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Rundgang

Viele aufgelassene Grabstellen fallen auf

FU-Mitglieder und Gäste machten sich Gedanken über die Friedhofsgestaltung. Eine Grünfläche wird zur „Bienenweide“.
Von Elisabeth Ruhland

Die Mitglieder der Frauenunion entdeckten eine „Bienenweide
Die Mitglieder der Frauenunion entdeckten eine „Bienenweide" am Friedhof. Foto: Elisabeth Ruhland

Waldmünchen.Zu einem Rundgang durch den Friedhof in Waldmünchen hatte die Frauenunion ihre Mitglieder und Interessierte aus der Bevölkerung eingeladen. Die Ortsvorsitzende, Stadträtin Elisabeth Hutterer, wies bei der Begehung auf durchgeführte Verschönerungsmaßnahmen wie die neue Farbgebung bei der Leichenhalle oder den teilweise neu verlegten Mittelweg hin. Auffällig vor allem am alten Teil des Friedhofs sind mittlerweile viele aufgelassene Grabstellen.

Dort macht sich Löwenzahn und Co. breit. Auch durch aufgekieste Flächen wächst alles Mögliche, was den Blick auf gepflegte Gräber beeinträchtigt. Wie man der Verunkrautung Herr werden könne, damit das Gesamtbild des Friedhofs wieder optimal ist, das sollte in den verantwortlichen Gremien diskutiert werden. Unkrautvertilgungsmittel sind am Friedhof schon längere Zeit verboten. Ein Vorschlag der Frauen wäre, die aufgelassenen Flächen, sofern sie nicht schon zu einem größeren Areal zusammengewachsen sind und gemäht werden können, für Erdurnengräber anzubieten.

Wobei sich auch die Mähflächen dafür anbieten würden, wenn man die Liegestelle einer Urne mit einem Erinnerungsstein, der sich mit der Oberseite einem Mähwerkzeug unterordnet, kennzeichnet. Dass sich die Beerdigungsformen verändert haben, das merkt man auch auf dem Waldmünchner Friedhof. Nicht nur die Urnenwände, wo die erste Fläche schon voll belegt ist, zeugt von der Tendenz zur Feuerbestattung auch in der Grenzstadt. Vor der Urnenwand werden aber Erinnerungsgegenstände wie Blumen und Allerseelenlichter abgelegt, die, wenn sie vertrocknet und leergebrannt sind, liegen bleiben.

Aber wer soll’s jede Woche mindestens einmal wegräumen? Diese Frage stellt sich dann auch bei den Urnengräbern, die unter dem „Friedensbaum“ ein Stückchen weiter oberhalb, unter einer Grasfläche angelegt sind. Hier liegen die Bestatteten mehr oder weniger anonym, bei der nebenan gestalteten Ruhezone können die Namen der Verstorbenen aber in farbige Glasstelen eingelassen werden und so den Friedhofbesucher an sie erinnern.

Festgestellt wurde, dass auch bei den schon vor Jahren angelegten Urnen-Erdgräbern im neuen Teil des Friedhofs mehrere Flächen aufgelassen wurden. Dass eine Grünfläche, an deren Rändern einst Rosen und Herbstastern gepflanzt wurden, mittlerweile von Wildkräutern überwuchert wird, ist den Frauen auch aufgefallen. Da entwickelt sich eine Bienenweide auf dem Friedhof. Was dem einen als Unkraut ins Auge sticht, wird dem anderen als positive Artenvielfalt auffallen, waren sich die FU-Damen sicher. (wir)

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