloria“ nochmals zu hören, bevor die 32 Jungs so wie sie kamen flugs über den Mittelgang die Stadthalle wieder verliesen. (rjm)

Der Knabenchor

  • Die Anfänge:

    Alles begann, als die Tölzer Pfadfindergruppe 1956 aufgelöst wurde. Aus deren Leidenschaft für das Singen von Wanderliedern, entstand kurz darauf der Tölzer Knabenchor unter Leitung des damals erst 18-jährigen Gerhard Schmidt-Gaden.

  • Der Ist-Zustand:

    In vier Ausbildungsstufen werden rund 200 junge Sänger ausgebildet, die pro Jahr rund 250 Konzerte singen.

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