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Feuerwehrfest

Volles Zelt beim 125. Jubiläum der Wehr

Die Wehr Weißenregen freute sich über mehr Gäste, als erwartet worden waren. Das Theaterstück löste Begeisterungsstürme aus.
Von Alois Dachs

Mit Festgefolge und zahlreichen Ehrengästen startete die Freiwillige Feuerwehr Weißenregen zum Festzug beim 125. Gründungsfest.  Foto: Christa Rabl-Dachs
Mit Festgefolge und zahlreichen Ehrengästen startete die Freiwillige Feuerwehr Weißenregen zum Festzug beim 125. Gründungsfest. Foto: Christa Rabl-Dachs

Bad Kötzting.Ein Jubiläum, das mit einem besonderen Programm die zahlreichen Besucher begeisterte, gestaltete die FF Weißenregen am Samstag bei ihrem Festabend zum 125-jährigen Bestehen. Die „Swinging Puppets“ von Tania Schnagl, die Feuershow der Agones Panduri aus Waldmünchen, vor allem aber die „wirklichkeitsnahe“ Theateraufführung der Festspielgemeinschaft, die wahre Beifallsstürme auslöste, hielten die Stimmung hoch.

Einige der Feuerwehrverantwortlichen hatten Zweifel, ob das 740-Mann-Bierzelt ausreichen würde, als sich bei der Aufstellung zum Festzug deutlich stärkere Abordnungen von über 30 Vereinen einfanden, als ursprünglich gemeldet waren. Der Festzug startete pünktlich um 18 Uhr, angeführt von einer Reitergruppe der Familie Schillitz, begleitet von zwei Kutschen mit Ehrenmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Weißenregen, gefahren von Marina Liebl und Thomas Menacher und dem Bierwagen der Lindner-Brauerei, den Fritz Bummer lenkte. Die Blaskapelle Weißenregen mit dem Festverein an der Spitze, wurde ergänzt durch die Blaskapelle Pfeffer aus Böbrach.

Hier sehen Sie Fotos vom Jubiläumsfest:

So feierte die FF Weißenregen ihr 125. Jubiläum

So feierte die Feuerwehr Weißenregen 125.

Überwältigt vom Besuch

Die Feuerwehr Weißenregen bildete mit ihren Fahnenträgern Florian Schillitz und Anton Wieser das Ehrenspalier für die einziehenden Vereine beim Bierzelt. Am Festzug beteiligten sich auch die ehemaligen Schirmherrn und zahlreiche Stadträte unter Führung von Bürgermeister Markus Hofmann, stellvertretender Landrat Markus Müller sowie die Führungskräfte der Feuerwehr im Kreisbrandmeisterbereich, gemeinsam mit Kreisbrandrat Mike Stahl.

Auch der Nachwuchs, die Kinderfeuerwehr aus Weißenregen, feierte beim 125. Gründungsfest schon tüchtig mit.  Foto: Christa Rabl-Dachs
Auch der Nachwuchs, die Kinderfeuerwehr aus Weißenregen, feierte beim 125. Gründungsfest schon tüchtig mit. Foto: Christa Rabl-Dachs

Nach einem stimmungsvollen Auftakt mit der elf Musiker starken Blaskapelle Weißenregen zeigte sich Vorsitzender Hans Haslsteiner in seiner Begrüßungsansprache „überwältigt“ von der Resonanz auf die Einladung zum 125. Gründungsfest. Er freute sich, dass letztlich alle einen Platz gefunden hatten, auch Tische und Bänke vor dem Zelt waren voll besetzt. Haslsteiner hieß als ehemalige Schirmherrn den BRK-Präsidenten und früheren Landrat Theo Zellner, Heinrich Wieser, den früheren Bürgermeister Wolfgang Ludwig, Dr. Dieter Casaretto und Kurt Fischer besonders willkommen. Ein besonderer Gruß galt auch der FF Blaibach als Patenverein beim 65. Gründungsfest 1960, der FF Gehstorf als Patenverein beim 80. im Jahr 1974 und der FF Wettzell, Pate beim 100. Gründungsfest 1994. Die Festmutter beim 100-jährigen, Christa Weber, wurde von einigen Festdamen begleitet.

Festhöhepunkte in Weißenregen

  • Theater:

    Der absolute „Kracher“ beim Jubiläum der Feuerwehr war das von Mitgliedern der Vorstandschaft verfasste und von einer Theatergruppe der Festspielgemeinschaft aktuell überarbeitete Stück „Das Schirmherrnbitten“. Der turbulente Kurzauftritt endete mit dem von der Blaskapelle zur Musik von „Heil Dir im Siegerkranz“, als englische Nationalhymne berühmt geworden, gemeinsam gesungenen „Lang lebe Weißareng, konn ja nix Schönres gebm“. Die Festspieler revanchierten sich mit dem umjubelten Auftritt für den Parkplatzdienst, den die FF Weißenregen alljährlich beim „Winterzauber“ am Ludwigsberg leistet.

  • Puppenspiel:

    Mit Rock ‘n‘ Roll- und Hip-Hop-Auftritten begeisterten die Puppen von Tania Schnagl. Wer geglaubt hatte, ein Puppenspiel sei nicht geeignet für ein Bierzelt, musste sich hier eines Besseren belehren lassen. Dank erstklassiger Musikarrangements und jahrelang geübter Puppenspielkunst wurde selbst der rockende italienische „Putzmann“ im Stil von Adriano Celentano ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus.

„Ich danke allen, die den Weg auf den Heiligen Berg in Weißenregen gefunden haben“, sagte der Vorsitzende und erläuterte, wie das Festprogramm unter dem Motto „Klein, aber fein“ zustande kam. „Ihr habt 125 Jahre Verantwortung im Dorf Weißenregen übernommen“, lobte Bürgermeister Markus Hofmann die Feuerwehr. Ohne die Feuerwehr wäre das Dorfleben um einiges ärmer, konstatierte der Bürgermeister. Er dankte für den Dienst an der Allgemeinheit und für die alljährliche Ausrichtung des Heimatfestes. Auch wenn die Wehr vor fünf Jahren „einmal geschwächelt“ habe, sei durch Zusammenhalt wieder viel geleistet worden, lobte der Bürgermeister und übergab eine Spende an den Vorsitzenden.

Als Feuerwehr unbezahlbar

Stellvertretender Landrat Markus Müller nannte Kommandant Siegfried Raab und Vorsitzenden Hans Haslsteiner stellvertretend für die gesamte Vorstandschaft, deren Leistung Respekt fordere. Wenn heute 120 Millionen Ablösung für einen Fußballspeiler geboten würden, müsse man feststellen, „kein Mensch auf der Welt ist 120 Millionen wert. Aber als Feuerwehr seid ihr unbezahlbar, wenn ihr gebraucht werdet“, sagte der stellvertretende Landrat.

Kreisbrandrat Mike Stahl merkte an, wenn in Google „Feuerwehr“ eingegeben werde, kämen viele technische Details, „aber da kommt nichts über die Kameradschaft, die dahinter steht“. „Bei der Feuerwehr halten alle zusammen“, so der Kreisbrandrat, der sich auch über die Blasmusik der Weißenregener freute, „bei der man sich auch noch unterhalten kann. Macht weiter so und lasst es heute noch g‘scheid krachen!“, lautete sein abschließender Wunsch.

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Im „Stundentakt“ folgten dann der Auftritt von Tania Schnagl, die mit ihren „Swinging Puppets“ jung und alt begeisterte, das von den Besuchern frenetisch gefeierte Theaterstück „Das Schirmherrnbitten“ der Festspielgemeinschaft und schließlich die Feuershow von Agones Panduri. Die Wallfahrtskirche Weißenregen wurde an diesem Abend mit farbigen Scheinwerfern abwechselnd in blaues und rotes Licht getaucht.

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