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Kommunen

Verwaltungsgemeinschaft wird 40 Jahre

Leistungsfähig und bürgernah: Wald und Zell arbeiten seit vier Jahrzehnten in der Verwaltungsgemeinschaft zusammen.

40 Jahre Dienst –  seit 1. Mai 1978 – hat Gertrud Fries ihren Dienst in der VG verrichtet. Dafür hat sie, auch im Beisein von Gerhard Hecht (l.) und Thomas Schwarzfischer (2. v. r.), eine Ehrenurkunde des Freistaates Bayern erhalten. Elfriede Senft hat ihr 40-jähriges Dienstjubiläum und ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Hugo Bauer (r.) hat ihr einen Blumenstrauß und eine Karte mit einem Geldgeschenk ausgehändigt. Fotos: rsu
40 Jahre Dienst –  seit 1. Mai 1978 – hat Gertrud Fries ihren Dienst in der VG verrichtet. Dafür hat sie, auch im Beisein von Gerhard Hecht (l.) und Thomas Schwarzfischer (2. v. r.), eine Ehrenurkunde des Freistaates Bayern erhalten. Elfriede Senft hat ihr 40-jähriges Dienstjubiläum und ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Hugo Bauer (r.) hat ihr einen Blumenstrauß und eine Karte mit einem Geldgeschenk ausgehändigt. Fotos: rsu

Wald.„Die kommunale Zusammenarbeit der Gemeinden Wald und Zell ist schon seit der Gründung der Verwaltungsgemeinschaft 1978 im Bereich der gesamten Verwaltung hervorragend“, betonte der VG-Vorsitzende Bürgermeister Hugo Bauer bei der 40- Jahrfeier der VG Wald im Lindenhof in Hetzenbach – ein Anlass, der gebührend gefeiert wurde.

Mit Wirkung vom 1. Mai 1978 wurde durch Beschluss der Gemeinden Wald und Zell die Verwaltungsgemeinschaft Wald gegründet, so ist es nicht nur für den Freistaat Bayern ein Jubiläumsjahr (mit 100 Jahre Freistaat Bayern und 200 Jahre Bayerische Verfassung, die 1818 erlassen wurde), „sondern auch für uns, die Gemeinden Wald und Zell“, sagte Hugo Bauer.

Während viele Verwaltungsgemeinschaften im Landkreis und darüber hinaus aus verschiedenen Gründungen wieder aufgelöst wurden, arbeiten die Gemeinden Wald und Zell bis heute hervorragend zusammen, fuhr er fort, was ohne Zweifel wirtschaftliche Vorteile bringt und andererseits aber, das ist eine der wesentlichen Grundlage dieser Gemeinschaft, die politische Präsenz vor Ort durch den Bürgermeister und den Gemeinderat der jeweiligen Gemeinde gewährleistet ist. Die jeweilige Eigenständigkeit der Mitgliedsgemeinde im eigenen Wirkungskreis und vor allem die gegenseitige Akzeptanz dürfte einer der Erfolgsgarantien sein.

Jede Menge Ehrengäste

Bauer freute sich, an diesem Abend auch den stellvertretenden Vorsitzenden aus Zell, Bürgermeister Thomas Schwarzfischer, den ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden und Ehrenbürger Gerhard Hecht, (der Zells Bürgermeisteramt von 1990 bis 2014 innehatte), Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Mitglieder und ehemalige Mitglieder der Gemeinschaftsversammlung, Kolleginnen und Kollegen dieser 40 Jahre aus der VG, namentlich die jeweiligen anwesenden Geschäftsleiter wie Ingrid Weiß (1996 bis 2016) und den derzeitigen Geschäftsleiter Wolfgang Held sowie die Mitglieder der Gemeinderäte Wald und Zell willkommen zu heißen.

Blick in die Runde – Viele Gäste hatten sich zur Feier eingefunden.
Blick in die Runde – Viele Gäste hatten sich zur Feier eingefunden.

Wer ein Jubiläum feiert, gedenkt auch seiner Gründerväter, die alles aufgebaut hatten – wie Bürgermeister Alois Hauzenberger aus Roßbach von 1978 bis 1990, sowie Richard Kulzer aus Schillertswiesen von 1978 bis 1990. Ein ehrendes Gedenken schenkte man auch namentlich den verstorbenen Mitgliedern der Gemeinschaftsversammlung und den verstorbenen Bediensteten der VG. Hugo Bauer erinnerte an das erste Beschlussbuch der Verwaltungsgemeinschaft, dass die Gründung, der verwaltungsgemäße Zusammenschluss der Gemeinde Wald und Zell, gar nicht so einfach gewesen war. Viele Hürden gab es für die „Gründerväter“ zu überwinden, sagte er, heute ist er persönlich davon überzeugte, dass beide damals den richtigen Weg eingeschlagen hatten.

1978 wurden im neuen Landkreis Cham 13 Verwaltungsgemeinschaften gegründet, sechs existieren heute noch, darunter auch die VG Wald mit den beiden Mitgliedsgemeinden Wald und Zell. 40 gemeinsame Jahre sind zwischenzeitlich vergangen, sagte er. Die VG ist eine leistungsfähige und bürgernahe Behörde. Dank galt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die freundliche, konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit.

„Herzlichen Glückwunsch zum 40-jährigen Ehejubiläum – Das 40-jährige Ehejubiläum wird ja bekanntlich „Rubinhochzeit“ genannt, meinte humorvoll Bürgermeister Thomas Schwarzfischer. „Vor 40 Jahren, bei der Entstehung der Verwaltungsgemeinschaft Wald/Zell, war ich gerade mal zwölf Jahre alt, und ich selbst kann mich an keine Hochzeitsfeierlichkeiten erinnern. Mein Vater war damals auch in der Kommunalpolitik tätig, auch von ihm kann ich mich nicht an eine Feierlichkeit, an einen angemessenen Rausch oder an ein Buchsbaumsträußchen am Anzug erinnern“, sagte er. „Wahrscheinlich war es damals keine Liebesheirat, wie man auch öfters bei anderen ,Zwangsehen‘ unter den Kommunen lesen konnte.“

40 Jahre VG Wald-Zell sind eine lange Zeit. „Nach 40 Jahren Ehe ist meist Routine eingekehrt, es wird langweilig oder wie man salopp sagt: Der Ofen ist aus. Das werden mir alle bestätigen, die mittlerweile 40 Jahre verheiratet sind.“

Lob für die Mitarbeiter

Aber: „Nach 40 Jahren ist die VG sehr lebendig. Das Engagement der Mitarbeiter, der Geschäftsstellenleiter, ist das Fundament für eine funktionierende moderne Verwaltung. Die Palette der Aufgaben ist lang.“ Deshalb richtete er seinen herzlichen Dank an alle ehemaligen und derzeit aktiven Mitarbeiter in der Verwaltung für ihre Arbeit und Loyalität gegenüber den Vorgesetzten und für den Dienst in unseren Gemeinden. Auch der Landrat ließ in seinen sehr engagierten Grußworten 40 Jahre VG Revue passieren, streifte die Standesamtsreform, die Landkreisgebietsreform 1972, bei der Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern selbständig werden sollten. Für manche Verwaltungsgemeinschaften ist das Zusammenspiel nicht ganz einfach, das wusste auch er.

Zusammenarbeit mit Kompetenz

In Wald und Zell dagegen ist das eine vorbildliche kommunale Zusammenarbeit mit Kompetenz in der Verwaltung, bei der der Bürger profitiert. Er zeigte sich angetan vom Sozialwissen, sprach von einer komplexen Entwicklung und ist auch Befürworter der kommunalen Einheit und der Verwaltung. Er und die Bürgermeister sehen sich als Dienstleister. Nicht ausgespart blieben infrastrukturelle Probleme. „Wir sind auf einem durchaus guten Weg“, sagte Löffler. (rsu)

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