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Warum „P-e-c-h“ bei Verletzungen helfen kann

Der Sommer ist da, der Urlaub Corona bedingt vielleicht abgesagt, die Menschen drängt es nach draußen.

Chefarzt Dr. Marcus Walter
Chefarzt Dr. Marcus Walter Foto: Franz Bauer, Pantografie/Franz Bauer, Pantografie

Landkreis.Sport steht als Freizeitbeschäftigung bei vielen ganz oben auf der Liste. Sportverletzungen bleiben dann manchmal nicht aus. Dr. Marcus Walter ist Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und hat bei der Versorgung von Sportlern im Fifa-Zentrum Regensburg viele Erfahrungen gesammelt. Er erklärt im Interview, wie „P-E-C-H“ manchmal die beste Hilfe sein kann, wie die Sana Kliniken mitteilen.

Sollte eigentlich Jeder Sport betreiben oder gibt es auch gute Gründe, darauf zu verzichten?

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Bewegung und Sport jedem Menschen guttut. Wichtig ist nur, die für sich passende Sportart, in angepasster Intensität zu finden. Wer Herzprobleme hat, sollte beispielsweise keinen Sport betreiben, der einen großen Kraftakt erfordert. Walken, Radfahren oder ein ausgeglichenes Ausdauertraining kann das Herz-Kreislauf-System jedoch stärken.

Was gilt es vor dem Sport zu beachten?

Aufwärmen ist das A und O. Wer nach längerer Zeit die Laufschuhe schnürt oder auf das Rad steigt, sollte vor Trainingsbeginn auf das Aufwärmen nicht verzichten, um so Verletzungen vorzubeugen. Starten Sie locker und steigern Sie das Leistungsniveau erst nach und nach.

Und beim Training selbst?

Die Bewegungen müssen je nach Sportart richtig ausgeführt werden. Schonen Sie die Gelenke und Muskeln so gut wie möglich. Wichtig ist natürlich auch die richtige Ausrüstung. Das passende Schuhwerk, atmungsaktive Kleidung und die entsprechende Schutzausrüstung sind unverzichtbar. Machen Sie genügend Trinkpausen und brechen Sie das Training ab, sobald Schmerzen oder Unwohlsein auftreten.

Was ist zu tun, wenn es trotzdem zu Verletzungen kommt?

„P-E-C-H“! Aber nicht im herkömmlichen Sinne gemeint, sondern als erste, hilfreiche Maßnahmen. Pause einlegen – Eis auflegen – Compression und Hochlagern. Kälte verengt die Blutgefäße und kann so das Ausmaß von Blutergüssen und Schwellungen reduzieren. Wichtige dabei, legen Sie das Eis niemals direkt auf die Haut. Besser sind Eiswürfel, die in ein Tuch eingeschlagen sind, ein nasser Waschlappen oder Kältesprays. Ein fester Verband verhindert das Anschwellen und die Ausbreitung der Blutung. Auch Schmerzcremes können angewandt werden.

Und wenn das alles nichts hilft?

Dann müssen Sie zum Arzt. Dieser greift meist zur Absicherung der Diagnose auf Röntgen, Ultraschall oder MRT zurück. Nur selten muss operiert werden, wenn beispielsweise Bänder gerissen sind oder Frakturen diagnostiziert wurden.

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