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Forst

Waldpreis für verdiente Waldbauern

Premiere: Die Waldbauernvereinigung verleiht die Auszeichnung an Walter Pielmeier, Lucia Staudinger und Richard Frisch.

  • Der Waldpreis
  • Die geehrten Waldbauern Walter Pielmeier (2. v. l.), Lucia Staudinger und Richard Frisch mit Wolfgang Koller (l.), Landrat Franz Löffler (r.), Karin Bucher und Dr. Arthur Bauer Fotos: fsh

Cham.„Mia san vom Woid dahoam“ spielte und sang der Hoamatland-Zwoagsang in Person von Erwin Breu aus Stachesried und Hans Neumaier aus Lam. Um genau diesen Wald ging es am Mittwochnachmittag im Langhaussaal der Stadt bei der Verleihung des ersten Waldbaupreises. Die Arbeitsgemeinschaft der fünf Waldbauernvereinigungen im Landkreis Cham hatte eingeladen zu dieser Premiere und alles, was Rang und Namen hatte, war zu diesem Ereignis erschienen.

Der Vorsitzende der ARGE, Wolfgang Koller, blickte in einen vollen Saal, sein besonderer Gruß galt MdB Karl Holmeier, Staatssekretär a. D. Markus Sackmann, Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Bürgermeisterin Karin Bucher sowie vielen Repräsentanten von Ämtern, Institutionen und Firmen.

„Dieser Waldbaupreis ist einem Architektenwettbewerb sehr ähnlich“, sagte Koller, „und die Preisträger sind sozusagen die Architekten des Waldes, die im Sinne der Natur arbeiten, vorbildlich und nachhaltig“. Er ergänzte: „Ohne den Rohstoff Holz hätte sich keine Kultur entwickeln können“.

„Ich mag den Wald“, sagte Landrat Franz Löffler. „Er ist unsere Heimat, und wenn wir ihn brauchen, dann haben wir den Wald, und heute steht er im Mittelpunkt dieser Auszeichnung“. Der Landkreis Cham ist einer der waldreichsten Landkreise Bayerns. Von der Landkreisfläche her sind über 42,7 Prozent bewaldet und unsere Region liegt damit gut über den Durchschnitt Bayerns mit 35,1 Prozent. Das entspricht umgerechnet 64 585 Hektar Wald der besten Art. Landrat Löffler beglückwünschte die ARGE zu dieser großartigen Idee, den Waldbaupreis als Auszeichnung für vorbildliche Waldbewirtschaftung zu verleihen. Wenn man sich die Besitzerstruktur anschaut“, so Löffler, „wird ganz schnell deutlich, dass der Wald vor allem ein Wald der Bauern und der Bürger ist. Der Staatswaldanteil beträgt etwa 6,7 Prozent, Anteil Körperschaftswald nicht ganz zwei Prozent und über 77 Prozent sind Privatwald. „Das zeigt auch die enorme Bedeutung der Zusammenschlüsse der Privatbesitzer zu der Waldbauernvereinigung“, betonte der Landkreischef. Löffler wies auch auf die vielfältigen Funktionen des Waldes hin, gab aber auch gleich vor, dass der Wald gepflegt und bewirtschaftet werden muss und das auf nachhaltige, schonende und langfristige Nutzung.

Dr. Arthur Bauer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nahm mit Wolfgang Koller die Preisverleihung vor. Nach der jeweiligen Laudatio erhielten Walter Pielmeier aus Wolfershof, Lucia Staudinger aus Tiefenbach und Richard Frisch aus Sommerau ihre Preise einschließlich Urkunden feierlich überreicht.

Bürgermeisterin Bucher lobte den Veranstalter und bedankte sich für die Wahl des Langhaussaales für dieses Ereignis. „Diese Preisverleihung ist etwas besonders Wichtiges“, sagte sie und bemerkte, „ohne Wald gäbe es uns nicht. Der Bereichsleiter im AELF Cham, Forstdirektor Ully Schweizer, lobte gleichfalls die hervorragend Idee zu diesem Preis und betonte, dass die heute Geehrten stellvertretend für die vielen anderen Waldbesitzer stehen, die ebenfalls ausgezeichnete Arbeit leisten.

„Sie alle zeigen ein hohes Verantwortungsgefühl“, bescheinigte Schweizer den Waldbesitzern. Franz Wittmann, Sparkassenchef und Hauptsponsor, wünschte den Waldbauern, dass ihre Wälder weiter gut wachsen, er sah die große Aufgabe der Waldbesitzer darin, dass sie ihre Wälder nachhaltig bewirtschaften. (fsh)

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