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Region Cham
Samstag, 22. September 2018 17° 3

Ausbildung

Verstärkung für die Abteilung Gefahrgut

18 Aktive aus sieben Feuerwehren absolvierten erfolgreich in Arrach den Lehrgang „Gefährliche Stoffe – Technik“.

Zufrieden waren Ausbilder und Absolventen des Lehrgangs „Gefährliche Stoffe –Technik“.Foto: krp
Zufrieden waren Ausbilder und Absolventen des Lehrgangs „Gefährliche Stoffe –Technik“.Foto: krp

Arrach.Gefahrguteinsätze können für jede Feuerwehr anfallen, nicht nur für die Gefahrguteinheiten. Spezialeinheiten gibt es nur in begrenzter Zahl. Bis diese vor Ort sind, müssen einige Erstmaßnahmen eingeleitet werden. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass die einzelnen Feuerwehren gut auf solche Gefahrgut-Einsätze vorbereitet sind. Vom 2. März bis einschließlich 18. Mai dauerte die Ausbildung, an deren Ende eine Prüfung stand. u

Nach der Truppmann-Ausbildung stellt der Gefahrgut-Lehrgang „Gefährliche Stoffe – Technik“ die umfangreichste Ausbildung dar. Den Abschluss bildete die schriftliche Prüfung im Schulungsraum der FFW Arrach.

Lange Ausbildungszeit

Bernhard Hatzinger, Fachberater Gefahrgut im Inspektionsbereich Bad Kötzting, plante das Ausbildungsprogramm. Er konnte zur Zeugnisverleihung auch die Feuerwehrführungskräfte KBM Josef Pritzl (Bereich Lam), KBM Alexander Beier (Bereich Miltach), KBM Gefahrgut Christian Scheuer (FFW Furth im Wald), Fachberater-Kollege Chemie Dr. Thomas Scheubeck sowie den Leiter des ABC-Zugs der FFW Cham, Günther Fink, willkommen heißen. Zu Beginn gab Hatzinger einen Rückblick auf die Ausbildung. „Eine lange Zeit liegt hinter uns“, so Hatzingers Resümee. Nach drei trockenen Theorieabenden lernten die Einsatzkräfte nach seinen Worten erstmals bei einer Tragegewöhnungsübung den Chemieschutzanzug kennen.

Zum ersten Mal war auch der Experimentalvortrag „Gefährliche Stoffe“ von Dr. Thomas Scheubeck Bestandteil des Lehrgangs. Spezielle rettungsdienstliche Maßnahmen vermittelte Tobias Muhr vom BRK-Kreisverband Cham. Eine Bereicherung stellte neben den praktischen Einsatzübungen und Planspielen stellte der Tag im Chemiepark Gendorf (Industriegebiet Burgkirchen a. d. Alz) mit drei besonders realitätsnahen Übungen dar. Weitere Themen waren u. a. Dekontamination, Messleitplanung, Workshop Abdichten, Ölschadensbekämpfung und eine Abschlussübung auf dem Gelände der Möbelfabrik Vogl unter Beteiligung des ABC-Zuges Cham. „Es haben alle locker bestanden“, verkündete Hatzinger schließlich, bevor er mit einer langen Liste allen Ausbildern, den Kameraden der Werksfeuerwehr Gendorf sowie den Feuerwehren und Kommunen für die Fahrzeuge und Räumlichkeiten Dank sagte.

Im Namen der Kreisbrandinspektion gratulierte KBM Josef Pritzl: „Die Abteilung Gefahrgut des Landkreises hat mit euch eine große Verstärkung bekommen.“ Er wünschte, dass die Kameraden in ihrer ganzen Feuerwehrlaufbahn den Einsatzfall nicht durchmachen, sondern nur durchspielen und üben müssen. Falls dennoch der Ernstfall komme, sollten sie entsprechend vorbereitet sein. „Das Wissen der Einsatzkräfte und die praktischen Fähigkeiten müssen breitgestellt sein“, so KBM Christian Scheuer, der es in Anbetracht der Tageseinsatzfähigkeit nicht als Aufgabe einer einzelnen Feuerwehr sah, im Ernstfall tätig zu sein, sondern eine Zusammenarbeit von allen Seiten forderte.

Motivierte Truppe

Das letzte Wort hatte Bernd Hatzinger. Der Lehrgang habe ihm viel Spaß gemacht, da es eine sehr motivierte und interessierte Truppe war, die sich neben Beruf und ihrer „normalen“ Feuerwehrarbeit noch Zeit genommen habe für diese Fortbildung und die stets mit ganzem Einsatz dabei war. Mit all seinen Helfern sei er bemüht gewesen, eine fachlich interessante, lehrreiche Ausbildung zusammenzustellen. „Auch in Cham, Roding und Waldmünchen ist das Gefahrgutfeuer entfacht worden“, meinte er. Bestreben und Ziel sei es nun, dass dies alles nun zusammenwachsen möge. (krp)

Der Lehrgang

„Gefährliche Stoffe –Technik“ ist der Lehrgang betitelt, den 18 Aktive der Wehren Arrach, Bad Kötzting, Miltach, Rimbach, Sperlhammer, Cham und Zandt absolvierten.

Zu durchlaufen waren 15 Ausbildungstermine mit 52 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis.

Alle Teilnehmer haben bestanden.

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