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Notfall

Vermisstensuche auf dem Schwarzeck

Ein Wanderer ist auf dem Berg zwischen Lam und Lohberg in eine Felsspalte gestürzt. Ein Hubschrauber rettete ihn.

Der Wanderer stürzte auf dem Schwarzeck bei Lam ab. Foto: Gruber
Der Wanderer stürzte auf dem Schwarzeck bei Lam ab. Foto: Gruber

Lam.Am Donnerstagnachmittag kam es zu einem Kletterunfall am Schwarzeck östlich des Gipfelkreuzes. Ein 57-jähriger Mann aus Neukirchen b. hl. Blut brach gegen 14 Uhr alleine zu einer Wandertour auf den Gipfel am Schwarzeck auf und wurde dort von einem schweren Unwetter überrascht. Auf der Suche nach einem sicheren Gelände rutschte er am Gestein aus und verfing sich mit dem Fuß unglücklich im Seil, so dass er kopfüber hängen blieb und sich nicht mehr selbst aus seiner misslichen Lage befreien konnte.

Kletterer stürzt bei Unwetter am Schwarzeck

Glücklicherweise gelang es ihm noch, seinen Sohn zu verständigen und ihm die Örtlichkeit einigermaßen zu beschreiben. Dieser setzte die Rettungskette in Gang. Die Feuerwehren aus Lohberg und Lam wurden via Sirene um circa 14.20 Uhr zu dem Rettungseinsatz in unwegsamen Gelände alarmiert. Die Lohberger Einsatzkräfte fuhren den Forstwirtschaftsweg Richtung Schwarzeck und nahmen am Ende die Personensuche auf, allerdings konnten sie den Vermissten nicht finden. Zunächst wurde vermutet, dass es sich bei den Verunfallten um einen oder mehrere Biologen handelt, da bekannt war, dass drei am Schwarzeck unterwegs waren, um Baumproben zu nehmen. Die Lamer Bergwacht forderte einen Hubschrauber an, der die Bergretter an Bord nahm, die letztlich „den richtigen Riecher“ bewiesen. Die Bergretter sichteten den Verletzten im Gelände aus der Luft.

Abgestürzter Wanderer wird bei Lam gerettet

Vom Helikopter aus versuchten die Einsatzkräfte, den Kletterer mit der Seilwinde zu bergen, was aufgrund des schwierigen Terrains aber nicht gelang, wie der Einsatzleiter Tobais Muhr auf Anfrage unseres Medienhauses erklärte. Der Helikopter setzte daraufhin einen Bergretter auf ein kleines Plateau ab, das sich rund sechs Meter über dem Mann befand. Diesem sei es dann gelungen, den Mann an der Wand zu sichern, wo er daraufhin von weiteren Rettungskräften aus der Luft geborgen worden konnte.

Aufgrund des starken Regens und schlechter Sicht zog sich die Bergung mit dem Helikopter über mehrere Stunden hin. Nach der ersten Landung des Helikopters zur Betankung in Arnbruck sollte dieser auf einer Weggabelung in der Nähe des Unfallortes landen, wie Einsatzleiter Muhr schilderte: „Aufgrund der schlechten Sicht mussten wir die Zwischenlandung aber wieder nach Arnbruck verlegen.“ Nach vier Anflügen gelang es den Rettern dann gegen 16 Uhr, den Mann zur Erstversorgung in einen Rettungswagen zu bringen. Obwohl die Einsatzkräfte anfangs von schwerwiegenden Verletzungen ausgegangen waren, war der Mann bei der Bergung bei Bewusstsein und musste durch den langen Zustand kopfüber langsam stabilisiert werden. Mit mittelschweren Verletzungen wurde er dann nach Arnbruck ausgeflogen, wo er vom Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Straubing gebracht wurde. Die Polizei geht von einem Unfallgeschehen aus. (kfl/gm)

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