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Auszeichnung

Toni Lauerer bekommt den Heimatpreis

Die Verleihung am 15. März in Amberg ist für den Further Kabarettisten einer der Höhepunkte seiner Karriere.
Von Evi Paleczek

Nach Schauer- und Waldschmidtpreis erhält der 58-Jährige nun den Oberpfälzer Heimatpreis des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Foto: Archiv
Nach Schauer- und Waldschmidtpreis erhält der 58-Jährige nun den Oberpfälzer Heimatpreis des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Foto: Archiv

Furth im Wald.Er hat sich sehr gefreut, betont Toni Lauerer. Am 15. März bekommt der 58-jährige Further Autor und Kabarettist im Stadttheater in Amberg den Heimatpreis Oberpfalz des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat überreicht. Vor etwa drei Wochen erhielt er die erste Mail aus dem Vorzimmer von Staatsminister Dr. Markus Söder, erzählt er im Gespräch mit unserem Medienhaus. So etwas hätte er nie erwartet, sagt der Further. Genauso wenig wie die Auszeichnungen mit Schauer- und Waldschmidtpreis, die der 58-Jährige ebenfalls schon erhalten hat.

Das waren regionale Ehrungen, sagt er. Der Heimatpreis ist nun die größte Auszeichnung, die ihm bislang zuteil wurde. Er bekommt sie „wegen jahrelanger Verdienste um Kultur um Brauchtum“, so steht es in seiner Einladung. Mehr wurde noch nicht verraten, das kommt erst in der Laudatio am 15. März, meint Lauerer.

Eine totale Bestätigung

Diese Begründung ist für ihn eine totale Bestätigung, betont er. Er will mit seinen Geschichten zwar in erster Linie unterhalten, aber auch ein Bild der jetzigen Oberpfalz zeichnen, das bleibt. An das sich die Menschen durch seine Erzählungen einmal erinnern können, hofft Lauerer. Die Leute sollen auch in 100 Jahren noch wissen, wie damals in der Oberpfalz geredet wurde. Er berichtet vom Leben, wie es ist, und erfindet nichts, sagt er. Natürlich erzählt er seine Geschichten auf humorvolle Art, aber im Prinzip so, wie sie sich ereignet haben.

Der Kabarettist freut sich auf die Verleihung des Preises in Amberg. „Das ist eine schöne Veranstaltung“, weiß er, weil er mit dabei war, als das Drachenstich-Festspiel im Jahr 2016 die gleiche Auszeichnung erhielt. Die Ehrung wird auf jeden Fall einer der Höhepunkt seiner bisherigen Karriere sein.

Zur Person: Toni Lauerer

  • Toni Lauerer

    wurde am 7. September 1959 in Furth im Wald geboren.

  • Er gilt

    seit 1998 als meistverkaufter Autor Ostbayerns und einer der erfolgreichsten bayerischen Kabarettisten.

  • Nachdem

    er 1978 das Abitur abgelegt hatte, absolvierte er sein Fachstudium zum gehobenen Beamten.

  • Bis 1984

    war Lauerer in der Regierung von Oberbayern und bis 1988 in der Regierung der Oberpfalz tätig.

  • Seit 1988

    ist Toni Lauerer hauptberuflich Standesbeamter und lebt mit seiner Frau Gerti in Furth im Wald. Er leitet dort zudem das Ordnungsamt.

  • Der Kabarettist

    aus Furth im Wald hat zwei Kinder: Tochter Eva und Sohn Markus.

  • Im Jahr 1984

    verkaufte er sein erstes Buch. Der Titel lautete „Ned so wichtig“.

  • Im Jahr 1995

    brachte er sein erstes Theaterstück, „Paul in der Krise“, heraus. Dieses bringt aktuell das Further Volkstheater im Kolpinghaus auf die Bühne.

  • In seinen

    im Oberpfälzer Dialekt geschriebenen Werken und in seinen Bühnen-Auftritten widmet sich Kabarettist Toni Lauerer in ironisch-humorvoller Weise Situationen und Begebenheiten des alltäglichen Lebens ganz gewöhnlicher Leute.

Der erste Höhepunkt war für ihn sein erster Fernsehauftritt 1992, sagt er heute. Weitere etwa sein 25-jähriges Bühnenjubiläum 2007, als die entsprechende Veranstaltung im Cirkus Krone ausverkauft war, und die Premiere seines ersten Theaterstücks „Paul in der Krise“ auf der Laienbühne in Schorndorf, mit dem die Gruppe ihren bis dahin mit Abstand größten Erfolg mit mehr als 2000 Zuschauern feierte. Und den nächsten Höhepunkt weiß der Kabarettist auch schon ganz genau: Im März erscheint sein Märchenbuch „Grimms Märchen auf Bairisch“, das wird ein Bestseller, ist er überzeugt. Er ist bereits für Anfang April zu einem Märchen-Wochenende in Regensburg eingeladen, bei dem er lesen soll, außerdem haben schon mehrere Schulen angefragt.

„Man soll sich nicht verstellen“

Toni Lauerers Erfolgsrezept: Man soll sich nicht verstellen. Am wichtigsten ist, authentisch zu sein. Er ist auf der Bühne kein anderer als im Privaten, betont er. Und er erinnert sich immer wieder an das, was ihm Moderator Gerd Rubenbauer nach seinem ersten Fersehauftritt sagte: Dass er echt gut sei, aber immer daran denken solle, zu bleiben, wie er ist. Ab dem Moment, in dem man glaube, man sei ein Star, befinde man sich bereits auf dem absteigenden Ast. Geerdet sein, ist wichtig, ist sich Lauerer sicher. Es braucht wohl schon ein bissl Talent, aber eigentlich hat er einfach nur riesiges Glück, mit seinen Geschichten scheinbar den Nerv der Zeit zu treffen, meint er.

Bei seinem letzten Heimauftritt in Furth im Wald führte der Kabarettist sein cooles Radfahrer-Outfit vor. Foto: Archiv/Nürnberger
Bei seinem letzten Heimauftritt in Furth im Wald führte der Kabarettist sein cooles Radfahrer-Outfit vor. Foto: Archiv/Nürnberger

Der 58-Jährige wollte nie bewusst Kabarettist werden, erzählt er, das hat sich eher ergeben. Aber er wollte schon als kleiner Bub unbedingt berühmt werden, erinnert er sich. Damals hat er aber wohl eher in Richtung Popstar gedacht, sagt Lauerer und lacht. Prominent zu sein, damit hat er kein Problem. Er freut sich, wenn ihn die Leute etwa auch in Regensburg auf der Straße erkennen und ein Foto mit ihm machen wollen.

Verändert hat ihn seine Karriere nicht, meint der Further Kabarettist. Er ist mit Sicherheit selbstbewusster geworden durch seinen Erfolg, auch bei seinen Auftritten, aber als Mensch ist er der gleiche geblieben, ist sich der 58-Jährige sicher.

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