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Pfarrei

Verabschiedung beim Pfarrfest

Nach fast fünf Jahren verlässt der indische Pfarrvikar Pater Sijo die Gemeinde wieder. Er hat in der Zeit viele Freunde gefunden.

  • Die Jüngsten der Pfarrgemeinde beim Beten des „Vater unser“ Foto: Volker Skibba
  • Pfarrvikar Sijo und seine Chamer Ministranten Foto: Volker Skibba

Cham.Das Wetter hätte für das diesjährige Pfarrfest kein besserer Regisseur sein können. Dem strahlenden Sonnenschein folgte ein prasselnder Regenschauer. Vergleichbar waren die Emotionen der Pfarreimitglieder, als sie einerseits die Schutzherrschaft des Patrons ihrer Kirche St. Josef feiern durften, andererseits ihren Pfarrvikar und Freund Pater Sijo verabschieden mussten.

Der Festgottesdienst begann mit einem feierlichen Einzug. Angeführt vom Kreuz, getragen von Wolfram Schiedermeier, zog Pater Sijo in Begleitung seiner Ministranten vor den Augen der Pfarrgemeinde in den Altarraum des Gotteshauses. An der liturgischen Gestaltung beteiligte sich „DER Chor“ unter Leitung von Su Frisch und Hardy Meierhofer am Klavier und der Kindergarten von St. Josef mit seiner Leiterin Renate Siegl. Die Kinder trugen auswendig die Fürbitten vor und sangen Pater Sijo ein Ständchen zum Abschied.

Seit geraumer Zeit ist es in der Pfarrei Tradition, dass an jedem dritten Sonntag in der Unterkirche ein Kinderwortgottesdienst, unter Leitung von Sabrina Wanninger, gefeiert wird. Zu den Fürbitten kommen dann die Kleinen in Begleitung ihrer Eltern von der Unterkirche hoch, um an der Messe teilzunehmen. So war es auch nicht verwunderlich, dass der Altarraum gut gefüllt war, als Pater Sijo die Kinder zum gemeinsamen Beten des Vater unser nach vorne bat.

Mit den Worten: „Wir lieben die Natur“, begann Pater Sijo seine Predigt. Wir erfreuen uns daran, wenn es grünt und blüht. Damit etwas wachsen kann, bedarf es stets einer Grundlage, des Samenkorns. Dieses Samenkorn verglich der Prediger mit dem Wort, gesät auf dem Acker unseres Lebens. Er unterschied dabei gute und böse Worte. Mit dem guten Wort meinte er Jesus, denn Jesus ist das Wort Gottes.

Vor dem Schlusssegen vollzogen Werner Allescher, als Sprecher der Kirchenverwaltung und Dr. Thomas Frisch, als Sprecher des Pfarrgemeinderates, die offizielle Verabschiedung von Pater Sijo. In einer emotional sehr ergreifenden Rede beschrieb Dr. Thomas Frisch der Pfarrgemeinde, die Entwicklung eines anfänglich Fremden zu einem geschätzten Freund. Der ursprünglich nur als Interimslösung gehandelte Pfarrvikar aus Indien wurde am 1. Adventssonntag 2014 in der Pfarreiengemeinschaft Cham St. Josef und Untertraubenbach St. Martin willkommen geheißen. Aus den wenigen Monaten wurden beinahe fünf Jahre.

Sichtlich gerührt bedankte sich Pater Sijo bei allen, die an seiner wunderbaren Zeit in der Pfarreiengemeinschaft Anteil hatten. Er beschrieb, mit welcher Herzenswärme er von den Pfarreimitgliedern empfangen wurde. Frei von Vorurteilen und geschätzt wegen seiner einfühlsamen Anteilnahme in guten, als auch in schlechten Zeiten. Diese Eigenschaften waren für ihn der Grundstein für beständige Freundschaften. Die Dankesworte schloss er ab mit dem Satz: „Ich kam als Fremder und gehe als Freund.“ Im Anschluss strömten die Kirchenbesucher zur weltlichen Feier des Patroziniums in den Wintergarten und auf das Freigelände des Pfarrheimes. Dort sorgten sich der Pfarrgemeinderat und der Frauenbundes um das leibliche Wohl der Gäste. (cvs)

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