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Grafenwiesen

Waldgau fuhr zur Feier der Verfassung

Zum Doppeljubiläum Freistaat und Verfassung fuhr der Waldgau mit einer Abordnung zum Festakt nach Gaibach.

Die Waldgau-Abordnung an der Konstitutionssäule von 1818 im Gaibacher Schlosspark. Foto: krp
Die Waldgau-Abordnung an der Konstitutionssäule von 1818 im Gaibacher Schlosspark. Foto: krp

Grafenwiesen.Mit einem großen Festtag und unter Beteiligung von Gästen aus ganz Bayern wurden in Gaibach (Stadt Volkach/Landkreis Kitzingen) die Jubiläen „200 Jahre Verfassungsstaat Bayern“ und „100 Jahre Freistaat Bayern“ gefeiert. Eingeladen dazu hatte die Bayerische Staatsregierung, der Bayerische Landtag sowie die Bayerische Einigung/Bayerische Volksstiftung. Auserwählter Ort war die Konstitutionssäule im 530-Einwohner-Ort Gaibach. In den Jahren 1821 bis 1828 ließ Franz Erwein von Schönborn die Konstitutionssäule nach Plänen des Baumeisters Leo von Klenze nach dem Vorbild der Trajanssäule in Rom auf dem Sonnenhügel im Gaibacher Schlosspark bauen – zu Ehren der bayerischen Verfassung von 1818. Unter den Vertretern der zur Jubiläumsfeier eingeladenen bayerischen Stämme befand sich auch eine Abordnung des Bayerischen Waldgaues.

Die beiden Gauvorsitzenden Andreas Tax (D’Teisnachtaler Ruhmannsfelden) und Adolf Breu (Regentaler Grafenwiesen) sowie Gauvolkstanzreferent Eugen Sterl (Gotthardsbergler Kirchberg i. Wald) und Schriftführerin Regina Pfeffer (Regentaler Grafenwiesen) hatten es sich nicht nehmen lassen, die dreistündige Anreise nach Unterfranken anzutreten, um den Gau würdig zu repräsentieren. Zur anwesenden Politprominenz gehörten Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der eine Festrede hielt („Bayern hat eine gute Verfassung und die Bayern sind in guter Verfassung“), und Landtagspräsidentin Barbara Stamm („Die Verfassungssäule ist ein einzigartiges Symbol für den Beginn der schrittweisen Demokratisierung unseres Landes“). Interessiert verfolgten die Waldgau-Vertreter das quirlige Geschehen um die politische Prominenz, die von Polizei, Feuerwehr und Sicherheitspersonal flankiert war.

Das Festprogramm sah einen Empfang im Schloss Gaibach und das Pflanzen einer Verfassungslinde zusammen mit dem Bund Naturschutz vor der Gaibacher Kirche, dem höchsten Platz der malerischen Mainschleife, vor. Der Festzug formierte sich und marschierte vorbei an mehreren Musikgruppen zum Festzelt bei der Konstitutionssäule, wo sich schon eine große Zuschauermenge eingefunden hatte. In festlicher und heiterer Atmosphäre bei Wein, Bier und regionalen Spezialitäten verlief der weitere Abend auf dem Sonnenhügel über Gaibach im proppenvollen Zelt. Schauspieler Hans Jürgen Stockerl als König Ludwig I. blickte auf sein Land Bayern zurück. Für Humor sorgte die Musikgruppe „Häisd’n däisd vomm mee“ sowie das Kabarett-Duo Heißmann und Rassau, das die Moderation übernommen hatte. Unter den vielen Ehrengästen waren auch Herzog Max in Bayern mit seiner Gattin Elizabeth vom Haus Wittelsbach, Traditionsvereine aus Franken sowie Vertreter des Bayerischen Trachtenverbandes mit Landesvorsitzendem Max Bertl an der Spitze.

Schlusspunkt war das Feuerwerk gegen 22 Uhr, bevor in Gaibach wieder Ruhe einkehrte. (krp)

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