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Uraufführung

Uraufführung von Toni-Lauerer-Stück

Die Volkstheaterpremiere des Toni Lauerer-Stückls „Onkel Joe aus Idaho“ in Furth im Wald wurde mit Begeisterung aufgenommen.
Von Johann Gruber

Spielleiter Max Schmatz und Bürgermeister Sandro Bauer (von rechts) gratulierten der Spielschar zu ihrer tollen Leistung, die vom Publikum mit viel Applaus honoriert wurde.  Foto: Johann Gruber
Spielleiter Max Schmatz und Bürgermeister Sandro Bauer (von rechts) gratulierten der Spielschar zu ihrer tollen Leistung, die vom Publikum mit viel Applaus honoriert wurde. Foto: Johann Gruber

Furth im Wald.Zum Platzen voll war am Freitagabend der Kolpingsaal zur Uraufführung des jüngsten Toni-Lauerer-Stückes „Onkel Joe aus Idaho“ durch das Further Volkstheater. Mit diesem Stück konnten Toni Lauerer und die Spielgemeinschaft Waldbühne ein kleines Jubiläum feiern. Es war bereits das 10. Theaterstück des Further Kabarettisten, das beim Further Volkstheater Premiere feierte.

Für Schmatz war es heuer das 30. Jahr, in dem er die Spielleitung der „Spielgemeinschaft Waldbühne e.V. innehat. In der ersten Szene des diesjährigen Volkstheaterstücks sitzt Karl Knauser (Markus Reitmeier) am Tisch, vor sich einen Aktenordner, in dem er intensiv blättert und liest. Zwischendurch schüttelt er immer wieder den Kopf und man hört Bemerkungen wie: „Jessas naa, so wenig Zinsn“ oder “dass jetza die Aktien ned steing“.

Das imaginäre Hungertuch

Voll belegt war der Kolpinghaussaal bei der Premiere den Toni-Lauerer-Stücks „Onkel Joe aus Idaho“. Unter den Zuschauern waren neben Bürgermeister Sandro Bauer auch etliche Stadträte (Mitte), dahinter die Further Geistlichkeit mit Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl, Kaplan Daniel Schmid und Pfarrer Bernd Rosner am ökumenischen Tisch.  Foto: Johann Gruber
Voll belegt war der Kolpinghaussaal bei der Premiere den Toni-Lauerer-Stücks „Onkel Joe aus Idaho“. Unter den Zuschauern waren neben Bürgermeister Sandro Bauer auch etliche Stadträte (Mitte), dahinter die Further Geistlichkeit mit Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl, Kaplan Daniel Schmid und Pfarrer Bernd Rosner am ökumenischen Tisch. Foto: Johann Gruber

Dann kommt Gattin Lore (Sofie Schmatz), bepackt mit Einkaufstaschen herein. Weil seine Frau vom Sonderangebot „Speckwurst“ gleich ein Pfund mitgenommen hat, lobt er sie: „Jawoll, a Speeckwurscht hod an Haffa Kalorien, da braucht‘ma ned so vül essn und wird trotzdem satt!“ Auch „Und acht Becha Joghurt und zwoa Limburger Kaas hob i no kafft. Da woar‘s Haltbarkeitsdatum ogloffa - holberter Preis! Sowas löst bei Karl pure Freude aus.

Das Outfit der beiden und ihre Dispute erwecken bei den Zuschauern den Eindruck, dass sie am Hungertuch nagen müssen. Doch das korrigiert Sohn Kurt (Daniel Brandl), als er mit Freundin Sabine (Adelina Bernhardt) die Stube betritt: „Mensch Babba, moußt denn du jeden Dog deine Finanzn durchtschecka? Es hatz doch eh gnou Geld!“ Die Antwort vom Vater mit erhobenem Zeigefinger: „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“, hängt dem Junior aber schon lange zum Halse heraus.

Kurt, der Jura studiert, klagt seinem Studienkollegen Mane (Patrick Schönberger) sein Leid und der entwickelt einen Plan, Kurts Eltern den Geiz auszutreiben. „Sag deinem Vater, dass ein Notar namens Freilich angerufen und für morgen seinen Besuch angekündigt hat“, trug er ihm auf. Mama und Papa sind danach ganz aus dem Häuschen, kann doch ein Notarbesuch nur bedeuten, dass es was zu kriegen gibt.

Die Daisy aus den USA hätt’s dem Karl angetan. Dahinter flirtet Onkel Joe mit Karls Gattin Lore.   Foto: Johann Gruber
Die Daisy aus den USA hätt’s dem Karl angetan. Dahinter flirtet Onkel Joe mit Karls Gattin Lore. Foto: Johann Gruber

Dann entert Karls übriggebliebene Tante Herta (Ruth Fischer) als blonder Wirbelwind die Bühne und schmeißt sich unter Szenenapplaus des Publikums dem feschen Mane praktisch an den Hals, worauf der das Weite sucht. Mit einem gut gefüllten Plastikbeutel tritt Karl in die Stube. “Wurscht-zipfln fir’n Hund san drin“ erklärt er und die Tante fragt verwundert: „Hatz es ejtz an Hund?“ „Naa, de Zipfl ieße selba. De Gelbwurstzipfl san köstlich, des derfz’ma glaum. Beim Metzga froge hold nach Wurschtzipfln fir’n Hund und nacha kostns nix“, sagt er.

Das Schauspiel

  • Die Termine:

    Gelegenheit sich bei „Onkel Joe aus Idaho“ die Lachmuskeln strapazieren zu lassen gibt es noch am 6., 7., 8., 13. und 14. März im Kolpinghaus (Kartenbestellung: Telefon 09973/804460, Internet www.waldbuehne-furth.de). Für die Vorstellungen übernehmen die Mitglieder der Waldbühne auch die Bewirtung im Kolpinghaussaal mit einer Speisekarte für den kleinen Hunger.

  • Die Akteure:

    Daniel Brandl und Adelina Bernhardt sind nach ersten Rollen auf der Waldbühne ins Volkstheaterensemble hineingewachsen. Ganz ohne Waldbühnenerfahrung hat Patrick Schönberger in der Doppelrolle als Mane und Notar einen hervorragenden Einstand hingelegt. Einen Blumenstrauß gab es auch noch für Uli David fürs Schminken und für Steffi Schneider fürs Soufflieren.

Im nächsten Akt stellt sich dann der mit schwarzer Perücke, Bart und Brille verkleidete Mane als Notar Fred Freilich vor und verkündet, dass vor 100 Jahren ein Josef Knauser nach Amerika auswanderte. Sein einziger Sohn Josef, sei vielfacher Ölmillionär und wolle Karl als seinen letzten noch lebenden Verwandten mit zwei Millionen Dollar bedenken. Aber die Freude über diese Botschaft währt nicht lange, denn der „Notar“ verweist auf die Bedingung, dass der Empfänger bedürftig sein muss. Eine Möglichkeit gebe es noch, macht der Notar Hoffnung: Wenn sie ihrem Sohn ihr Vermögen überschrieben, wären sie bedürftig.

Freizeit

Drehbuch für neues Lauerer-Stück

Das Stück „Onkel Joe aus Idaho“ von Toni Lauerer feiert am 28. Februar Premiere im Saal des Further Kolpinghauses.

Blöd nur, dass Gattin Lore mit einer Dose mit 2000 Euro in bar in die Stube kommt, und ihren Mann fragt, wofür er das Geld brauche. Ein so großer Bargeldbestand würde das Erbe gefährden, hakte der vorgebliche Notar gleich ein. Und so kam der zwischenzeitlich nochmal wegen einer Spende gekommene Pfarrer doch noch unverhofft zu einer großen Spende.

De Moral von der Geschicht ...

Notar Freilich klärt die Geizhälse Lore und Karl auf, dass sie ihr schönes Geld hergeben müssen, wenn sie die Dollarmillionen von Onken Joe aus Idaho haben wollen. Kurt, Tante Herta und Sabine sind gespannt, ob der Plan funktioniert.  Foto: Johann Gruber
Notar Freilich klärt die Geizhälse Lore und Karl auf, dass sie ihr schönes Geld hergeben müssen, wenn sie die Dollarmillionen von Onken Joe aus Idaho haben wollen. Kurt, Tante Herta und Sabine sind gespannt, ob der Plan funktioniert. Foto: Johann Gruber

Große Aufregung verursacht die Ankündigung, dass der Onkel Joe aus Idaho (Reinhold Kerner) mit seiner Sekretärin Daisy (Isabell Lankes) persönlich kommen wird, um die Verwandten in Old Germany kennenzulernen. Als „notariell“ alles unter Dach und Fach ist, wollte Onkel Joe noch wissen, was sie denn nun mit ihrem neuen, viel größeren Vermögen anfangen wollten. Von einer Weltreise träumten sie schon lange, erklärt der vermeintliche Dollar-Millionär. Da klärt der Sohnemann seine Eltern auf, dass alles nur ein Trick gewesen sei, um ihnen vor Augen zu führen, dass sie sich mit ihrem Geiz letztlich nur immer nur selbst schadeten und blamierten. Und die Moral von der Geschicht: Gier und Geiz lohnen sich nicht.

Das Publikum belohnte die überzeugenden schauspielerischen Leistungen und die permanent mit typischem Toni-Lauerer-Humor gespickten Dialoge mit minutenlangen Ovationen. Bürgermeister Sandro Bauer gratulierte den Akteuren zusammen mit Spielleiter Max Schmatz, der die Schauspieler einzeln vorstellte.

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