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Tiere

Untertraubenbacher Störche sind zurück

Seit 1. März ist das Storchenpaar vereint. Gut möglich ist, dass dieselben Tiere wie im vergangenen Jahr dort brüten wollen.
Von Magdalena Hechtel

Die Tümpel der Regentalaue bieten Störchen Nahrung. Foto: Peter Zach
Die Tümpel der Regentalaue bieten Störchen Nahrung. Foto: Peter Zach

Untertraubenbach.Weiße Federn, schwarze Flügelspitzen, rote Beine und ein roter Schnabel – die Untertraubenbacher Störche sind zurück und bauen fleißig an ihrem Nest.

Der Betreuer der Regentalaue, Peter Zach, ist nicht überrascht, dass zunächst am 21. Februar der erste und am 1. März schließlich der zweite Storch aus dem Süden in Untertraubenbach ankamen. „Es gibt eine allgemeine Tendenz, dass Störche früher aus ihren Winterquartieren zurück sind als noch vor 15 bis 20 Jahren.“ Wurden die Vögel damals erst ab der zweiten Märzhälfte in Deutschland gesichtet, ist es nun schon fast der Normalfall, dass die Tiere rund einen Monat früher, ab Mitte Februar, ihren Horst besetzen.

So klingt das Klappern der Störche

Tiere fliegen nicht mehr so weit gen Süden

Das liegt daran, dass die Tiere nicht mehr so weit in südliche Gebiete vordringen wie noch vor ein paar Jahren. Störche auf der Ostroute, sogenannte Ostzieher, flogen über die Türkei und Syrien in Richtung Ägypten und Äthiopien. Die westlich fliegenden Westzieher überquerten die Straße von Gibraltar und überwinterten in Nigeria oder dem Senegal. Seit etwa fünf Jahren verbringen die Ostzieher den Winter im Bereich von Israel, die Westzieher bleiben in Südwestfrankreich oder Spanien.

Tiere

Der Rodinger Weißstorch ist wieder da

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„Die Bedingungen für die Überwinterung haben sich geändert“, erklärt Peter Zach. Durch die mit dem Klimawandel einhergehende Erderwärmung müssten die Tiere nicht mehr so weit in den Süden fliegen, um die optimalen klimatischen Verhältnisse zum Überwintern vorzufinden.

Tümpel sorgen für breites Nahrungsangebot

Im Bereich der Regentalaue dürften sich die Störche wohlfühlen. Seit 1989 wurden dort dutzende Tümpel angelegt. Was für Wiesenvögel wie den Kiebitz gedacht war, hat einen positiven Nebeneffekt für die Weißstörche. „In den Tümpeln finden die Störche Nahrung, wie etwas Kleinfische und Amphibien“, sagt Peter Zach. In der Regel ernähre sich der Vogel zwar bevorzugt von Regenwürmern, in trockenen Böden sei die Leibspeise für den Vogel aber unerreichbar. Dann sind die Tümpelbewohner eine wichtige Nahrungsquelle, nicht nur für die Untertraubenbacher Störche, sondern auch für die aus Cham, Roding und Wetterfeld.

Wissenswertes über Weißstörche

  • Größe und Gewicht:

    Weißstörche werden bis zu einem Meter groß, ihre Flügel sind ausgebreitet etwa zwei Meter lang. Die Tiere wiegen zwischen 2,5 und 4,5 Kilogramm.

  • Paarung:

    Das früher ankommende Männchen wählt den Brutplatz je nach Nahrungsangebot aus. Ein Storchenpaar bleibt meist sich und seinem Horst treu, mangelnder Bruterfolg kann jedoch zur Trennung führen.

Ob das Untertraubenbacher Paar dasselbe wie letztes Jahr ist, kann Zach nicht mit Sicherheit sagen. Gut möglich ist es aber durchaus. „Die beiden Störche sind nicht beringt, das war auch bei dem Paar, das im letzten Jahr dort brütete, der Fall“, sagt Zach. 2018 zog das Storchenpaar aus Untertraubenbach vier Junge erfolgreich groß. Es bleibt spannend, wie der Bruterfolg in diesem Jahr ausfallen wird.

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