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Jubiläum

Warzenried ist bald wieder in Pferdehand

Am 3. November startet der traditionelle Martiniritt. Seit Wochen planen die Verantwortlichen das „Warzenrieder Highlight“.

Am Sonntag, 3. November, findet wieder der Warzenrieder Martiniritt statt. Foto: Jürgen Schamberger
Am Sonntag, 3. November, findet wieder der Warzenrieder Martiniritt statt. Foto: Jürgen Schamberger

Eschlkam.Das Grenzdorf Warzenried lädt am Sonntag, 3. November, wieder zum traditionellen Martiniritt, mit Umritt der Reiter hoch zu Ross durchs Dorf, zur Andacht mit Segnung der Martinibrote, bei der Herz- Jesu- Kirche die Bevölkerung ein. Die gesegneten Martinibrote verteilen die Ministranten an die Pferde. Im Anschluss geht es dann zum Wannaberg zu den traditionellen Pferderennen, die in Warzenried einmalig sind. Die Siegerehrung der Pferderennen findet am Samstag, 9. November, beim Martiniball im Gasthaus Neumaier statt. Den Gästen zum Tanz spielt heuer das „Waidlerbluat“ auf.

Die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins mit ihren Vorsitzenden Adolf Neumaier und Josef Schamberger planen seit Wochen das „Warzenrieder Highlight“, sie sind auch am Wochenende alle gefordert, damit alles glatt über die Bühne geht. So ist der Sonntag für viele Pferdebesitzer ein Pflichttermin. Bleibt nur zu hoffen, dass es ein schöner Herbsttag wird. In Warzenried sind von jeher die „Rosserer“ daheim, auf den meisten Anwesen stehen Pferde oder zumindest Ponys. Das Event des Grenzdorfes ist somit, alljährlich der Martiniritt, der eine Miniausgabe des „Kötztinger Pfingstrittes“ ist.

Ein weiterer Höhepunkt sind die anschließenden Pferderennen, wo eine gewisse Portion Spannung in der Luft liegt. Die Tradition der heutigen Pferderennen reicht weit bis in die Vorkriegszeit zurück, die auch heute noch einzigartig im ganzen Hohenbogenwinkel und im Landkreis sind. Unmittelbar nach dem Krieg wurden die Pferderennen wieder aufgenommen. Damals fanden sie am Kirchweihmontag statt. Auf die Sieger warteten damals keine Pokale, wie heute, sondern Sachpreise wie Schafbock, Huhn, Gockel oder ein paar Tauben. Die Zahl der Rennteilnehmer ist immer größer geworden. Heute kommen Teilnehmer aus dem ganzen Landkreis und darüber hinaus.

1956 fand die Premiere des ersten Warzenrieder Martiniritts statt, für den der damalige Expositus, Pfarrer Ludwig Pramps, die Initiative ergriff. So feierte der Verein 60 Jahre Martiniritt mit einem schönen Fest. Damals war der erste Martiniritt auch ein großes Fest in Warzenried und für die Umgebung. Vor allem die anschließenden Pferderennen zogen Menschen an. In beiden Fällen rekrutierte sich damals der Großteil der Teilnehmer aus den ortsansässigen Bauern und Knechten.

Lehrermaler Rudolf Cibulka hat damals das überdimensionale Bild vom Heiligen Reitersmann, dem Hl. Martin gemalt. Seither wird das Bild auf einem geschmückten Wagen mitgefahren. So wie damals der Ablauf des Martinirittes war, ist er noch heute. Der Umritt setzt sich in der Poststraße in Bewegung, führt durch das Dorf und zurück zur Herz-Jesu-Kirche. Dort findet eine kurze Andacht statt, bei der Pfarrer Engelbert Ries Martinibrote, Ross und Reiter segnet. Dann geht es zum Rennplatz, wo die Pferderennen über die Bühne gehen. Auf die Zuschauer warten heiße Rosswürstl, Getränke und Glühwein.

Als damals der Fortbestand des Martiniritts in Frage stand, sprang der Reit -und Fahrverein ein, um das ihm übertragene Erbe in eigener Regie fortzuführen. Heute ist der Veranstalter des kirchlichen Umritts die Katholische Kirchenstiftung. Nach dem Martinitritt und dem Pferderennen laden Gasthäuser später noch zur Einkehr ein. (kjs)

Das Festprogramm

  • Verleihung:

    Die Pokalverleihung findet beim Martiniball am Samstag, 9. November, 20 Uhr statt.

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