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Sonntag, 19. August 2018 29° 2

Neukirchen b Hl Blut

Warum man im Verkehr nüchtern sein sollte

„Sicherheitstraining auf dem Stundenplan“ titelte die Verkehrserziehungs-Aktion des ADAC mit dem

Ein Rauschbrillen-Parcour war zu bewältigen. Foto: kbr
Ein Rauschbrillen-Parcour war zu bewältigen. Foto: kbr

Neukirchen b Hl Blut.Themenschwerpunkt „Alkohol, Drogen und Medikamente“ an der Mittelschule Neukirchen, an der sich Schüler ab der 7. Jahrgangsstufe beteiligten und mit großem Interesse die praxisbezogenen Ausführungen des Trainers André Helwig verfolgten. Im Rahmen des Programms erlebten die jungen Fahrrad-, Mofa- und späteren Autofahrer beispielsweise durch Rauschbrillen, wie stark sich der Alkoholkonsum auf den menschlichen Körper auswirkt.

Die hohe Unfallbeteiligung junger Fahrer ist ein Problem, das nicht nur in Deutschland, sondern in allen Industrienationen der Welt anzutreffen ist. Um den anhaltend positiven Trend der Unfallstatistik zu unterstützen, ist es wichtig, möglichst früh für den Umgang mit Alkohol, illegalen Drogen und Medikamenten zu sensibilisieren. Trainingsziele waren der verantwortungsvolle Umgang mit Alkohol, Drogen und Medikamenten sowie die strikte Trennung von Betäubungsmitteln und der Teilnahme am Straßenverkehr. Programminhalte waren der Einsatz von Rauschbrillen mit verschiedenen Promillewerten, das aktive Erleben der einsetzenden Ausfallerscheinungen wie Koordinationsprobleme oder „Doppeltsehen“ und verminderte Wahrnehmung von Geschwindigkeiten/Entfernungen, die Vermittlung von Gefahrenpotential – Unfallrisiko und gesundheitliche Auswirkungen durch den Konsum von Betäubungsmitteln sowie mögliche Folgen für die Erlangung der Fahrerlaubnis und verkehrsrechtliche Relevanz bei Führerscheinbesitz. Durch individuelle Fragen tastete sich der Trainer an das vorhandene Wissen der Neukirchner Schüler heran. Geschickt brach er damit die Hemmschwelle, einen gesteckten Laufparcours mit speziellen „Rauschbrillen“ zu durchschreiten.

Die Neukirchner Schüler staunten über die Zahlen von verunglückten 18- bis 24-jährigen Verkehrsteilnehmern, die noch immer das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr haben. Die besondere Gefährdung dieser Altersgruppe wird deutlich, werden die Daten auf die Einwohnerzahlen bezogen: Je 100.000 Einwohner dieser jungen Erwachsenen verunglücken 1.052, das sind mehr als das Doppelte des Durchschnittswertes für die Gesamtbevölkerung (469) und überproportional viele, die in Folge von Alkohol- oder Drogeneinflüssen am Unfallgeschehen beteiligt sind. Ebenso war auch das Tötungsrisiko der 18-bis 24-Jährigen im Straßenverkehr fast doppelt so hoch. Zudem neigen Jugendliche zu einer sehr hohen Risikobereitschaft. Erschrocken stellten die jungen Probanden fest, wie unsicher sich ihre Klassenkameraden im Parcours bewegten und welch lange Zeitspanne man mit Rauschbrille zum Finden einer Münze benötigte. (kbr)

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