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Brauchtum

Trachtler feierten 63. Jahrtag

Die verstorbenen Mitglieder des Trachtenvereins Chamerau standen im Mittelpunkt der Feierlichkeiten.
Hermann Schropp

  • Die Chamerauer Trachtler versammelten sich an der Totenbrettanlage und gedachten mit Diakon Harald Schneider ihrer Verstorbenen. Foto: Hermann Schropp
  • Die Chamerauer Sänger Klaus Meitert, Gerhard Fichtinger, Klaus Irrgang und Sepp Nachreiner (v. li.) gestalteten die Messe zum Jahrtag gesanglich mit. Foto: Hermann Schropp

Chamerau.Einen eindrucksvollen Jahrtag mit starker Mitglieder-Beteiligung beging der Trachtenverein Chamerau am Samstag mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche. Eine Selbstverständlichkeit für die Trachtler ist es, sich selber einzubringen, und so war es nicht verwunderlich, dass gut 30 Mitglieder teilnahmen. Zu diesem Anlass trugen die Mitglieder ihre Festtagstracht. Vor 63 Jahren beschlossen heimatverbundene Leute, sich zum Erhalt von Heimat, Sitte und Tracht zusammenzuschließen. Am Samstag begingen die Mitglieder vor allem zum Dank an diese Gründer ihren Jahrtag.

Am Nachmittag versammelten sich die Mitglieder bei der Totenbretteranlage am Gillisberg. Um die Anlage an der Straße nach Gillisberg kümmern sich Mitglieder des Vereins.

„Wir werden den Toten ein ehrendes Andenken bewahren“, sagte Diakon Harald Schneider bei der Andacht. Auf den Totenbrettern stehen die Namen und Sterbedaten von Mitgliedern, die schon Jahrzehnte tot sind, „aber die Erinnerung an sie ist immer noch wach“. Das Kreuz stelle eine Verbindung zu Gott dar. So brächten die Bretter die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Lebenden ihre Verstorbenen in Gottes Händen wähnen und zugleich in der Erinnerung der Lebenden sind.

Gesungen wurde das „Chamerauer Heimatlied“. Diakon Schneider sprach die Gebete und segnete die Totenbretter. Als Zeichen der Verbundenheit wurde ein Waldgebinde niedergelegt.

„Erinnerungen gehen nie verloren, wir werden den Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren“, betonte Vorsitzender Manfred Purschke. Er dankte Diakon Schneider für die würdevolle Gestaltung der Andacht. Er erinnerte daran, dass alle, die sich in der Vergangenheit für den Verein starkmachten, zum Erhalt beitrugen. Mit einem Vaterunser und dem Lied „Segne du, Maria“ endete die Andacht.

Nach der Feierlichkeit an der Totenbrettgruppe begaben sich die Trachtler zum Kaffeetrinken ins Vereinslokal und am Abend zur Pfarrkirche, wo mit den Mitgliedern und zahlreichen Pfarrangehörigen ein Gottesdienst mit Pfarrer Kilian Limbrunner und Diakon Werner Szörenyi gefeiert wurde. Die Lektorendienste übernahmen Mitglieder des Trachtenvereins.

Marion Purschke trug die Fürbitten vor. Unter anderem wurde gebetet für das Leben im Verein, für das Miteinander zwischen den Generationen und für die Verantwortlichen, immer weiterzumachen; für alle, die im Leben eine schwere Last zu tragen haben, die behindert oder einsam sind, dass sie nicht mutlos werden, sondern Hilfe finden und auch annehmen. „Wir bitten Gott, dass wir im Geist mit den verstorbenen Mitgliedern unseres Vereins immer verbunden bleiben, sie in unser Gebet miteinschließen und ihren Lebensmut und ihre Opferbereitschaft nachahmen.“

Gesanglich mitgestaltet wurde der Jahrtagsgottesdienst von den Chamerauer Sängern, die mit der Waidlermesse für eine festliche Atmosphäre sorgten. Zur anschließenden weltlichen Feier trafen sich die Trachtler wieder im Vereinslokal „Wieser“ zum Abendessen. Vorsitzender Purschke nahm anschließend die Gelegenheit wahr, den Vereinsmitgliedern für die aktive Mitarbeit im Verein während des ganzen Jahres zu danken. (che)

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