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Bildung

Vorlesetag an der Grundschule

Texte zu verstehen, ist eine wichtige

Rita Aschenbrenner war eine der Lesepaten. Sie erläuterte den Schülern auch Begriffe aus dem bairischen Dialekt. Foto: probst
Rita Aschenbrenner war eine der Lesepaten. Sie erläuterte den Schülern auch Begriffe aus dem bairischen Dialekt. Foto: probst

Drachselsried.Jeweils am dritten Freitag im November findet der bundesweite Vorlesetag auf Initiative der Wochenzeitung Die Zeit, der Deutsche Bahn Stiftung und der Stiftung Lesen statt. Auch die Grundschule Drachselsried beteiligte sich an der Aktion und hatte dabei Unterstützung von der Bücherei, die mit vier Lesepaten – inklusive Bürgermeister Hans Hutter – in die Klassen kamen und den Kindern spannende Geschichten vorlasen oder Rätsel aufgaben.

Vorlesen ist bei den Kindern auch im Grundschulalter noch interessant und wichtig, obwohl sie sich selbst, auch dank des Leseförderprogramms Antolin, schon zu guten Lesern entwickelt haben. Vorlesen hat nach Aussage von Experten einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Kinder, diese Erkenntnis konnte über Studien gewonnen werden. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, verfügen über einen größeren Wortschatz und haben selbst mehr Freude am Lesen. Deshalb nutzen sowohl Schule als auch die Bücherei jede Gelegenheit, die Fähigkeiten der Schüler im Lesen zu fördern.

Die vier Lesepaten hatten sich am Vorlesetag altersgerechte Lektüren ausgesucht und sie zu ihrem Einsatz an der Grundschule mitgebracht. Mit Spannung verfolgten die Schüler die Geschichten, beteiligten sich an den Rätseln sowie dem Erzähltheater mit großem Eifer.

Zauberreifen als Eintrittstor

Die erste Klasse besuchte Nicole Geiger vom Büchereiteam, sie hatte ein Erzähltheater mit dem Titel „Ein Feuerwerk für den Fuchs“ aus der Bücherreihe Pettersson und Findus mitgebracht und daraus vorgelesen. Zuerst durchschritten die Kinder einen Zauberreifen, um in die Geschichte hineinzukommen. Danach bildeten die ABC-Schützen einen Kreis und in die Mitte legte Nicole Geiger die Bilder zur Geschichte. Zu den einzelnen Textpassagen suchten die Schüler die passenden Bildvorlagen und ordneten sie im Erzähltheater ein. Am Ende durften die Kinder die Bilder der Reihe nach an einer Schnur befestigen und Nicole Geiger überließ sie ihnen für den Unterricht.

Mehrere Bücher mit Vampirgeschichten hatte Karin Hütsch zur Auswahl in die zweite Klasse mitgebracht. Schließlich hörten die Schüler schaurige Geschichten zum Gruseln und Lachen. Gespannt und aufmerksam lauschten die Kinder den Erzählungen und so manches von ihnen war ergriffen, wenn es gar so gruselig zuging.

Lesepatin Rita Aschenbrenner las in der dritten Klasse aus „Das Super-Leselöwen-Gruselbuch“, auch ihr lauschten die Kinder mit großer Aufmerksamkeit und schauten gespannt in Richtung Lesepatin, wenn sie mit tiefer Stimme einzelne Textpassagen vorlas. Zusätzlich hatte Rita Aschenbrenner den Kindern Begriffe aus dem bairschen Dialekt mitgebracht. Einige von ihnen konnten die Wörter auch zuordnen. Zum Abschluss ihrer Vorlesestunde trug sie noch Gstanzl vor.

Das kaputte Internet

Bürgermeister Hans Hutter besuchte die vierte Klasse, und das Thema Internet bestimmte die Vorlesestunde. In seiner mitgebrachten Geschichte wurde die Oma für das kaputte Internet verantwortlich gemacht, und es stellte sich heraus, was ohne Internet alles nicht mehr möglich ist. Aber etwas Gutes hatte das Problem mit dem kaputten Internet, auf einmal hatten alle sehr viel Zeit und die Figuren in der Geschichte entdeckten neue Freizeitbeschäftigungen. Die witzige Geschichte gefiel den Schülern sehr gut, und als Zugabe las der Bürgermeister noch aus den schönsten Geschichten vom Franz vor. (kgi)

Aktion mit Weitblick

  • Erfolg

    : Schülern, Lehrern und auch den Lesepaten gefiel die außerordentliche Unterrichtsstunde. Alle waren sich einig, dass es eine Wiederholung geben sollte.

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