mz_logo

Region Cham
Donnerstag, 16. August 2018 27° 1

Vorfreude

Waldmünchen feiert ein Wirtefestival

Am Samstag steigt Waldmünchens erste Wirthaus-Session – als Familienfest. Die Gastronomen wollen so zeigen, was sie können.
Von Petra Schoplocher

Ein großer Korb voller Angebote: Das gilt für die Brasserie Eiber sowie den gesamten Samstag. Christa und Franz Eiber jedenfalls haben sich ebenso wie ihre Kollegen aus der Gastronomie für ihre Gäste Einiges einfallen lassen. Foto: Schoplocher
Ein großer Korb voller Angebote: Das gilt für die Brasserie Eiber sowie den gesamten Samstag. Christa und Franz Eiber jedenfalls haben sich ebenso wie ihre Kollegen aus der Gastronomie für ihre Gäste Einiges einfallen lassen. Foto: Schoplocher

Waldmünchen.Das Konzept ist besser als jedes Motto, ist Franz Eiber überzeugt. Statt auf Mittelalter oder Sommerparty „zu machen“, steht hinter der ersten Waldmünchener Wirtshaussession eine einfache Idee. „Jeder soll das zeigen und bringen, was er kann.“

Und das ist eine ganze Menge, wie sich beim Durchblättern des Flyers und erst Recht im Gespräch mit Franz Eiber deutlich wird. Eiber ist einer von 14 Gastronomen, die am Samstag in Waldmünchen etwas auf die Beine stellen wollen, das es in dieser Art noch nicht gegeben hat. Und er ist einer der „Antreiber“. Die Idee eines übergreifenden Wirtefestivals geistert schon seit Jahren in vielen Köpfen herum. Als diese bei einem Wirtestammtisch vor einiger Zeit im wahrsten Sinne des Wortes wieder aufs Tableau kam, war schnell ausgemacht: „Dieses Mal packen wir es an!“

Auftakt mit TV-Musikern

Ein Teil der Wirte bei der Vorstellung der Veranstaltung mit Bürgermeister Markus Ackermann (rechts), der von der Idee begeistert ist. Foto: wfs
Ein Teil der Wirte bei der Vorstellung der Veranstaltung mit Bürgermeister Markus Ackermann (rechts), der von der Idee begeistert ist. Foto: wfs

Nach rund drei Monaten Vorbereitungszeit ist es nun am Samstag so weit. Von 10 bis – „das werden wir sehen“, meint Franz Eiber schmunzelnd. Immer wieder verleiht er den Samstags-Programm von Hocha bis Perlhütte und Gibacht und dem „Dahinter“ das Prädikat „toll“. Er selbst will sich mit seiner Brasserie voll reinhängen, um den Gästen was zu bieten – und, um das Gesamtpaket zu pushen.

So sorgt er auch für den Auftakt zur „Session“. Um 10 Uhr werden junge Mitglieder der TV-Musikkapelle „die Stadt wachspielen, das ist doch toll!“, berichtet und schwärmt, dass sein „Nachbar“ Matthias Eiber vom Großeiberhof sofort aufgesprungen ist auf den Zug und so eine „kleine Rundreise durch die Dorf- und Hofwelt in Hocha“ ermöglicht – die dann als Nebeneffekt gleich noch ein wenig bekannter wird.

Auf einen Blick: die Wirtshaussession

  • Termin

    Samstag, 2. Juni. Los geht es um 10 Uhr mit einem Standkonzert der TV-Musikkapelle im Hof der Brasserie Eiber in Hocha. Ab 11 Uhr öffnen nach und nach alle Lokale, einen Schlusspunkt gibt es nicht.

  • Teilnehmer

    14 Wirtshäuser – und damit fast alle – nehmen teil. Verteilt sind sie von Hocha bis zum Gibacht, von Perlsee und Perlhütte bis zum Marktplatz.

  • Angebote

    Über das Kulinarische hinaus haben sich die Gastronomen Etwas einfallen lassen: Von Einlagen verschiedener Sportgruppen über Musik, Wein-, Bier- und Whiskyverköstigungen bis hin zu Malwettbewerb und Spielen.

  • Shuttle

    Damit die Gäste bequem und günstig (pro Fahrt ein Euro) von A nach B kommen, gibt es einen Shuttleservice von Taxi Brand. (ps)

Diese Ortsrallye soll, ebenso wie Rate- und Geschicklichkeitsspiele die kleinen Besucher ansprechen. In der Zwischenzeit können es die Großen gut gehen lassen. Mit einem ausgedehnten Brunch, mit dem er den Urlaub zurückbringen, verlängern oder Vorfreude schüren will. Viel will er nicht verraten, nur, „dass es ein wenig mediterran angehaucht sein wird“. Abends lockt dann eine Verköstigung des Bayerwald Whiskys aus Bad Kötzting. Haus und Hof sollen sich in ein Lichtermeer verwandeln, auch eine Vorlesestunde ist geplant. Ein schönes Gespräch bei einem schönen Getränk, „was gibt es Schöneres?“ – Ein Gedanke, der sich nicht nur bei ihm umsetzen lässt, Wie auch der nächste: „Keiner muss kochen, außer ich“, nennt er einen weiteren Vorteil des Tages für alle Waldmünchner und Gäste.

Franz Eiber ist es beinahe ein wenig unangenehm, dass unter seiner Brasserie die meisten Programmpunkte des Tages gelistet sind. Deswegen will er umso dicker unterstreichen, „was die Kollegen alles auf die Beine stellen“. Schließlich solle das Ziel sein, auf die Leistungsfähigkeit der Gastronomie in der Stadt hinzuweisen. Um die sei es besser bestellt als noch vor Jahren, findet der Brasserie-Chef, wenngleich er in dieser Funktion nur noch Teilzeit unterwegs ist (Freitag und Samstag ab 18 Uhr, sonntags ganztags).. Allerdings würden sich viele Wirte wünschen, dass sich gerade auch die Waldmünchener überzeugen ließen –indem sie schlicht kommen.

Zurück zum Programm: Am Perlsee steigt ab 14 Uhr ein Sautrogrennen der Wasserwacht, Kinder können an einem Straßenmalwettbewerb teilnehmen. In der Perlsee-Wirtschaft soll auch die größte Fete des Abends steigen: Eine Retro-Tanzparty mit Hits der 1970er bis 2000er Jahre, bei der die besten Tanzpaare prämiert werden.

Musik spielt bei zahlreichen Mitstreitern eine Rolle, freut sich Eiber. Ob ein Alleinunterhalter auf der Terrasse oder Wirtshausmusi – auch auf diesem Sektor sollte für jeden Geschmack etwas geboten sein. Das Sportheim, „Zum Elfer“, macht sich die Nähe zum TV zunutze und schlägt mit den Auftritten mehrerer Gruppen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Akteure freuen sich, ihr Können einem breiten Publikum vorzustellen und die Besucher werden gut unterhalten. Auch dort hat man mit Hüpfburg, Schminken und Spielen „ein Herz für Kinder“. Die Wirtshaussession soll wirklich für die ganze Familie sein, so Eiber.

Dabeisein ist wichtig

Essen und Unterhaltung plus x“, lautet die Rechnung, die Franz Eiber aufmacht und die auch für die übrigen Teilnehmer gilt: Gasthaus Weber Max, Wirtshaus Houdara, Café-Bistro Weninger, AquaStern, Pizzeria Europa, Restaurant Perseria, Waldmünchner Stub’n, KuBar, Kroatien zur Post, Berggasthof Gibacht und Perlhütter Trepferl. Selbst von denen, die nicht das große Extraprogramm fahren, ist Franz Eiber begeistert: „Es ist gut, dass so viele dabei sind und wir uns miteinander präsentieren“, unterstreicht Franz Eiber. Schließlich soll das Motto „Dahoam, niad weit foarn“, sich nicht nur an und für diesen Abend in den Köpfen festsetzen.

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Cham lesen Sie hier.

Erhalten Sie täglich die aktuellsten Nachrichten bequem via WhatsApp auf Ihr Smartphone. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht