MyMz
Anzeige

Vor der Messe bitte anrufen

Gottesdienste in Zeiten von Corona: Wer am Sonntagsgottesdienst teilnehmen will, muss sich zuvor anmelden.
Von Günther Hofmann

  • Mindestens bis September müssen die Kommunionkinder auf ihren ersten Gang zum Altar warten. Das Bild wurde noch vor der Corona-Pandemie aufgenommen. Fotos: Günther Hofmann
  • Wo die Gläubigen sitzen dürfen, ist deutlich gekennzeichnet.

Rötz.Es gibt Lockerungen in der Corona-Krise. Diese betrifft auch die Abhaltung von öffentlichen Gottesdiensten. Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko hat nun bei einem Pressegespräch Hinweise für die Pfarreiengemeinschaft Rötz-Heinrichskirchen gegeben. Mit der wichtigste Punkt ist dabei, dass man sich für die Gottesdienste telefonisch anmelden soll.

Der Rötzer Priester ist froh, dass er nun wieder mit der Gemeinde Eucharistie feiern kann, wenn auch nur in sehr beschränktem Umfang. Folgende Regeln gelten ab sofort: Alle Gottesdienstteilnehmer tragen Mund-Nase-Bedeckung, auch im Freien (mit Ausnahme des Priesters, der Lektoren, die gerade einen Text vortragen, sowie der Gläubigen beim Empfang der Kommunion).

Sitzplätze sind markiert

In der Kirche oder bei den Open-Air-Gottesdiensten gilt ein Mindestabstand von zwei Metern. Die Sitzplätze und Gehwege sind in der Kirche markiert. Das bedeutet, dass in der Kirche die Anzahl der Sitzplätze beschränkt sind. An Sonntagen oder an Festen sollte man sich telefonisch anmelden – in Rötz von Freitag, 12 Uhr, bis Samstag, 12 Uhr, unter der Nummer 0176-73 38 80 18 und in Heinrichskirchen am Freitag von 17.30 bis 20.30 Uhr unter 0157-58 57 61 77.

Die Sonntagsgottesdienste werden grundsätzlich im Freien abgehalten (höchstens 50 Teilnehmer). Wichtig ist: Wenn die Gottesdienstbesucher an unspezifischen Allgemeinsymptomen leiden, Fieber oder Atemwegsprobleme haben, infiziert oder unter Quarantäne gestellt sind oder in den letzten vierzehn Tagen vor Anmeldung Kontakt zu einem bestätigten an Covid-19 Erkrankten gehabt haben, können sie am Gottesdienst nicht teilnehmen.

Entgegen vorheriger Meldungen müssen keine eigenen Stühle mitgebracht werden, jedoch das eigene Gotteslob. Der Zugang zur Kirche bei den Gottesdiensten ist auch klar geregelt. Die Kirchentüren sind offen fixiert, so dass sie zum Betreten der Kirche nicht berührt werden müssen. In Rötz ist Eingang auf der Südseite, Ausgang auf der Nordseite. Auch beim Verlassen ist auf gebührenden Abstand nach allen Richtungen zu achten.

Für die Kollekte sind Körbchen aufgestellt. Der Friedensgruß per Hand entfällt bis auf weiteres. Die Hostienschale ist mit einem Deckel bedeckt. Kommunion teilt nur der Pfarrer aus: Er desinfiziert die Hände noch einmal und legt die Schutzmaske und Einweghandschuhe an. Die Kommunionspendung erfolgt mit größtmöglichem Abstand. Der Priester sagt nicht „Der Leib Christi“ und die Gläubigen antworten nicht mit „Amen“. Alles geschieht im Stillen. Es gibt keine Mundkommunion! Statt der physischen wird die geistige Kommunion empfohlen.

Firmung erst im nächsten Jahr

Auch zur Feier weiterer Sakramente und Gottesdienste gibt es Hinweise: Taufen sind im engen Familienkreis möglich. Die Firmung wird auf 2021 verschoben und die Erstkommunion findet auf keinen Fall vor dem 31. August statt. Für eine Trauung im engen Familien- und Freundeskreis gelten die gleichen Regeln. Eine Beichte ist nach Absprache mit Bewahrung der hygienischen Auflagen möglich. Krankensalbung/Krankenkommunion ist möglich. Der Priester muss zum eigenen Schutz und zum Schutz des Kranken Schutzkleidung, Mund-Nase-Bedeckung und Handschuhe tragen und ausreichenden Abstand wahren. Dies ist aber nur im Notfall durzuführen. Für Bestattungen gelten die staatlichen Vorschriften des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege in der Mitteilung vom 23. April 2020 an die Bestatter. Danach dürfen bei Bestattungen nur der engste Familienkreis (maximal 15 Personen), Bestattungsmitarbeiter und ein Geistlicher teilnehmen. Das Fronleichnamsfest, Bittgänge und Flurumgänge finden ohne Prozessionen statt. Nur der Gottesdienst mit Aussetzung des Allerheiligsten mit anschließendem Segen mit der Monstranz wird gefeiert.

Dass man sich erst wieder an die Gottesdienste unter Auflagen gewöhnen muss, zeigte sich beim ersten Gottesdienst in Pillmersried. Nur wenige Gläubige nutzten die Gelegenheit und auch niemand wollte die Kommunion empfangen. In der Gesellschaft ist der Virus voll angekommen und eine gewisse Angst spielt auch eine Rolle, was auch mehr als verständlich ist. Aber die langsame Rückkehr zu einer Normalität wird von der Politik gewünscht und ist auch wichtig.

Organisatorisches

  • Anmeldung:

    An Sonntagen oder an Festen sollte man sich telefonisch anmelden, wenn man an einem Gottesdienst teilnehmen möchte. In Rötz ist das möglich von Freitag, 12 Uhr, bis Samstag, 12 Uhr, unter der Nummer 0176-73 38 80 18. In Heinrichskirchen ist eine Anmeldung am Freitag von 17.30 bis 20.30 Uhr möglich unter der Nummer 0157-58 57 61 77.

  • Geschlossen:

    An diesem Wochenende ist die Rötzer Stadtpfarrkirche St. Martin am Samstag und Sonntag wegen des Einölens des Holzfußbodens geschlossen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht