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Jahresversammlung

Ulrike Bieneck führt die Jagdgenossen an

Rackelsdorfer Jagdgenossen haben ihr Revier im Griff. Ärger wegen vieler Schwammerlsucher im Jagdgebiet.
Von Werner Weiß

  • Die neue Vorstandschaft der Jagdgenossenschaft Rackelsdorf mit dem Jagdpächter Mathias Achatz (l.), Bürgermeister Franz Haberl (r.) und der neuen Jagdvorsteherin Ulrike Bieneck (2.v.l.) Foto: Werner Weiß
  • Die ausgeschiedenen Mitglieder aus der Vorstandschaft mit der neuen Jagdvorsteherin Ulrike Bieneck (l.), dem 2. Vorsitzenden Thomas Niebauer (2.v.l.) und dem Jagdpächter Mathias Achatz (r.) Foto: Werner Weiß
  • Der bisherige Jagdvorsteher Karl Greiner und die neugewählte Jagdvorsteherin Ulrike Bieneck Foto: Werner Weiß

Pemfling.Zur Jagdversammlung mit Neuwahl der Jagdgenossenschaft Rackelsdorf konnte der Jagdvorsteher Karl Greiner eine stattliche Anzahl von Jagdgenossen im Gasthaus „Zum Bräu“ in Pemfling begrüßen. Sein besonderer Willkommensgruß galt dabei dem Jagdpächter Mathias Achatz mit seinen Mitjägern und Bürgermeister Franz Haberl. Jagdpächter Achatz lud alle zum Wild-Essen ein.

Der Tätigkeitsbericht des Jagdvorstehers Karl Greiner fiel äußerst kurz aus, da es ein sehr gutes und ruhiges Jagdjahr gewesen ist. Es wurden keinerlei Beschwerden an ihn herangetragen. Im Gegenteil, von Jagdgenossen wurde sogar Lob an den Jagdpächter ausgesprochen. Kassier Max Ippisch legte einen detaillierten Kassenbericht vor. Von den Kassenprüfern wurde die Kassenführung bestätigt.

Jagdpächter Achatz trug seinen Bericht über das Jagdjahr vor. Durch die Anschaffung mehrerer Alusitze konnte die Bejagung im Wald intensiviert werden, da ein schneller Standortwechsel möglich ist. Auch der Bau eines fünf Meter hohen Ansitzbockes trug dazu bei. Dies macht sich mittlerweile deutlich in der Verbesserung der Verbisssituation bemerkbar. Entsprechend dem Verbissgutachten ist Rackelsdorf quasi ein grüner Punkt im roten Hegering Pemfling, was bedeutet, dass in Rackelsdorf die Verbisssituation tragbar ist. Dies dürfte in erster Linie auf die intensive Bejagung der Problemflächen sowie der Anlegung von Äsungsverbesserungsflächen und dem Einsatz der Jagdgenossen geschuldet sein. Es freue ihn, so Achatz, dass einige Grundstücksbesitzer Wildäcker angelegt haben.

Was den Abschlussplan (Rehwild) betrifft, so wurde dieser voll erfüllt, plus 15 Prozent. Ein Grund für den guten Rehbestand ist auch, dass in den letzten Jahren sehr viele Kitze gerettet werden konnten. Dies ist dem Jagdpächter auch für die weiteren Jahre ein großes Anliegen.

Was Achatz allerdings betrübt, ist, dass das Niederwild komplett verschwindet. Aus diesem Grunde sollte man darüber nachdenken, ob es nicht irgendwo die Möglichkeit gibt, eine Fläche fürs Niederwild mit ganzjährigem Bestand zu gestalten.

Das im Revier bestehende Schwarzwild-Problem habe er zwischenzeitlich gut im Griff. Bis auf eine Ausnahme entstand in den Maisfeldern sehr wenig Schaden. Die 27 erlegten Schwarzkittel sind der Beweis dafür. Um dem zum Teil sehr massiv auftretenden Schwarzwildproblem Paroli bieten zu können, wurde die Nutzung der Nachtsichttechnik beantragt und für alle Jäger im Bereich Rackelsdorf genehmigt.

Zum Abschluss brachte er seinen Dank für die vorbildliche Situation zwischen Jagdgenossen und Jägern zum Ausdruck.

Bevor man zur Neuwahl schritt, unterstrich Jagdvorsteher Karl Greiner nochmals das ausgezeichnete Verhältnis Jagdgenossen und Jäger. Jagdvorsteher Greiner kündigte dabei an, für das Amt des Jagdvorstehers nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Auf Antrag des Wahlleiters Franz Haberl wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet. 18 Jagdgenossen waren für die Neuwahl wahlberechtigt.

Von einem Jagdgenossen wurde angesprochen, dass die Pilzesammler mit den Autos immer tiefer in den Wald fahren, mit ihren Fahrzeugen die Wege blockieren und dabei auch die Jagd behindern. So musste im vergangenen Jahr das Umstellen eines Maifeldes in dem sich eine Rotte Wildschweine befand, aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, da sich eine Anzahl von Pilzsammlern in der Nähe befand. Es wäre deshalb überlegenswert, das Verkehrszeichen „Durchfahrt verboten“ in Richtung zur GV-Straße Rackelsdorf – Kager zu versetzen. (cpf)

Neuwahl

  • 1. Vorsitzende:

    Ulrike Bieneck

  • 2. Vorsitzender:

    Thomas Niebauer

  • Kassier:

    Georg Wagner

  • Schriftführer:

    Thomas Bieneck

  • Beisitzer:

    Irmgard Breu und Markus Bucher

  • Kassenprüfer:

    Ludwig Speigl und Martina Niebauer.

  • Alle nahmen die Wahl an.

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