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Festspiele

Waldmünchens Trenck feiert Premiere

Der Auftakt zur Panduren-Zeit begann glanzvoll. Dabei wurde der gefürchtete Oberst von einem Geburtstagslied überrascht.
Von Petra Schoplocher

Es war ein Abend für die Geschichtsbücher. Und noch dazu einer, der allen, die dabei waren, ein fantastisches Festspiel bescherte: Mit einem prächtigen Empfang und einer glanzvollen Premiere ist Waldmünchen am Samstag Abend die 69. Saison von „Trenck, der Pandur vor Waldmünchen“ gestartet. Foto: Petra Schoplocher
Es war ein Abend für die Geschichtsbücher. Und noch dazu einer, der allen, die dabei waren, ein fantastisches Festspiel bescherte: Mit einem prächtigen Empfang und einer glanzvollen Premiere ist Waldmünchen am Samstag Abend die 69. Saison von „Trenck, der Pandur vor Waldmünchen“ gestartet. Foto: Petra Schoplocher

Waldmünchen.Es war ein Abend für die Geschichtsbücher. Und noch dazu einer, der allen, die dabei waren, ein fantastisches Festspiel bescherte: Mit einem prächtigen Empfang und einer glanzvollen Premiere ist Waldmünchen am Samstag Abend die 69. Saison von „Trenck, der Pandur vor Waldmünchen“ gestartet.

Schon die Wahl des Schirmherren hatte diese 69. Saison zu einer besonderen gemacht. Mit Siegfried Wagner junior war die ehrenvolle Aufgabe das erste Mal einem Waldmünchener angetragen worden. Dieser war entsprechend gerührt und machte aus seinem Herzen keine Mördergrube. Er sei froh und stolz, dass diese Ehre nun in die Wagner-Familie eingezogen sei.

Was für ein 45. Geburtstag

Anerkennung: Siegfried Wagner junior durfte sich wie auch Ehefrau Hilde ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Für ihn als Waldmünchener sei es eine große Ehre, dass ihm die Schirmherrschaft angetragen wurde. Er dankte für das Vertrauen. Foto: Schoplocher
Anerkennung: Siegfried Wagner junior durfte sich wie auch Ehefrau Hilde ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Für ihn als Waldmünchener sei es eine große Ehre, dass ihm die Schirmherrschaft angetragen wurde. Er dankte für das Vertrauen. Foto: Schoplocher

Für Hauptdarsteller Werner Zellmer wird diese Premiere auch einen besonderen Stellenwert bekommen. Der „Trenck“ feierte seinen 45. Geburtstag. Zwar hatte er auch schon beim Empfang und vonseiten der Spielerschar freudig viele Glückwünsche entgegennehmen dürfen, als während des (begeisternden) Schlussapplauses dann aber ein paar Mädchen mit einem „Happy Birthday, Werner“-Schild die Bühne stürmten, war auch der gefürchtete Pandurenoberst nicht

mehr ganz so cool. Nett: Auch Christl Danzer hatte Geburtstag, ihr Name stand auf der Rückseite des selbstgemalten Plakats. Womit der Weg direkt zu Barbara Stamm führte. Als die Landtagspräsidentin, die die Aufführung sichtlich genoss und voll des Lobes für die Darsteller war, zufällig mitbekam, dass ihr Gegenüber Christl Danzer das zweite Geburtstagskind des Premierenabends war, sang sie dieser kurzerhand ein Ständchen.

Die schönsten Impressionen der Trenck-Premiere finden Sie in unserer Bildergalerie

Bildergalerie Trenck Festspiele 2018

Nicht nur der Trenckverein präsentierte sich in Bestbesetzung – die Kleiderkammer hätte gerade einmal noch einen einzigen Panduren ausstaffieren können –, auch der Blick in die Gästeliste spiegelte den außergewöhnlichen Abend wider. So viele „Herren in Rot“ – der farbige Umhang ist Zeichen der Ehrenpanduren – waren schon lange nicht mehr gekommen. Unter ihnen mit Dr. Josef Cichon, der einst an der Wette, die den Sternritt begründet hatte, beteiligt war, und der langjährige Organisator desselben, Dieter Boubong auch Trenckfreunde, die eine weite Anreise in Kauf nahmen.

Salut: „Der lässt’s krachen!“, meinte Bürgermeister Markus Ackermann, nachdem Siegfried Wagner durchladen hatte lassen und (mit etwas Hilfe) den Salut abfeuerte, der den Beginn der Festspielsaison verkündete. Es ist die 69. Foto: Schoplocher
Salut: „Der lässt’s krachen!“, meinte Bürgermeister Markus Ackermann, nachdem Siegfried Wagner durchladen hatte lassen und (mit etwas Hilfe) den Salut abfeuerte, der den Beginn der Festspielsaison verkündete. Es ist die 69. Foto: Schoplocher

Als Bürgermeister Markus Ackermann Siegfried Wagner als Schirmherrn begrüßte, machte er aus seiner Freude keinen Hehl, dass es zum allersten Mal einen Waldmünchener getroffen hatte. Dieser habe seinen festen und unvergesslichen Platz in den Reihen der Schirmherren bereits sicher und einen großen Vorteil gegenüber seinen Vorgängern: „Du musst dir die Lorbeeren nicht erst verdienen, sondern bist schon seit vielen Jahren in der Trenck-Familie angekommen“, bescheinigte Ackermann. Wagner sei eine allseits angesehene Persönlichkeit, der hinter seiner Heimat stehe und sie stärke – auch durch ehrenamtliches Engagement.

Das Festspiel habe vor Jahrzehnten die Stadt begeistert und tue es noch. Für die Waldmünchener sei es eine Herzensangelegenheit und Ehrensache zugleich. Ackermann zollte jedem einzelnen Mitwirkenden Respekt. Trenck – das sei eine großartige Gemeinschaftsleistung des Vereins, ja beinahe der ganzen Stadt. Die Gäste lud er ein: „Erleben Sie, mit welcher Hingabe und Leidenschaft das Spiel gelebt und Geschichte lebendig wird.“

Gesellschaftliche Aufgabe

Ehrengast: Landtagspräsidentin Barbara Stamm freute sich sehr über den Blumenstrauß, den ihr „Kathi“ Christina Schneider überreichte. Auch beim Fackelzug und später in der Festhalle mischte sich die CSU-Politikerin unters Volk. Foto: Schoplocher
Ehrengast: Landtagspräsidentin Barbara Stamm freute sich sehr über den Blumenstrauß, den ihr „Kathi“ Christina Schneider überreichte. Auch beim Fackelzug und später in der Festhalle mischte sich die CSU-Politikerin unters Volk. Foto: Schoplocher

An allen Ecken der Stadt könne man spüren, dass Festspielzeit sei, bemerkte Landrat, Bezirkstagspräsident und Trenckfestspiel-Präsident Franz Löffler. Es werde nicht nur Geschichte lebendig, sondern die eigene. Die Kulturschaffenden schafften es so, Halt und Orientierung zu geben, was in der heutigen Zeit wichtig sei. Löffler wollte herausstellen, dass das Festspiel nicht nur rund 500 Mitwirkende vor und hinter den Kulissen bedeuten, sondern der Verein das ganze Jahr aktiv sei.

Wiedersehen: Der Empfang vor der Premiere ist längst ein gesellschaftliches Ereignis, an allen Ecken und Ende machte sich Wiedersehensfreude breit. Wie hier bei Ehrenpandur Michael Koller, Forstdirektor Jan Benda (Mitte) und Elisabeth Ruhland. (ps) Foto: Schoplocher
Wiedersehen: Der Empfang vor der Premiere ist längst ein gesellschaftliches Ereignis, an allen Ecken und Ende machte sich Wiedersehensfreude breit. Wie hier bei Ehrenpandur Michael Koller, Forstdirektor Jan Benda (Mitte) und Elisabeth Ruhland. (ps) Foto: Schoplocher

„Wo die Gesellschaft auf dieser ehrenamtlichen Basis funktioniert, funktioniert sie im Ganzen“, unterstrich er. Auch die „Brückenbauer-Funktion“ des Festspiels betonte er. „Ohne dies hätten wir viele Freunde unserer Stadt nicht gewinnen können“, meinte er.

Was die Akteure dann auf der Bühne zeigten, fügte sich perfekt an den wunderbaren Empfang an. Ein brillantes, mitreißendes Festspiel, das seinem Namen alle Ehre machte: Es war ein Fest. Eines für die Geschichtsbücher.

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