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U-Haft gegen früheren Klinik-Eigentümer dauert an

Die schmucke Mutter-Kind-Klinik in Rabenstein wurde nach der Insolvenz der Sanwald-Kliniken „regelrecht ausgeschlachtet“, berichten Anwohner. Das gesamte Inventar wurde über Internet-Angebote verkauft.

Die Folgen der Pleite von drei Mutter-Kind-Kliniken in St. Englmar, Rabenstein und Lohberg sind auch nach über zwei Jahren noch nicht überwunden. Lediglich in Lohberg konnte über die neu gegründete Medaus-GmbH eine Nachnutzung erreicht werden, in St. Englmar wurde die frühere Hochwaldklinik von der Lindinger-Gruppe zurückgekauft.

Einen Haftbefehl wegen Insolvenzverschleppung, nicht sachgemäßer Buchführung und „vorsätzlichen Bankrotts“ hatte die Staatsanwaltschaft in der ersten April-Woche 2007 bei einer Verhandlung in Cham gegen den früheren Klinik-Eigentümer und -Geschäftsführer vollstreckt.

Wie leitender Oberstaatsanwalt Dr. Johann Plöd auf Anfrage der Kötztinger Umschau erklärte, dauert die Untersuchungshaft gegen den Geschäftsführer nach wie vor an. Ein Haftprüfungstermin sei momentan für den 11. September anberaumt, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt. Ob der mit vier Kliniken in Insolvenz gegangene Geschäftsführer danach frei komme, könne er nicht sagen. Auch stehe ein Termin für die Hauptverhandlung gegen den Ex-Klinikchef nicht fest, der bis zu seiner Verhaftung in Österreich gewohnt hatte.

Durch die Insolvenz des Krankenhauses in Waldmünchen war bereits im Frühsommer 2005 die Aufmerksamkeit auf die Mutter-Kind-Kliniken in Lohberg, Rabenstein und St.Englmar gelenkt worden, die bis dahin eine scheinbar zufriedenstellende Belegung aufwiesen. Ende August 2005 zeichnete sich aber klar ab, dass die Hochwaldklinik in St. Englmar und das Haus in Rabenstein geschlossen werden müssten, während in Lohberg ein Betrieb noch bis zum Jahresende möglich erschien.

Während in Lohberg durch die Medaus-Gesellschaft inzwischen eine Nutzung des Hauses erreicht wurde, die Fachklinik in Waldmünchen unter neuer Leitung wieder läuft und in St. Englmar die ehemalige Hochwald-Klinik durch die Familie Lindinger zurückgekauft wurde, die dort Gastronomie etabliert, zeichnet sich in Rabenstein keine Lösung ab.

Gelegentlich habe es Hinweise auf Interessenten für die ehemalige Mutter-Kind-Klinik gegeben, berichten Einheimische, das Haus sei aber ausgeräumt worden und eine Nachnutzung momentan nicht in Sicht.

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