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Tradition wird hier bewahrt

Die Gotthardsbergler Kirchberg feierten ihr 50-jähriges Gründungsfest und das Gaufest des Bayerischen Waldgaues.
Regina Pfeffer

  • Ein wertvoller Begleiter an den drei Festtagen war der Patenverein „D’Schwarzachtaler“ Spiegelau. Fotos: Regina Pfeffer
  • Vor der Kirchberger Pfarrkirche wurde der Festgottesdienst gehalten.

Kirchberg im Wald.Mit einem großen Festwochenende feierten die Gotthardsbergler Kirchberg, mitgliederstärkster Verein des Waldgaues (337 Mitglieder), ihr 50-jähriges Gründungsfest, verbunden mit dem Gaufest des Bayerischen Waldgaues. An allen drei Festtagen war einiges geboten in Kirchberg – von schmissiger Volksmusik über bayerisch Tanzen bis zum geselligen Beisammensein bei leiblichen Genüssen. Höhepunkt war der große Fest- und Brauchtumsumzug am Sonntagnachmittag.Über zwei Jahre lang arbeiteten der Festausschuss und die Vorstandschaft intensiv an den Vorbereitungen mit dem Ziel, ein unvergessliches Trachtenfest zu schaffen. Besonders dankbar zeigten sich die Gotthardsbergler bei Festleiter Manfred Zaglauer. Als Patenverein stellten sich die „Schwarzachtaler“ Spiegelau zur Verfügung.

Die Kapelle Josef Menzl bescherte den Trachtlern am Freitagabend eine hervorragende Resonanz und erwies sich als Publikumsmagnet. Am zweiten Festtag begannen die eigentlichen Feierlichkeiten am Samstagnachmittag im Kirchberger Pfarrheim mit einem Festakt des Bayerischen Waldgaues im Pfarrsaal. Als Festredner trat Sepp Roider an das Rednerpult. Der Volksmusikant, Buchautor und Feldforscher aus Cham-Katzbach referierte zum Thema „Musikantenleben früherer Zeiten im Bayerischen Wald“. Roider, der seit 2010 Vorsitzender des Heimatvereins Cham ist, berichtete über ansässige Musikkapellen und wie das Musikantenleben früher war. Dabei hat Roider nicht nur die Spielweisen erforscht, sondern ganz besonders die traditionellen Tänze unserer Heimat.

Den Gau-Heimatabend am Samstag moderierten die Musikreferenten des Bayerischen Waldgaues, Ingrid und Hermann Hupf, mit Witz und Charme. Zum anschließenden Tanzabend mit der Musikkapelle „Niederbayerischer Musikantenstammtisch“ waren Volkstanzfreunde aus der näheren und weiteren Umgebung gekommen.

Der Sonntag, der Höhepunkt der Festtage, begann früh mit dem Weckruf und dem Böllerschießen in Kirchberg und den umliegenden Dörfern. Der Festgottesdienst mit Bändersegnung war ein besonderes Erlebnis. Extra zu diesem Anlass haben die Trachtler ihre 1979 geweihte Fahne grundlegend restaurieren lassen. Die Knappschaftskapelle Bodenmais umrahmte die Waldlermesse im Volksgesang. Nach dem Festgottesdienst marschierte man zurück zum Festplatz. Schirmherr Dr. Olaf Heinrich sprach am Rednerpult davon, Traditionen zu bewahren und den Glauben zu leben sei etwas, was bei den Trachtenvereinen in vorbildlicher Weise gelebt werde. Mit 71 Gruppen – Trachten- und Ortsvereinen, Brauchtumsgruppen und Musikkapellen – schlängelte sich beim Festzug am Sonntagnachmittag ein buntes Band durch den Ort. Als Rahmenprogramm war ein kleiner Handwerker- und Trachtenmarkt geboten. Mehrere Dorfgemeinschaften aus dem Gemeindebereich bereicherten den Festzug mit Darstellung alten Brauchtums, etwa Kammerwagen, Maibaum-Aufstellen, Karfreitagsratschen und so weiter.

Nach dem Zug wurden im Festzelt Erinnerungsgaben an die Vereine verteilt und gemeinsam die Bayernhymne gesungen. Bis in die Abendstunden ließ der Festverein die Blaskapelle um Walter Prinz aufspielen. (krp)

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