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Justiz

Viereinhalb Jahre Haft für jungen Dealer

Ein 20-Jähriger aus Bad Kötzting muss erneut ins Gefängnis. Diesmal wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung.
Von Marion von Boeselager

Der drogenabhängige junge Mann muss nun erneut für mehrere Jahre ins Gefängnis. Foto: David Ebener/dpa
Der drogenabhängige junge Mann muss nun erneut für mehrere Jahre ins Gefängnis. Foto: David Ebener/dpa

Cham.In den vergangenen Jahren war ein 20-jähriger Bad Kötztinger mehr in Haft als in Freiheit. Jetzt muss der drogenabhängige junge Mann erneut für lange Zeit in den Knast einrücken: Das Regensburger Jugendschöffengericht verurteilte ihn unter anderem wegen schwerer räuberischer Erpressung, gefährlicher Körperverletzung, unerlaubter Einfuhr und Handeltreibens mit Drogen, Bedrohung, Beleidigung, Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu einer Jugendstrafe von viereinhalb Jahren. Da der Gutachter den einschlägig vorbestraften Angeklagten als „nicht therapiewillig“ einstufte, kommt er nicht in eine Entziehungsanstalt. Der 20-Jährige hatte kein Geständnis abgelegt.

Wie unsere Zeitung berichtete, war die Mutter des Angeklagten wohl ebenfalls im Drogengeschäft tätig. Ihr schuldete ein 28-jähriger Chamer wegen eines Rauschgiftkaufs 400 Euro. Die soll der Sohn im Januar letzten Jahres gewaltsam eingetrieben haben: Er drang mit einer Totenkopfmaske vermummt und mit einem Totschläger bewaffnet in die Wohnung einer Chamerin und ihres Freundes ein.

Die Frau hatte dem Täter vorher den Tipp gegeben, dass sich der Schuldner bei ihr befinde. Der Maskierte forderte Geld und schlug mit dem Totschläger mehrfach auf den Chamer ein. Das Opfer erlitt eine Beule und Hämatome. Als Ersatz für Barschaft gab der 28-Jährige zwei Laptops in der Wohnung des Pärchens ab. Zeugen bestätigten den Überfall und outeten sich als Drogenkunden des Angeklagten.

Weiter wurde dem 20-Jährigen unter anderem zur Last gelegt, dem Barkeeper des Bahnhofslokals in Bad Kötzting grundlos einen Kopfstoß gegen die Nase versetzt, ihn geschlagen und einen Vorhang heruntergerissen zu haben. Er soll in Bad Kötzting ein Auto demoliert, und mehrere Polizeibeamte im Einsatz mit Schimpftiraden beleidigt, mit Umbringen bedroht, bespuckt, getreten und geschlagen haben. Bei den Taten hatte der Mann bis zu 2,6 Promille im Blut – trotz eines zuvor verhängten Drogen- und Alkoholverbots.

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