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Hörfunk

Warum am Mittwoch alle Glocken erklangen

Das Zwölfuhrläuten kommt am 8. Dezember vom Turm der Marienkirche in Weiding. Dieser Sonntag ist ein Marienfeiertag.
Andreas Engl

BR-Tontechniker Andreas Häuber und BR-Toningenieur Klaus Brand mit den Verantwortlichen der Marienkirche sowie Chronist Konrad Schreiner vor dem Aufnahmewagen des BR-Studios Franken Foto: Andreas Engl
BR-Tontechniker Andreas Häuber und BR-Toningenieur Klaus Brand mit den Verantwortlichen der Marienkirche sowie Chronist Konrad Schreiner vor dem Aufnahmewagen des BR-Studios Franken Foto: Andreas Engl

Weiding.Das Zwölfuhrläuten im Bayerischen Rundfunk über das Radioprogramm Bayern 1 und seit einigen Jahren im Digitalprogramm BR-Heimat hat eine jahrzehntelange Tradition. Jeden Sonn- und Feiertag wird ein Gotteshaus quer durch den Freistaat mit geschichtlichen Hintergründen vorgestellt. Dazu läuten die Glocken dieser Kirche und laden bayernweit zur Andacht und zum Innehalten. Der Bayerische Rundfunk verzichtet sonn- und feiertags auf die Mittagsnachrichten und grüßt anstelle derer die Hörer mit einem fünfminütigen Glockengeläut.

Diese Ehre wird heuer am 2. Adventssonntag der Pfarrei Dalking zuteil, besonders der Marienkirche Weiding. Erstmals in der mittlerweile 60-jährigen Kirchengeschichte kommt das Zwölfuhrläuten auf Bayern 1 und BR-Heimat aus Weiding. Die drei großen Glocken stammen aus dem Jahr 1959, dem Erbauungsjahr des Weidinger Gotteshauses, die vierte kleine Glocke, die als Sterbeglocke zum Einsatz kommt, ist noch aus der alten Marienkapelle am Dorfplatz Weiding, die nach dem Neubau der Marienkirche Anfang der 1960er Jahre abgebrochen wurde.

Alle Glocken haben eine eigene Inschrift, während die drei großen einst in der Glockengießerei Erding gegossen wurden, stammt die kleine aus Regensburg und ist genau 310 Jahre alt.

So manche Gemeindebürger werden sich wohl am Mittwochvormittag gewundert haben, warum rund eine Viertelstunde lang die Glocken in vollem Klangumfang dauerhaft zu hören waren. Ein Tonaufnahme-Wagen des Bayerischen Rundfunks, Studio Franken, kam dazu nach Weiding und hat die drei großen Glocken professionell aufgezeichnet. Dazu waren im Garten hinter der Kirche zwei große Mikrofone aufgebaut, Tontechniker Andreas Häuber und Toningenieur Klaus Brand aus Nürnberg hatten die Aufnahmeleitung inne.

Mit interessanten Informationen zu Glocken und Gotteshaus ist das Weidinger Geläut am Sonntag, 8. Dezember, um zwölf Uhr sowohl auf Bayern 1 als auch auf BR Heimat zu hören. Das es sich um eine Marienkirche in Weiding handelt, ist es ein schöner Zufall, dass die Sendung auf den 8. Dezember, den Marienfeiertag im Advent, datiert wurde.

Die Sendung ist nicht nur bayernweit auf UKW und Digitalradio, sondern dank Internet weltweit zu hören. Während der Aufnahme waren auch der Verwalter der Kirchenkasse Franz Schönberger, Chronist Konrad Schreiner sowie die beiden Mesnerinnen Mariele Schönberger und Helga Meier anwesend.

Bürgermeister Daniel Paul schaute ebenfalls vorbei, er hatte diesbezüglich den Kontakt zur zuständigen Redaktion des Bayerischen Rundfunks hergestellt. Und nach getaner Arbeit gab es für die Weidinger eine Erinnerungs-CD mit der soeben erstellten Aufnahme. (fea)

Die Sendung

  • Feiertag:

    Da es sich in Weiding um eine Marienkirche handelt, ist es ein schöner Zufall, dass die Sendung auf den Marienfeiertag im Advent datiert wurde. (fea)

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