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Justiz

Unfallflucht: 21-Jähriger vor Richter

Der junge Autofahrer soll in Cham ins Schleudern gekommen sein und einen Parkplatz dabei demoliert haben.

Ein 21-Jähriger stand vor dem Chamer Amtsgericht. Foto: CK
Ein 21-Jähriger stand vor dem Chamer Amtsgericht. Foto: CK

Cham.Wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort stand ein 21-Jähriger vor dem Chamer Amtsgericht. An einem späten Abend im April war der Angeklagte im Chamer Stadtgebiet ins Schleudern gekommen und hatte Randsteine und das Pflaster eines Parkplatzes beschädigt. Die Staatsanwaltschaft ging von einem Schaden in Höhe von 4200 Euro aus, der Verteidiger Markus Ziesche legte dem Gericht ein Angebot über rund 2900 Euro vor, welches die Stadt Cham dazu erhalten hat. Er betonte auch, Ziel des Einspruchs gegen den Strafbefehl sei die Erhaltung des Führerscheins, welcher dringend für die Ausbildung benötigt werde.

Der Polizeibeamte im Zeugenstand erzählte, ein Polier habe das unfallbeschädigte Fahrzeug am Vormittag stehen sehen, und diesem seien auch die beschädigten Randsteine aufgefallen. Daraufhin habe er die Polizei alarmiert, welche anhand des Kennzeichens den Fahrzeughalter ermittelte. Die Jugendgerichtshilfe sprach sich für die Anwendung von Jugendstrafrecht für den 21-Jährigen aus und meinte: „Er wusste nicht, was er tun sollte.“ Zudem hoffe sie, dass das Gericht eine Alternative zum Fahrverbot finden werde. Verteidiger Ziesche forderte die Einstellung des Verfahrens: „Es geht ja nur um ein bisschen gelockertes Pflaster und ein paar Randsteine.“ Die Staatsanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer 50 Tagessätze zu je 20 Euro sowie drei Monate Fahrverbot – unter Anwendung des Jugendstrafrechts. Der Verteidiger sagte abschließend. sein Mandant sei mit der Unfallsituation überfordert gewesen, „darauf wird man nicht vorbereitet.“ Zudem sei es zum Unfallzeitpunkt dunkel gewesen, und er habe Ausmaß des Schadens wurde sicher unterschätzt. Eine Geldbuße von 400 Euro und das Absehen des Fahrverbots fände er angebracht.

Richter Andreas Lecker verurteilte den Angeklagten zur Zahlung von 750 Euro an die Verkehrswacht Furth sowie zu zwei Monaten Fahrverbot. (cta)

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