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Tiefenbach

Vorsorge ist in jedem Alter wertvoll

Für den Start seiner Bedarfsanalyse über Prävention in der Gemeinde Tiefenbach nutzte der

Gesundheitsbotschafter Nikolaus Scherr im Gespräch mit Hausärztin Dr. Birgitt WeinholdFoto: wik
Gesundheitsbotschafter Nikolaus Scherr im Gespräch mit Hausärztin Dr. Birgitt WeinholdFoto: wik

Tiefenbach.Gesundheitsbotschafter Nikolaus Scherr das gesammelte Wissen der Allgemeinärztin Dr. B. Weinhold, um über die häufigsten „Weh-Wehchen“ der Bevölkerung im Bilde zu sein. Überraschenderweise gibt es hier auf dem Land keine anderen Krankheiten zu behandeln wie in den Städten, gab die Ärztin zu bedenken. Auf einen Bonus für die gute Luft braucht sich also keiner zu verlassen. Auch hier heißt es Vorsorge zu treffen und dies kann in jedem Alter wertvoll sein.

Scherrs Frage nach den häufigsten Krankheitsbildern und Beschwerden von den Kindern bis zu den Senioren konnte Dr. Weinhold ganz konkret beantworten. Infekte der oberen Atemwege und die Bronchitis spielen bei den Kindern eine wesentliche Rolle. An Verletzungen stehen die Gelenke durch den hohen Bewegungsdrang der Kinder ganz oben. Ähnlich sieht es bei den Jugendlichen aus, wobei hier vermehrt Allergien zu verzeichnen sind und laut Weinhold die Laktoseintoleranz auf dem Vormarsch ist.

Bei den mittleren Altersstufen von 20 bis 50 Jahren machen Stoffwechselprobleme, am bekanntesten die Zuckerkrankheit Diabetes, und orthopädische Probleme den Menschen zu schaffen. Zudem ist in der ganzen Oberpfalz die Vergrößerung der Schilddrüse – der Kropf – ein Problem, dem vorgebeugt werden kann. Prävention ist ebenso im höheren Alter noch sinnvoll, denn hier häufen sich oftmals viele verschiedene Krankheitsbilder bis hin zu multiplen Organschäden.

Was nicht nur Scherr interessiert: Was kann der Einzelne tun, um gesund und fit zu bleiben? Die Hausärztin aus Tiefenbach spricht es offen aus. Kinder müssen sich bewegen und dies am besten an der frischen Luft. Sonnenlicht hilft bei der Bildung des Vitamin D. Dazu kommt eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Gesundheit-Checks. Hier treten immer wieder Bluthochdruck oder Diabeteserkrankungen zu Tage, die sonst unerkannt bleiben. Ein großes Präventionsthema sind Impfungen. Die heute empfohlenen Impfungen mit den modernen Impfseren werden sehr gut vertragen. Dr. Weinhold trifft jedoch in ihrer Praxis auf erbitterte Impfgegner, die selbst die obligatorische Wundstarrkrampfschutzimpfung verweigern. Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung sieht Weinhold bei der Zecken- und der Grippeschutzimpfung.

Was wünscht sich die Ärztin in Tiefenbach in medizinischer Hinsicht? Spiel- und Bewegungsplätze nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Dazu einen offenen Treffpunkt für Senioren, der die beste Prävention für psychische Erkrankungen darstellt. Die früher selbstverständliche Gesundheitserziehung von den Eltern auf die Kinder ist laut Weinhold heute abhandengekommen. Die Selbsthilfe bei Erkältungskrankheiten wie das Inhalieren wird oft erst auf Anweisung des Arztes angewandt. (wik)

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