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Engagement

Waldbühne: Kein Sommernachtsfest mehr

Die Spielgemeinschaft aus Furth im Wald nennt vor allem die schwachen Besucherzahlen als Grund für die Entscheidung.

48 der 164 Mitglieder der Spielgemeinschaft Waldbühne sind Kinder und Jugendliche, über deren Betreuung Sonja Späth (rechts) berichtete. Fotos: fer
48 der 164 Mitglieder der Spielgemeinschaft Waldbühne sind Kinder und Jugendliche, über deren Betreuung Sonja Späth (rechts) berichtete. Fotos: fer

Furth im Wald.Als „hervorragenden kulturellen Botschafter der Stadt“ bezeichnete 3. Bürgermeister Franz Former die Spielgemeinschaft Waldbühne. Bei der Jahresversammlung am Freitag in der Sportgaststätte an der Wutzmühle zog die Waldbühne Bilanz und Spielleiter sowie Vorsitzender Max Schmatz blickte zufrieden auf Winter- und Sommersaison. Bei der Begrüßung freute sich der Vorsitzende über die vielen Kinder und Jugendlichen, die zur Jahresversammlung gekommen waren.

Zufriedenstellende Saison

In seinem Jahresbericht über das vergangene Spieljahr 2017 merkte Schmatz an, dass diese Saison eigentlich schon im Juli 2016 mit der Auswahl der Stücke „Peter Pan“ und „Pippi im Taka Tuka Land“ begonnen habe. Im Oktober seien dann die Prospekte gedruckt worden und im Dezember begann der Vorverkauf. Ebenfalls noch im Dezember trafen sich die Akteure des Volkstheaters für das Stück „Wenn’s lafft, lafft’s“. 28 Proben fanden statt. Das Stück selber wurde ein voller Erfolg. Sowohl die fünf regulären Aufführungen als auch die, der großen Nachfrage wegen organisierten Zusatzaufführung waren ausverkauft.

Geehrt: Mit Treueurkunden ausgezeichnet wurden Eleonora Minailo (fünf Jahre), Marietta D’Aquila, Marie D’Aquila, Antonia Altmann, Werner Altmann, Adelia Bernhardt, Steffi Schneider, Thomas Korherr (zehn Jahre), Andres Schneider (15 Jahre), Alfred Thiel, Georg Ruhland (20 Jahre), Sandra Kleber, Gerhard Kastner, Petra Korherr, Martin Schneider (25 Jahre). Fotos: fer
Geehrt: Mit Treueurkunden ausgezeichnet wurden Eleonora Minailo (fünf Jahre), Marietta D’Aquila, Marie D’Aquila, Antonia Altmann, Werner Altmann, Adelia Bernhardt, Steffi Schneider, Thomas Korherr (zehn Jahre), Andres Schneider (15 Jahre), Alfred Thiel, Georg Ruhland (20 Jahre), Sandra Kleber, Gerhard Kastner, Petra Korherr, Martin Schneider (25 Jahre). Fotos: fer

Kaum war die Wintersaison mit dem Volkstheaterstück im Kolpinghaus vorbei, begannen im März schon die Vorbereitungen für die Freiluftsaison im Sommer auf der Waldbühne. Gespielt wurden die Stücke „Peter Pan“ und „Pippi im Taka Tuka Land“. In 48 Proben wurde der Grundstein für die hohe schauspielerische Qualität auf der Waldbühne gelegt. „Nachdem zunächst große Hitze die Waldbühnenaufführungen beeinträchtigten, machten uns in der Folgezeit Unwetterwarnungen und schlechte Wetterprognosen zu schaffen“, erinnerte Schmatz an die Wetterkapriolen in der vergangenen Spielzeit. Trotz aller Widrigkeiten kamen spontan Besucher, so dass die Waldbühne „mit einem blauen Auge davonkam“ und mit der Saison zufrieden sein könne, so das Fazit des Spielleiters. Das fünfte Sommernachtsfest war 2017 das letzte, gab Schmatz bekannt. Neben den durchweg roten Zahlen, die jeweils zu verzeichnen waren, sei auch die ohnehin schon sehr hohe Belastung aller Mitwirkenden ein Grund für diesen Schritt gewesen. Ein voller Erfolg war dagegen wieder das Kinderfest auf der Waldbühne. Als Highlight erwies sich dabei einmal mehr die Drehleiter, mit der die Further Feuerwehr beim Kinderfest präsent war.

Mit dem Volkstheaterstück „Wenn’s lafft, lafft’s“ war die Spielgemeinschaft Waldbühne im Frühjahr 2017 bereits zum insgesamt achtzehnten Mal in Folge in die österreichische Partnergemeinde Furth bei Göttweig gefahren. Mit einem weiteren Gastspiel im Herbst, mit dem Stück „Pippi im Taka Tuka Land“, unterstrichen die Waldbühnenspieler ihre enge Verbundenheit zu den Freunden in der Partnergemeinde. Krönender Abschluss des Jahres war wieder die Waldweihnacht auf der Waldbühne mit vielen Besuchern. Jugendleiterin Kordula Sturm und Sonja Späth hatten gemeinsam mit ihren Helfern und Schützlingen ein kurzweiliges Programm vorbereitet. „Unser 12. Further Christkindl, das von Adelina Bernhardt in exzellenter Weise dargestellt wurde, war auch im Further BRK-Pflegeheim, beim Altennachmittag in Gleißenberg und in der Kinderkrippe Arche Noah zu Gast“, berichtete Schmatz.

Das „Einzugsgebiet“ der Further Waldbühne reiche weit über die Landkreisgrenzen hinaus. „Wir sind dadurch zu einem kulturellen Botschafter unserer Stadt geworden und tragen wesentlich zum Erfolg des „Further Kultursommers“ bei, stellte der Vorsitzende fest.

Über 6000 Stunden Ehrenamt

Über 6000 Stunden ehrenamtliches Engagement haben die Mitglieder dabei geleistet. Mit der Information, dass die Spielgemeinschaft Waldbühne derzeit 164 Mitglieder habe, schloss Schmatz seinen Jahresbericht. Sonja Späth berichtete über die vielfältigen Aktivitäten der Jugendgruppe mit zwölf Kindern bis zwölf Jahre und 36 Jugendlichen bis 18 Jahre. Der Vorsitzende dankte der Jugendleiterin Kordula Sturm und ihrem Team für das Engagement in der Jugendarbeit. Sein besonderer Dank galt an diesem Abend Sonja Späth, die nach sechs Jahren aus der Jugendarbeit ausscheidet.

Der Vorstand: Diese Mannschaft stellte die Weichen für die großartigen Erfolge der Further Waldbühne (von links): Sonja Späth (Jugendarbeit), Kordula Sturm (Jugendleiterin), Anja Klier (Schriftführerin), Martin Schneider (zweiter Vorsitzender), 3. Bürgermeister Franz Former (Ehrengast), Max Schmatz (1. Vorsitzender und Spielleiter) und Evi Wilhelm (Kassier).   Fotos: fer
Der Vorstand: Diese Mannschaft stellte die Weichen für die großartigen Erfolge der Further Waldbühne (von links): Sonja Späth (Jugendarbeit), Kordula Sturm (Jugendleiterin), Anja Klier (Schriftführerin), Martin Schneider (zweiter Vorsitzender), 3. Bürgermeister Franz Former (Ehrengast), Max Schmatz (1. Vorsitzender und Spielleiter) und Evi Wilhelm (Kassier). Fotos: fer

In seinem Grußwort zeigte sich Bürgermeister Franz Former sehr angetan von der großen Zahl junger Menschen bei der Jahresversammlung. Die Spielgemeinschaft Waldbühne sei ein hervorragender kultureller Botschafter der Stadt weit über die Landkreisgrenzen hinaus. Er bezeichnete die Waldbühne als Lehrbetrieb für Theater, der die Basis für Theaterspielen auf hohem Niveau schaffe. Former dankte allen, die auf der Bühne und hinter den Kulissen dazu beitragen, die Waldbühne zu einem so hervorragenden Aushängeschild für Furth im Wald zu machen.

Gemeinsam mit Bürgermeister Former ehrte Vorsitzender Schmatz dann langjährige Mitglieder. Der Vorverkauf für die Sommersaison mit insgesamt 24 Aufführungen läuft mit 7097 verkauften Karten (Vorjahr 6503) bereits sehr gut. Auf dem Spielplan steht heuer das Stück „Tabaluga und das verschenkte Glück“. „Das Dschungelbuch“ und „Pippi im Taka Tuka Land“ sind die weiteren Stücke im Programm. (fer)

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