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Wann wird das Rathaus barrierefrei?

Die Arbeiten verzögern sich und die Maßnahme wird teurer.
Jakob Moro

Das Rathaus ist seit fast einem Jahr eine Baustelle.  Foto: Jakob Moro
Das Rathaus ist seit fast einem Jahr eine Baustelle. Foto: Jakob Moro

Stamsried.Der Freistaat Bayern hat sich als Ziel gesetzt, bis Ende 2023 den öffentlichen Raum und den öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten. Stamsried reagierte auf diese Zielvorgabe. Im Zuge der Dorferneuerung, die derzeit am Laufen ist, wird bei der Neugestaltung des Marktplatzes auf Barrierefreiheit geachtet.

Aber nicht nur öffentliche Räume, sondern auch öffentliche Gebäude sollen barrierefrei werden, dazu gehört auch das Rathaus. Der Marktrat beschloss nach Vorgesprächen bei der Regierung, die Maßnahme „Barrierefreies Rathaus“ als Projekt zum Kommunalinvestitionsprogramm anzumelden und erhält dafür Steuermittel.

Seit Anfang Juni 2019 laufen die Bauarbeiten am Stamsrieder Rathaus. Mit den Toiletten im Obergeschoss wurde begonnen. Eigentlich sollte Ende vorigen Jahres das Rathaus barrierefrei sein. Doch es gab beim Einbau des Liftes Verzögerungen – und jetzt verzögert sich die Gestaltung des Vorplatzes. Dort entsteht auch ein barrierefreier Parkplatz. Die Außenanlagen seien soweit vorbereitet, wegen der Corona-Krise gibt es aber derzeit Lieferschwierigkeiten mit dem Pflaster. „Wir hoffen, dass wir bis Pfingsten mit dem Vorplatz beginnen können“, wie der örtliche Bauleiter Friedrich Costa vom Architekturbüro Schnabel & Partner aus Bad Kötzting auf Nachfrage mitteilte.

Alles werde behindertengerecht und barrierefrei, so Costa. Im Zugang zum Lift und Gebäude werden acht Zentimeter starke glatte Granitplatten eingebaut, ähnlich der Oberfläche der Platten am Marktplatz. Die restliche Fläche wird mit glatten Granitkleinsteinpflaster versehen, erläuterte der Bauleiter.

Bei der vergangenen Marktratssitzung stand die Auswahl der Leuchten vor dem Rathaus und die des Pflasters auf der Tagesordnung. Vorgesehen sind vier Brennstellen Typ Trilux Publisca LED 18/21 Watt, falls möglich sollte versucht werden, die Beleuchtung auf zwei Brennstellen zu reduzieren, ergaben die Gespräche der Markträte. Bürgermeister Bauer wurde beauftragt, beim Bayernwerk nachzuverhandeln. Das Nachtragsangebot zum Pflaster wurde in die nichtöffentliche Sitzung vertagt.

Der Aufzug ist fertig montiert und betriebsbereit, lediglich die Abnahme durch den TÜV ist noch nicht erfolgt. „Der Termin dafür ist uns noch nicht mitgeteilt worden“, informierte Costa. Die gesamten Kosten für den Umbau des Rathauses belaufen sich auf rund 300 000 Euro, hatte Costa im Juni vorigen Jahres mitgeteilt. Offensichtlich sind die Kosten jedoch höher als vorgesehen, im Haushaltsplan 2019 sind 190 000 Euro für die Baumaßnahme eingeplant worden. Im Haushaltsplan 2020 sind weitere 130 000 Euro vorgesehen, insgesamt sind es somit 320 000 Euro. (rjm)

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