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Sicherheit

Übung in Theorie und Praxis

Feuerwehren Rötz, Schönthal und Waldmünchen trainierten an einer Brücke der B 22 mit dem Hytrans Fire System.
Günther Hofmann

  • Die beteiligten Aktiven der Feuerwehren Rötz, Schönthal und Waldmünchen Foto: Günther Hofmann
  • Der Zusammenarbeit der Feuerwehrkameraden aus verschiedenen Ortschaften kommt immer mehr Bedeutung zu. Foto: Günther Hofmann

Rötz.Am Samstag übten die Feuerwehren aus Rötz, Schönthal und Waldmünchen mit dem Hytrans Fire System, kurz HFS. Das bei der Feuerwehr Waldmünchen stationierte System wird in erster Linie bei Hochwassereinsätzen angefordert.

Aufgrund der unterschiedlichen Betriebsarten kann es auch bei Bränden zur Wasserförderung eingesetzt werden. Das HFS ist komplett auf einem Abroll-Container verbaut. Es besteht aus einem 150 kW Dieselmotor, der ein Hydraulikaggregat antreibt. Mithilfe von zwei 60 Meter langen Hydraulikschläuchen wird eine Schwimmpumpe betrieben, die das Wasser in zwei Kilometer lange F-Schläuche befördert. Damit erreicht das System eine Förderleistung von 4000 Litern Wasser bei 10 bis 12 bar. Optional kann das System im Lenzbetrieb mit bis zu 8000 Litern bei 2 bis 4 bar gefahren werden.

Im Einsatz werden die Kameraden aus Waldmünchen durch Aktive der Feuerwehren aus Rötz und Schönthal nicht nur mit Personal unterstützt; einige Teile der Ausrüstung des HFS sind ebenfalls bei diesen Wehren stationiert. In Schönthal befindet sich eine Verstärkerpumpe auf einem eigenen Anhänger, der im Einsatz vom LF10 der FFW Schönthal gezogen wird. Damit kann die Förderleistung in steilem Gelände erhöht werden.

Die Flut-Module und eine mobile Tankstelle sind bei der Feuerwehr Rötz stationiert. Für deren Transport ist ein eigener Abrollbehälter notwendig, der in Rötz bereitsteht. Die Flut-Module können anstelle der Schwimmpumpe mit dem HFS betrieben werden. Dabei werden bis zu 40000 Liter Wasser in der Minute bewegt.

Der praktischen Übungseinheit ging eine theoretische Schulung voraus, die von Michael Bierl von der FFW Waldmünchen durchgeführt wurde. Am Samstag nun kam das System in der Praxis zum Einsatz. Gegen 8 Uhr trafen sich die Aktiven am Gerätehaus Schönthal, um von dort zu einer Brücke unter der B 22 zu fahren. Diese Stelle erwies sich für das HFS als idealer Übungsort. Unter der Leitung von Andreas Biebl und Alexander Weingärtner von der FFW Waldmünchen erfolgte der Aufbau der Komponenten. Schnell war klar, dass die Verlegung des F-150-Schlauches und der Schlauchbrücken genau zu planen sind. Einmal mit Wasser gefüllt, ist dieser aufgrund seines Gewichts kaum mehr zu bewegen. Übungsende war gegen 12 Uhr. Die Besprechung fand im Gerätehaus Schönthal statt. Im Einsatzfall ist das System binnen 30 bis 45 Minuten aufgebaut und bereit zur Wasserabgabe. Das HFS ist Teil der Katastrophenschutzausstattung im Freistaat Bayern und kann daher bayernweit zum Einsatz kommen. (whg)

Hytrans Fire System

  • Einsatz:

    Das HFS wird vorwiegend bei Hochwasser, aber auch bei Bränden eingesetzt.

  • Bestandteile:

    Es ist auf einem Container installiert und wird von einem Dieselmotor angetrieben.

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