MyMz
Anzeige

Unterhaltung

Von Lügen und Liebschaften

Das Theaterstück „Die zauberhafte Glaskugel“ vom Verein D’Eckstoana hatte Premiere. Das Publikum war begeistert.
Helga Brandl

  • Auf der Bühne geht es hoch her: Gerlinde ist in dieser Szene überwältigt von der Zauberkunst der angeblichen Wahrsagerinnen. Foto: Helga Brandl
  • Für Veronika ist Wasserdampf ein probates Mittel Foto: Helga Brandl

Neukirchen b Hl Blut.Raffinierte Weibsbilder, ein gieriger Bürgermeister, liebestolle Dorfbewohner sowie ein Schuss Aberglaube und Hokuspokus gehen beim diesjährigen Theaterstück des Trachtenvereins D’Eckstoana unter dem Titel „Die zauberhafte Glaskugel“ eine Symbiose ein und verschmolzen am Premierenabend zu einer Komödie mit Esprit und Humor.

Theaterleiter Alois Dengscherz hieß neben den Theaterfreunden auch die Vereinsabordnungen sowie auswärtige Theatergruppen willkommen und richtete seinen Dank an Josef Hastreiter für die Überlassung der Räumlichkeiten, die Tankstelle Baierl für den Kartenvorverkauf und an alle Helfer vor und hinter der Bühne. Dengscherz verwies auf eine magische Glashalbkugel, die zusammen mit einem multifunktionalen Tisch das Zentrum der Bühnenausstattung bildete. Christa Buchberger verlieh in der Maske den Akteuren die nötige Optik, bevor die Komödie in drei Akten –geschrieben von Beate Irmisch – starten konnte.

Langsam öffnete „Studiotechniker“ Josef Geiger den schweren Bühnenvorhang, nachdem Irene Weber sich im Souffleurkasten eingerichtet hatte. Ein alter Bauwagen am Ortsrand ist Schauplatz des überaus turbulenten Geschehens, in dem es um Lügen, Halbwahrheiten, verborgene Liebschaften oder auch um uneheliche Kinder geht. Doch was hat es mit der geheimnisvollen Glaskugel auf sich, die von den beiden verschrobenen Schwestern Lina (Martina Neumaier) und Veronika Schick (Diana Pritzl) argwöhnisch überwacht wird, in der Hoffnung auf das schnelle Geld? Sehnsüchtig warten sie auf den einfältigen Briefträger Heini Klein (Matthias Hornig), der seine schwere Posttasche gelegentlich bei den beiden „Wahrsagerinnen“ abstellt, womit das Verhängnis seinen üblen Lauf nimmt. Flugs öffnen die beiden intriganten Schwestern die Briefe des kurzzeitig abwesenden gutmütigen Postboten. Ihre Neugierde artet aus, als dunkle Seiten des Bürgermeisters Helmut Gierig (Alois Dengscherz) offenkundig werden. Nicht nur, dass er Alimente für ein uneheliches Kind bezahlen muss, auch scheint er in dubiose Machenschaften verstrickt zu sein. All das ist Wasser auf die Mühlen der beiden Tratschtanten, die jetzt das große Geld wittern. Inzwischen stürmt der ältliche Casanova Georg Kappl (Hans-Peter Kaiser), fast wahnsinnig vom Juckreiz, die Szenerie. Die clevere Lina hatte ihm gegen seinen Haarausfall eine Tinktur gemixt, die den Ärmsten später wie einen Außerirdischen aussehen ließ. Uns so spinnt sich die turbulente Handlung vor. Ob es nach all diesen Verwirrungen und Geheimnissen ein Happy End gibt, sei nicht verraten.

Glücklich war aber auf jeden Fall das Publikum ob dieser großen Theaterkultur. Für die letzte Vorstellung am kommenden Sonntag sind noch wenige Restplätze frei. Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchte, hat die Möglichkeit, sich Karten im Vorverkauf bei der Tankstelle Baierl (Neukirchen b. Hl. Blut) unter Tel. (0 99 47) 10 03 zu sichern. Beginn der Aufführung ist um 19.30 Uhr im ehemaligen Jugendheim (Krankenhausstraße 4). (kbr)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht