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Copperfield’s Corner

Vier Erkenntnisse von T. G. Copperfield

2019 konnte Tilo George Copperfield einiges bewegen. Uns verrät der Rocker, was ihn dieses Jahr gelehrt hat.
Von Tilo George Copperfield

Tilo George Copperfield erklärt uns diesmal, welche Lehren aus dem Jahr 2019 für sich gezogen hat. Foto: Archiv/cga
Tilo George Copperfield erklärt uns diesmal, welche Lehren aus dem Jahr 2019 für sich gezogen hat. Foto: Archiv/cga

Cham.Wow! What a year! Ich kann für mich persönlich sagen, es war ein unglaublich turbulentes, interessantes und erfüllendes Jahr 2019. Klar, es waren auch viele Tiefschläge dabei, aber nichts hat mich aus der Bahn geworfen. Musikalisch gesehen konnte ich gleich mehrere Projekte vollenden, die ich mir schon lange vorgenommen hatte. Das langersehnte 3 Dayz Whizkey-Album wurde veröffentlicht, ich konnte in „Music City“ Nashville Musik produzieren und mit „Magnolia“ und „Talkin Shop“ für mich künstlerisch wichtige Soloalben fertigstellen. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich, ehrlich gesagt, noch keinen blassen Schimmer, was ich alles vollenden werde.

Eines führte zum anderen – und ich bin meiner Nase gefolgt. Sowas kann man nicht planen. Aber trotzdem gab es ein paar entscheidende Lehren, die mir dabei wahrscheinlich geholfen haben. Jetzt kommen sie also, meine wichtigen vier Erkenntnisse aus 2019. Erstens: Folge deinem Instinkt! In früheren Jahren habe ich viel zu viel Zeit damit verschwendet, mir Gedanken darüber zu machen, was alle anderen von meiner Musik halten.

Grenzen einreißen und Neues entdecken

Tilo George Copperfield, der eigentlich Tilo Georg Preißer heißt, stammt aus Treffelstein, lebt heute aber im Landkreis Regensburg. Der Gitarrist ist mit den Bands 3 Dayz Whizkey und HoAß bekannt geworden. Für die MZ schreibt er alle vier Wochen eine Musik- und Szenekolumne. Foto: Carmen Wiendl
Tilo George Copperfield, der eigentlich Tilo Georg Preißer heißt, stammt aus Treffelstein, lebt heute aber im Landkreis Regensburg. Der Gitarrist ist mit den Bands 3 Dayz Whizkey und HoAß bekannt geworden. Für die MZ schreibt er alle vier Wochen eine Musik- und Szenekolumne. Foto: Carmen Wiendl

Je älter ich werde, umso offener werde ich seltsamerweise. Ich befasse mich mit mehr Stilrichtungen und höre mir Sachen an, die ich mir früher schon aus Prinzip niemals reingezogen hätte. Dadurch konnte ich meinen Horizont erweitern, neue interessante Persönlichkeiten kennenlernen und meine eigene musikalische Ausdrucksfähigkeit bereichern. Ich höre viel mehr auf meinen Bauch und weniger auf Konventionen. Dadurch konnte ich innerliche Grenzen einzureißen und Neues entdecken.

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Warum hebe ich all diese Sachen auf?

Gedanken zum Rockballast: Für Musiker Tilo G. Copperfield sind CDs und Bücher Ausdruck seiner Persönlichkeit und Entwicklung.

Zweitens: Hör auf deine Frau! Okay, das klingt jetzt ein wenig uncool für alle angehenden Rockstars da draußen, aber ich habe eine sehr tolle Frau, die sehr sehr offen und ehrlich mit mir ist. Sie möchte von tiefstem Herzen, dass es mir gut geht und gibt mir Feedback zu meiner Musik und meinem Verhalten. Das kann auch mal zu Streit führen, aber ohne diesen Kompass würde ich oft ziemlich hilflos rumschwimmen im Ozean meiner eigenen Gedankenwelt. Auch hat es mir extrem geholfen, zu mir selbst zu finden und aufzuhören, mich mit anderen zu vergleichen. Danke Julia!

Übung macht den Meister!

Drittens: Lerne aus deinen Fehlern! Jeder macht Fehler, und ich bin, ehrlich gesagt, heilfroh, dass ich sie gemacht habe. Gerade wenn du mit deiner Musik im Rampenlicht stehst, kannst du nichts verbergen. Alles wird sichtbar. Und einer perfekten Performance – wenn es sowas überhaupt gibt – geht in der Regel eine ganze Reihe von Misserfolgen voraus. Man könnte jetzt nach jedem dieser Misserfolge auch die Flinte ins Korn werfen. Meistens, weil man merkt, wie viel Arbeit man eigentlich noch reinstecken müsste.

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Der Super-GAU in der Musikschule

Nicht immer, meint Tilo G. Copperfield, tun Eltern ihren Kindern einen Gefallen, wenn sie sie zum Musik-Unterricht schicken.

Aber das bringt mich zu Erkenntnis Nummer 4: Übung macht den Meister! Wenn ich einen Ratschlag teilen kann, dann ist es der, dass man alles erreichen kann, wenn man genug Zeit und Hingabe in eine Sache steckt. Sei es Gesang, Gitarrespielen, Songwriting oder Bühnenpräsenz. Es gibt keinen Punkt, den man nicht mit Übung und Feedback hinbekommen könnte. Vorausgesetzt natürlich, man hat den langen Atem. Daran scheitert es oft, und ich weiß selbst, wie schwer es ist. Jahrelanges Üben, und man denkt irgendwie, dass nichts vorwärts geht. Aber plötzlich platzt der Knoten. Es gibt Hoffnung und die Genugtuung, die einen dann erfüllt, wenn man ein neues Level an Virtuosität oder Erkenntnis erreicht. Nur nicht aufgeben!

Unendliche Liebe zur Musik

Über alledem steht meine unendliche Liebe zur Musik. Für mich meine Hauptmotivation. Ich bin kein ausgebildeter Musiker, kann nicht vom Blatt spielen und bin auch sonst kein Virtuose. Aber ich habe meine Stimme gefunden, und diese Stimme hat sich trotz aller Widerstände ihren Weg gebahnt. In vielen von uns steckt diese Stimme. Sei es Musik, Malerei oder handwerkliches Geschick. Eine „Superpower“, die raus muss. Also: Hört 2020 auf eure innere Stimme und versucht, sie zu finden! Happy New Year vom Copperfield! P.S.: Und kauft euch einen Plattenspieler!

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Tilo und die Macht des Scheiterns

Unser Kolumnist hat sich seinen „eigenen Weg zum Traum erkämpfen müssen“. Aus Niederlagen hat er viel fürs Leben gelernt.

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