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Beschluss

Verbundleitung beschlossen

In seiner Sommersitzung hatte der Marktgemeinderat über die Wasserversorgung und die Kläranlage Rittsteig zu entscheiden.
Von Helga Brandl

Im erweiterten Gewerbegebiet „Hungerbühl II“ wird der Netto-Neubau errichtet. Foto: Helga Brandl
Im erweiterten Gewerbegebiet „Hungerbühl II“ wird der Netto-Neubau errichtet. Foto: Helga Brandl

Neukirchen b Hl Blut.Weil sich über den Winter herausgestellt hat, dass es für die Erweiterung der gemeindlichen Wasserversorgung jetzt doch eine 50-prozentige Förderung gibt, stand das Thema „Neubau einer Verbundleitung zwischen Vordermais und Kager“ erneut auf der Agenda. Bürgermeister Müller informierte, dass die Gussleitung von Kolmstein zur Höllhöhe rund 60 Jahre alt und anfällig sei. Geplant sei eine Verbundleitung mit Druckerhöhungsanlage zu erstellen, um für das Gebiet Kager/Höllhöhe mit einer zweiten Versorgungsleitung neben der Wasserleitung aus Richtung Kolmstein Versorgungssicherheit zu erhalten. Nach einer Kostenschätzung beläuft sich die Maßnahme auf rund 220 000 Euro zuzüglich Nebenkosten.

Schließlich beschloss der Marktrat die Ausschreibung; bis zur Vergabe der Maßnahme wird noch geprüft, ob die Bauüberwachung durch eigenes Personal erledigt werden kann.

Breiten Raum beanspruchte das Thema Abwasserbeseitigung, nachdem eine vom Ingenieurbüro S2 erstellte Konzeptstudie zum Ableitungskanal von der Kläranlage bei der Buchermühle in Rittsteig zur Kläranlage Neukirchen b. Hl. Blut mit vier verschiedenen Varianten im Vergleich vorgelegt wurde. Zur Diskussion standen: Variante 1 – Druckleitung von der Kläranlage Rittsteig nach Lamberg (Investitionskosten 1 076 400 Euro), Variante 2 – Druckleitung von der Kläranlage Rittsteig nach Schicherhof und Freigefälledruckleitung von Schicherhof nach Neukirchen b. Hl. Blut (1 296 800 €), Variante 3 – Freigefälledruckleitung von der Kläranlage Rittsteig nach Neukirchen b. Hl. Blut (IK 1 264 100 €) und Variante 4 – Freispiegelkanal von der Kläranlage Rittsteig nach Neukirchen b. Hl. Blut (IK 1 566 600 €).

Wirtschaftlichste Lösung

Berechnet werden muss noch, ob das bestehende Kanalsystem von der jeweiligen Einleitungsstelle bis zur Kläranlage in Neukirchen hydraulisch leitungsfähig ist, um die zusätzliche Abwassermenge aufzunehmen. Auswirkung hat der Grundsatzbeschluss auch auf die aktuelle Sanierungsplanung der Neukirchener Anlage. Aufgrund des parallel laufenden Verfahrens für eine wasserrechtliche Erlaubnis der Kläranlage Neukirchen b. Hl. Blut wäre der Zeitpunkt jetzt günstig, zumal mit einer Förderung von 50 Prozent der Maßnahme zu rechnen sei. Eine weitere Unterstützung für eine Zusammenlegung gewähre auch das Wasserwirtschaftsamt. Es sei nun darüber zu entscheiden, ob die Kläranlage Rittsteig weiter eine eigenständige Anlage bleiben soll oder für die Ableitung zur Anlage Neukirchen b. Hl. Blut die Vergabe der Entwurfs- und Genehmigungsplanung vorbereitet sowie die Ableitung in der wasserrechtlichen Erlaubnis der Kläranlage Neukirchen b. Hl. Blut einzubeziehen sei. Unisono erteilte das Marktratsgremium die Zustimmung zur Klärung der wirtschaftlichsten Version.

Sonderpreis für Wallfahrtsort

Erfreut informierte Bürgermeister Markus Müller über die erfolgreiche Teilnahme an dem kürzlich durchgeführten Kreisentscheid im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem der Wallfahrtsort Neukirchen b. Hl. Blut einen Sonderpreis für kulturelles und religiöses Erbe erhalten hat. Sein Dank galt hier Robert Sperl als Sprecher des OGV. Ein Dank ging auch an die beteiligten Vereine und Gruppierungen für ihr Engagement.

In Sachen Städtebauförderung seien die jüngsten Verzögerungen durch die wechselnden Zuständigkeiten bei der Regierung sowie durch personelle Engpässe beim bisherigen Planungsbüro ärgerlich, führte der Bürgermeister aus. Nach monatelangen Verhandlungen sei nun klar, dass künftig eine Förderung nur noch über ein Integriertes Stadt-Entwicklungskonzept (ISEK) möglich ist, das vor allem die Bereiche Tourismus, Hochwasserschutz und Gewerbe berücksichtigt. Dieses setzt eine weitergehende öffentliche Beteiligung sowie die Bildung von Arbeitskreisen voraus. Es wird nach einem Büro für ISEK und Städtebauförderung gesucht.

Bauanträge

  • Unternehmen: Obgleich es geringe Abweichungen vom Bebauungsplan gibt, erhielt das Bauvorhaben eines auswärtigen Wohnbauunternehmens für den Bau eines Zweifamilienwohnhauses in Mais-Kühberg die Genehmigung mit einer Gegenstimme. (kbr)

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