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Sicherheit

Übungseinsatz auf dem Dach

An mehreren Stationen lernten Feuerwehrkräfte aus Roding und Waldmünchen in Theorie und Praxis die Absturzsicherung.
Benny Schlegl

  • Aufmerksamkeit und Konzentration sind gefragt, wenn es um die Sicherung von Personen im Absturzbereich geht. Foto: Benny Schlegl
  • Mehr als 30 Einsatzkräfte erlebten einen lehrreichen Vormittag in Rötz. Foto: Benny Schlegl
  • Auch die Anwendung von Feuerwehrhaltegurt und Feuerwehrleine will gelernt sein. Foto: Benny Schlegl
  • Mit Hilfe der Drehleiter und der Schleifkorbtrage sollte eine Person vom Dach gerettet werden. Foto: Benny Schlegl
  • Die Drehleitern aus Cham und Waldmünchen waren für den Übungsvormittag nach Rötz beordert worden. Foto: Benny Schlegl
  • Anhand eines kleinen Planspiels erklärte Ausbilder Benjamin Schlegl die Herausforderungen bei der ersten Station. Foto: Benny Schlegl

Rötz.Am Samstagvormittag stiegen knapp 40 Feuerwehrler aus den KBI-Bereichen Roding und Waldmünchen der Rötzer Wehr aufs Dach: Für das ausgebildete Personal im Bereich „Absturzsicherung“ wurde eine gemeinsame Jahresübung durchgeführt und diese mit Blick auf die Erkenntnisse von Berchtesgaden aus dem vergangenen Winter unter das Motto „Arbeiten auf Dächern“ gestellt. Und so war auf dem Dach jede Menge los.

Das Ausbilderteam im Bereich Absturzsicherung der beiden Inspektionsbereiche hatte sich dazu entschieden, die jährliche Pflichtübung gemeinsam zu absolvieren und hierfür ein spezielles Thema auszuwählen. Aufgrund der besonderen Herausforderungen beim Schneeeinsatz in Berchtesgaden war die Thematik „Arbeiten auf Dächern“ naheliegend.

Gut 30 Teilnehmer hatten sich für den Schulungsvormittag angemeldet. Benjamin Schlegl führte zunächst in die Thematik ein und ging auf die speziellen Gefahren bei Arbeiten auf Dächern ein. Dann übernahm Johannes Kreuzer das Wiederholen der relevanten Knoten. Nachdem hier schon die Teilnehmer bewiesen, dass sie fit sind im Umgang mit Knoten, konnte gleich in die Praxis übergeleitet werden.

Jeder Teilnehmer hatte zwei Stationen zu absolvieren. An der ersten Station unter der Leitung von Johannes Krüger, Stefan Zangl und Benjamin Schlegl galt es, möglichst viele Einsatzkräfte über eine Steckleiter auf dem Dach zu sichern und dort dann das System aufzubauen, mit dem ein Absturz der Einsatzkräfte ausgeschlossen werden kann. Hierzu wurde erstmals auch eine Seilschleuder ausprobiert, die es an drei Standorten im Landkreis gibt, und mit der sehr zügig ein Seil über ein Hausdach gespannt werden kann.

An der zweiten Station, geleitet von Johannes Kreuzer, Florian Schweiger, Bettina Zangl und Marco In den Birken, sollte eine Rettungspuppe auf dem Dach mittels Schleifkorbtrage über eine Drehleiter gerettet werden. Hierzu musste je eine Person mittels Vorstieg zu einer Puppe gelangen und diese in das Rettungssystem einbinden. Für diese Aufgaben wurden die Drehleitern aus Waldmünchen und Cham nach Rötz beordert.

Es waren anspruchsvolle Aufgaben, denen sich die Feuerwehrler stellen mussten, und die zugleich auch für viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen mit sich brachten. Glücklicherweise meinte es das Wetter sehr gut, und so konnten die Stationen problemlos absolviert werden. Einzig das Dach auf der Nordseite war aufgrund Feuchtigkeit sehr rutschig.

Vor dem Mittagessen stießen KBI Norbert Auerbeck, KBI Florian Hierl und KBM Michael Sturm hinzu und verfolgten die Übungsabläufe. In der Abschlussbesprechung bedankte sich Auerbeck nicht nur für die investierte Zeit, er stellte insbesondere auch die Notwendigkeit der Absturzsicherung heraus, was die Einsätze in jüngster Zeit bewiesen hätten. Immer mehr Feuerwehren seien hier sensibilisiert, und deshalb würden sich auch immer mehr einen entsprechenden Gerätesatz anschaffen. Mit dem Versprechen, auch im kommenden Jahr einen derartigen Übungstag anzubieten, endete die gemeinsame Aktion. (wby)

Die Übung

  • Station 1:

    An dieser Übungsstation galt es, möglichst viele Einsatzkräfte über eine Steckleiter auf dem Dach zu sichern und eine Absturzsicherung zu installieren.

  • Station 2:

    Hier musste auf dem Dach mittels Schleifkorbtrage eine Rettungsgruppe gerettet werden. Dafür wurden die Drehleitern der Feuerwehren Waldmünchen und Cham nach Rötz beordert.

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