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Musikantenstadl

Von Goiß bis Kaiserschmarrn

Musikfreunde aus der Region spielten an Tag zwei zum „rudL“-Jubiläum mit guter Volksmusik auf.
Holder Hierl

Cham.Die Nacht von Freitag auf Samstag war für die „Musikfreunde rund um den Lamberg“, besser bekannt unter dem Kürzel „rudL“, recht kurz, denn beim Musikantenstadl zum 15-jährigen Vereinsbestehen beim Stelzer Andreas in Ried am Sand wurde am ersten Abend mit befreundeten Musikern aus dem Osttiroler Iseltal lange musiziert und am Samstag ging’s nach dem Frühstück gleich weiter und die Musiker spielten den ganzen Nachmittag auf.

Ein wenig angeschlagen wirkten sie schon, die Mitglieder des Jubelvereins, die das ganze Fest über in irgendwelchen Arbeiten eingespannt waren, aber sich weiterhin voller Leidenschaft für ihre Leidenschaft, die Volksmusik, einsetzten. Und dafür gaben sie alles an diesem Wochenende, das am Samstag vor allem von Blasmusik geprägt war, aufgelockert durch die beiden jungen „Hohenbogen-Goiß“, die mit eigenen Liedern mindestens so glänzten wie mit solchen anderer Gesangsgruppen.

Doch den Anfang machte die noch nicht so lange bestehende Gruppe „Hamma ned“, wobei der Name der Combo schon ein wenig irreführend ist. Denn „hamma ned“ gibt’s beim breiten Repertoire der fünf jungen Burschen kaum, die ham fast alles drauf, wie der Weber Bene, Moderator des Abends und später als Musiker selber aktiv, feststellte. Beim „rudL“-Musikantenstadl in der Stelzer-Halle jedenfalls bevorzugten sie klassische bayerisch-böhmische Blasmusik, die sie mit bestem Gefühl für die jeweiligen Stücke präsentierten. Und wenn’s erforderlich ist, wie beim Wunsch des „Edelfans“ Anna, der Polka „Rosamunde“, dann wird auch passend gesungen. Und so war die Stimmung in der Halle, im angebauten Zelt und draußen an den Stehtischen wunderbar aufgebaut.

Tauflisch gut aufgespielt

In der Umbauphase auf der Bühne sorgte der Weber Bene mit ein paar Witzen für viele Lacher bei den Zuhörern, bevor er dann selber als Musiker gefragt war. Denn zusammen mit seinen Brüdern Tobias (Akkordeon, Gesang) und Dominik (Zupfgitarre, Gesang), mit Lorenz Karl an der Tuba bzw. der Bassgitarre und Simon Luger am Bariton trat er nun unter dem Namen „Sparifankerl-Musik“ – „früher als die „Quertreiber“ bekannt – auf die Bühne und spielte mit seinen Musikerkameraden teuflisch gut auf. Und wenn die Musiker auch Hard-Rock oder Partymusik können, so blieben sie an diesem Abend zum Glück fürs Publikum bei der bodenständigen Wirtshaus- und Danzlmusik. Und das mit großer Musikalität und Begeisterung, auch wenn man es ihnen äußerlich nicht ansieht. Aber man hört es, dass sie hinter ihrer Musik stehen.

Weiter ging es mit der „Sparifankerl-Muse“ und der „Schankkellner-Polka“ als Dank an alle fleißigen Helfer rund ums Fest. Mehr den Bene mit dem Flügelhorn beanspruchte der „Hochachtungsmarsch“, den die fünf mit hoher Achtung spielen wollten, wie der Bene versprach. Respekt für ihre musikalische Leistung hatten sie sich allemal damit verdient.

„De zwoa san beide blond, aber net bled“, kündigte der Bene das Duo „Hohenbogen-Goiß“ an und versprach, dass sie hochmusikalisch seien. Das zeigte sich schon beim ersten Lied, „Ein musikalischer Blumenstrauß“, das sie fast professionell vortrugen, wobei die jüngere Alica Sopran sang und Selina sie im Alt präzise begleitete.

Hohenbogen-Goiß und der Opa

„Unser Opa“ war dem „größten Fan“ der beiden gewidmet und der Opa war auch in Ried am Sand dabei. So ist es nicht verwunderlich, dass sie beim „Alpen-Grand-Prix“ in Südtirol einen zweiten Preis gemacht haben. „Owa oschaffa dou i“ war ihr Lied dabei, und das glaubt man den beiden gleich, so selbstbewusst, wie sie auftreten.

Es kam nun die „Kapelle Kaiserschmarrn“, zehn voglwuide Leit aus der Wörther Gegend, die mit einem schneidigen Marsch in die Halle marschierten und sich gleich unter das Volk mischten, auf Bänke oder gar Tische stiegen oder sich in den Gängen in Grüppchen zusammenrotteten und einfach mit Herzenslust beste Wirtshausmusik spielten und dabei auch aus vollem Halse sangen. Da war das Publikum gleich von Anfang an mitgerissen und sang mit, soweit es den Text konnte, oder klatschte im Takt. (chi)

Dank an die Macher

  • Präsente:

    Er hatte Blumen für die Gattinnen der beiden dabei und für diese selber Bschoad-Taschen als Dank für ihre großartige Unterstützung des Musikantenstadls.

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