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Montag, 20. August 2018 27° 2

Natur

Von der emsigen Biene begeistert

Realschüler bekamen am Lehrbienenstand Einblicke in die Arbeit der Imker und waren von deren Einsatz beeindruckt.
Von Josef Kneitinger

  • Die Mädchen und Buben erlebten einen interessanten Vormittag am Lehrbienenstand. Fotos: rjk
  • Vor dem Schleudern durften die Schüler beim Abdeckeln mithelfen.

Roding.Der Imkerverein Roding betreibt seit Jahren eine vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit und sichert damit auch seinen Nachwuchs. Dazu gehört auch der regelmäßige Besuch von Schulklassen am Lehrbienenstand im Stadtwesten von Roding, den sich der Verein mit viel Eigenleistung geschaffen hat. Dieser beherbergt auch etliche Bienenvölker, die von den Mitgliedern gemeinsam betreut werden.

Den trockenen Biologie-Unterricht im Schulgebäude ergänzten zwei 7. Klassen der Konrad-Adenauer-Realschule mit ihren Lehrerinnen durch einen Unterrichtsgang in die freie Natur. In der Schule hatten sich die Schülerinnen und Schüler bereits vorbereitet und wussten bereits einiges über dieses nützliche Insekt und seine Bedeutung in der Natur.

Karl Fuchs und seine Frau nahmen sich Zeit, um die Schulklassen zu informieren. Zunächst hörten diese einiges über die Zusammensetzung eines Bienenvolkes und die Bienenprodukte. Die Kinder staunten nicht schlecht, als ihnen Fuchs erzählte, dass im Sommer bis zu 50 000 Bienen in einem Stock leben, im Winter nur 5000 bis 8000.

Fuchs gab Einblick in die artgerechte Bienenhaltung, in das Leben der Arbeiterinnen, der Drohnen und der Königin, aus denen ein Bienenstaat besteht.

Im Bienenstock gibt es eine klare Arbeitsverteilung für jeden der drei Bienentypen. Die Mehrheit der im Volk lebenden Bienen bilden die fleißigen Arbeiterinnen.

Die Königin, die für den Nachwuchs zuständig ist, legt täglich bis zu 2000 Eier und lebt drei bis fünf Jahre. Sie wird von ihrem Hofstaat mit Gelee Royale gefüttert.

Wie reich der Honigertrag ausfällt, hängt auch von den Pflanzen ab. Auch ein Schutzanzug und eine Imkerpfeife (Smooker) seien ratsam, da Rauch die Bienen beruhigt.

Auch erklärte Fuchs den Schülerinnen und Schülern den Unterschied zwischen Biene, Wespe und Hornisse. Zwischendurch stellten die Schülerinnen und Schüler immer wieder Fragen, die von Fuchs gerne beantwortet wurden.

Aber wie schmeckt denn nun der süße Honig? Die Kinder durften mithelfen beim Entdeckeln der Waben. Beim Schleudern durften die Schüler dann selbst Hand anlegen und mitverfolgen, wie der Honig in einem Behälter fließt.

„Mmm. ist der süß“, so die einheilige Meinung der Mädchen und Buben. Die Honigbrote waren schon zubereitet und ihnen wurde eifrig zugesprochen.

Die Mädchen und Buben waren sich einig, einen interessanten Vormittag direkt am Lernort Natur erlebt zu haben. Deshalb galt ein besonderer Dank Karl Fuchs. Dieser wiederum freute sich über das Interesse und überreichte ihnen zwei Gläser Honig.

Hiermit werden Honigbrote geschmiert und verkauft. Der Erlös hiervon und von weiteren Maßnahmen und Veranstaltungen fließt in eine „Umweltkasse“, berichtete Lehrerin Myriam Rödl.

Am Ende des Schuljahres wollen die Abschlussklassen mit einem Teil des Geldes Bäume und Sträucher pflanzen.

Geschichte: Die Honigbiene gibt es seit 40 Millionen Jahren auf der Erde. Sie ist nicht nur überlebenswichtig für Mensch und Natur, sondern auch ein sehr facettenreiches und faszinierendes Nutztier.

Infos: Fuchs erklärte den Unterschied zwischen Blüten-, Misch- und Waldhonig sowie die Gewinnung, zudem, dass Honig bei richtiger Lagerung mehrere Jahre aufbewahrt werden kann.

Die Honigbiene

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