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Geburtstag

Vom Ruhrpott zog es ihn in den Bayerwald

Dieter Templin feierte 80. – und auch nach 50 Jahren Ehe mit einer Bayerin sagt er: „Die Sprache kann ich immer noch nicht!“

Am Nachmittag gratulierten der OGV Runding, Bürgermeister Franz Piendl und Pfarrer Roland Böhmländer Dieter Templin zum 80. Geburtstag. Foto: cmi
Am Nachmittag gratulierten der OGV Runding, Bürgermeister Franz Piendl und Pfarrer Roland Böhmländer Dieter Templin zum 80. Geburtstag. Foto: cmi

Niederrunding.Sein Alter merkt man ihm wahrlich nicht an: Dieter Templin wurde am Mittwoch 80 Jahre. Gastfreundschaft wird bei den Templins großgeschrieben, schließlich betreiben sie in Niederrunding/Fludern ein Ferienhaus – und normalerweise wird bei ihnen im urig-gemütlichen „Zwitscherstüberl“ gefeiert und zusammengesessen.

Am Mittwoch empfingen der Jubilar und seine Ehefrau Ludmilla die Gratulanten aber in einer der insgesamt vier Ferienwohnungen. Dort beglückwünschte Bürgermeister Franz Piendl den frischgebackenen 80-Jährigen. Auch eine Abordnung des Obst- und Gartenbauvereins Runding hatte sich eingefunden, um ihm ihre Aufwartung zu machen und ihm für über 20-jährige Treue zum Verein zu danken. Seitens der evangelischen Gemeinde gratulierte Pfarrer Roland Böhmländer. Dieter Templin ist Wahlbayer, seine Wurzeln liegen im Ruhrpott und das hört man auch: „Jetzt bin ich schon an die 50 Jahre mit einer Bayerin verheiratet, aber die Sprache kann ich immer noch nicht!“.

Geboren ist er in Bochum, aufgewachsen als drittjüngstes Kind mit neun Geschwistern in einem 45-Parteienhaus. Der Vater starb zu früh und obwohl Dieter Templin damals noch recht jung war, kann er sich immer noch sehr genau an diesen prägenden Tag erinnern. Nach dem Schulabschluss erlernte er das Maurerhandwerk und wechselte danach in den Bergbau. Die Zeche bestimmte fortan sein Leben. Über den zweiten Bildungsweg wurde er Bergbauingenieur. Auch in schweren Zeiten wusste der Jubilar seine Frau, die aus Niederrunding stammt, fest an seiner Seite.

Irgendwann entschloss sich das Paar, im Heimatdorf von Ludmilla eine Ferienwohnung zu bauen, in der 1985 die ersten Gäste einzogen und von Nachbarin Therese Spannagl betreut wurden.

Im Ferienhaus schufen sich auch gleich die Templins eine Wohnung, die sie acht Jahre später, als sie beide in Ruhestand gingen, bezogen. Seither sind sie aus der „Fludern“ nicht mehr wegzudenken. Der Sohn und die beiden Töchter aus Dieters erster Ehe, die er gemeinsam mit seiner Ludmilla aufgezogen hat, leben immer noch im Ruhrgebiet und werden von ihren Eltern in den nächsten Wochen besucht.

Fit hält sich der 80-Jährige mit seinem eigenen „Fitness-Studio“, wie er seinen elfjährigen vierbeinigen Freund scherzhaft bezeichnet. Noch bis vor 25 Jahren stand Dieter Templin als Torhüter auf dem Fußballfeld, heute sieht er sich Spiele lieber am Bildschirm an, das aber gerne in Gesellschaft. Und genauso klang der runde Geburtstag aus – mit guten Freunden im Zwitscherstüberl beim Spiel Ajax Amsterdam gegen FC Bayern.

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