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Region Cham
Sonntag, 22. Juli 2018 26° 8

Wettbewerb

Von 195 Ideen fürs Handwerk beeindruckt

215 Schüler aus zehn Mittelschulen beteiligten sich im Werkunterricht am 19. Wettbewerb „Handwerk – Bau dir eine Idee“.
Von Karl Pfeilschifter

Aus einem Stück Holz fertigte ein Schüler einen Traktor an Fotos: Pfeilschifter
Aus einem Stück Holz fertigte ein Schüler einen Traktor an Fotos: Pfeilschifter

Cham.„Handwerk – Bau deine Idee!“ Bereits zum 19. Mal fand in den vergangenen Wochen diese Aktion in den Mittelschulen im Landkreis statt. 215 Schüler aus den zehn Mittelschulen beteiligten sich im Rahmen des Werk- und Technikunterrichtes mit 195 Werkstücken an diesem beliebten Wettbewerb, der von Handwerk und dem Aktionskreis Lebens- und Wirtschaftsraum Landkreis Cham unterstützt wird. Die Jury, bestehend aus Fachlehrern und Vertreter des Handwerks hatten keine leichte Aufgabe, die 195 Stücke in den Räumen der Johann-Brunner-Mittelschule in Cham, zu bewerten und daraus die Sieger zu ermitteln.

Der Wettbewerb

  • Alle Technik-Kurse

    der 9. Jahrgangsstufe können sich beteiligen

  • Die Projektausschreibung

    gingen den Schulen Anfang des Schuljahres zu. Hier waren die Bedingungen des Wettbewerbes genau beschrieben

  • Die Fertigung

    erfolgt ausschließlich mit schuleigenem Werkzeug

  • Die Maximalmaße

    sind zu beachten.

  • Die Dokumentation:

    Es wurden nur Werkstücke angenommen, die auch entsprechend dokumentiert sind!

  • Die Jury:

    Vertreter des Aktionskreises Lebens- und Wirtschaftsraum Cham, Vertreter der Kreishandwerkerschaft, Vertreter des Schulamtes, alle beteiligten Fachlehrkräfte (cft)

Um wieder mehr Schüler für das Handwerk zur begeistern und vor allem die handwerklichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu fördern, initiierten im Jahr 2000 die „Jungen Unternehmer“ in Zusammenarbeit mit den Mittelschulen im Kreis Cham diesen Wettbewerb für die 9. Jahrgangsstufen im Fachbereich Technik. Dieser Wettbewerb findet bei den Schüler großen Anklang und wird heuer bereits zum 19. Mal durchgeführt.

Viel Geschick gezeigt

Bei der ersten Jurysitzung in den Werkräumen der Johann-Brunner-Mittelschule für den 19. Wettbewerb zeigte sich Schulamtsdirektor Karl Utz über die Teilnahme aller zehn Mittelschulen im Landkreis sehr erfreut. Er stellte auch die gute, aber auch wichtige Zusammenarbeit von Wirtschaft, Handwerk und Schule heraus. Der Wettbewerb zeige, welch handwerkliche Kompetenz die Mittelschüler haben. Die abgegebenen Stücke zeigen, wie die Neuntklässler mit ihren gestellten Aufgaben wachsen und welch handwerkliches Geschick sie haben. Ein besonderes Lob zollte der Schulamtsdirektor den Lehrkräften, die sehr viel Zeit und Energie zur Unterstützung der Schüler bei diesem Wettbewerb investieren. Utz zeigte sich auch zufrieden, dass dieser Wettbewerb zur positiven Außenwirkung der Mittelschule mit beitrage und die Zahl der Mittelschüler im zunimmt. Auch die Offenheit des Bildungsweges spiele hier mit, denn mit einem Handwerksberuf und dessen Abschluss stehen alle Wege bis hin zum Studium offen. Er lobte hier auch die Lehrkräfte, welche die Vorgaben des Lehrplanes bestens umsetzen. Besonderes Lob zollte er Fachlehrer Robert Fuchs von der Brunner-Mittelschule aus Cham. Er führte alle Wettbewerbe mit Herzblut durch.

Keine leichte Aufgabe hatte die Jury, welche die besten Werkstücke aussuchen musste
Keine leichte Aufgabe hatte die Jury, welche die besten Werkstücke aussuchen musste

Gemeinsam mit den Lehrern der Schulen wurden die genauen Kriterien und Auswahl der Werkstücke und ihrer Dokumentation klar abgesteckt. Ein besonderes Augenmerk für die Lehrkräfte war, dass die Schüler bis auf Kleinigkeiten alles selbst in der Schule fertigen mussten. Schulamtsdirektor Utz betonte, dass die Mittelschulen mit diesem Wettbewerb eine gut geeignete Plattform sehen, ihr Bildungsziel der handlungsorientierten Berufsvorbereitung umzusetzen. So erhalte die mittelständische Wirtschaft, insbesondere das Handwerk frühzeitig Einblick in die Leistungsfähigkeit der Schulart und ihrer Schüler.

Kreishandwerksmeister Georg Braun war voll des Lobes über die Leistungen der Schüler, besonderen Dank zollte er den Lehrkräften und Robert Fuchs als Koordinator. Er brach zudem eine Lanze für eine Ausbildung im Handwerk. Walter Hamperl von der Wirtschaftsabteilung des Landkreises Cham ging auf die Förderung durch das Programm „MINT-Regionen in Bayern“ ein. Damit werden innovative und zukunftsweisende Bildungsprojekte gefördert. Dieser Wettbewerb habe auch mit dazu beigetragen, dass den Landkreis Cham in dieses begehrte Förderprojekt aufgenommen wurde.

Präsentation folgt noch

Bei der ersten Jurysitzung halt es nun die besten Werkstücke auszuwählen. Die Kriterien dabei waren neben der Idee, Genauigkeit und Sauberkeit der Arbeit, Materialkombinationen, Design, korrekte Planung und Dokumentation. In einer zweiten Jurysitzung in wenigen Tagen präsentieren die Schüler der ausgewählten Stücke ihre Arbeiten in einem kurzen Statement und müssen auf eventuelle Nachfragen eingehen. Die Kriterien: Nachvollziehbarkeit der Fertigungsbeschreibung, Fachsprache und auch geschicktes „Verkaufen“ der eigenen Arbeit.

Bei einer Abschlussveranstaltung am 23. Februar, in der Aula der Johann-Brunner-Mittschule in Cham werden alle Arbeiten ausgestellt und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und der Eltern die Sieger geehrt. (cft)

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