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Region Cham
Montag, 21. Mai 2018 21° 2

Tradition

Was Cham zum Frühlingsfest erwartet

Beste Aussichten zum Anstich: Mehr Plätze im Freien, eine Achterbahn und ein Volksfestverein, der nach vorne blickt.
Von Michael Gruber

Sepp Altmann blickt mit Vorfreude auf das blaue-weiße Prunkstück aus Aldersbach. Die Zahl der Freiluftplätze am neuen Chamer Bierzelt ist auf 1000 Sitzgelegenheiten angewachsen. 2017 kam dieses Modell zum ersten Mal in Cham zum Einsatz. Fotos: Michael Gruber

Cham.Die Bohrer kreischen, die letzten Latten werden gelegt. Für den großen Ansturm wäre der blau-weiße Tempel am Chamer Festplatz mit Ausnahme der Bänke jetzt schon bereit. Blechmusik, klirrende Maßkrüge, Brathendl-Dunst, das kollektive „I will hoam nach Fürstenfeld.“

Wer mit Sepp Altmann über das Festgelände durchs Zelt schreitet, hat vor seinen Augen, was den Präsidenten des Volksfestvereins bei seinem Ehrenamt seit Jahrzehnten antreibt: „Wenn die jungen Chamer zur Charlie-M-Band auf den Tischen tanzen und Spaß haben, dann schlägt dein Herz einfach höher“, sagt der ehemalige Chef des Ordnungsamts, graues Sakko, Jeans und Turnschuhe. Mit dem Anstich am kommenden Mittwoch durch Bürgermeisterin Karin Bucher geht das Chamer Frühlingsfest in die 47. Runde. Schlaflose Nächte sind für den Cheforganisator vorprogrammiert: Verläuft alles friedlich? Machen Betrunkene Ärger? Sind die Schausteller zufrieden? „Über so etwas sinniere ich dann immer noch, nach all den Jahren“, sagt Altmann.

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Neustart mit Optimismus

Frischer Wind: 1000 überdachte Freiluftplätze gibt es für die Festbesucher beim 47. Chamer Frühlingsfest. Altbewährt bleibt der Preis für die Maß Bier. 7,90 Euro müssen die Gäste dafür aus der Tasche ziehen. Foto: Michael Gruber

Genauso galt das für die Frage, wie es mit dem Volksfestverein nach dem Skandal um den suspendierten Schatzmeister Josef W. weitergehen soll. Dieses dunkle Kapitel sei mit der neuen Personalbesetzung aber Vergangenheit, sagt Altmann: „Wir gehen mit großem Optimismus in die Zukunft und richten den Blick nach vorne.“ Und dort ist heute schon das Prachtstück der Brauerei Aldersbacher zu sehen, das den Chamer Frühlingsfestbesuchern während der Festzeit zusätzlichen Komfort bieten soll. 75 Meter lang, 25 Meter breit und 6,80 Meter hoch ist das Bierzelt, über das sich besonders die Gäste unter freiem Himmel freuen werden. 1000 Freiluftplätze stehen den Besuchern auf den Holzterrassen zur Verfügung. Dank der höheren Deckenmaße sei es nun möglich, alle Außenplätze zu überdachen und die Gäste vor Sonne und Regen zu schützen, wie Altmann erläutert. Ein besonderes Schmankerl finden die Besucher dabei am Haupteingang an der Südseite: „Hier gibt es heuer zusätzliche Freiluftplätze“.

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Sicherheit: 20 Sicherheitskräfte eines privaten Dienstleisters werden im Zelt und auf dem Gelände für Ordnung sorgen, wie der Volksfestverein mitteilt. Hinzu kommen erweiterte Gänge mit Holzzäunen im Festzelt. Foto: Michael Gruber

Grund dafür ist eine neue Aufteilung im Innenbereich: Die Hendlbraterei Ernst zieht mit ihren Kühlwägen um ans Nordende des Zelts, wo es auch für die Bedienungen hinter einem Holzaufbau neue Rückzugsräume gibt. 3000 Plätze stehen den Festgängern im Zeltinneren zur Verfügung, darunter auch in einem vergrößerten Salettl, das an die Stelle der früheren Essensausgabe rückt.

Bei den Getränkepreisen dürfen sich die Chamer auf eine Überraschung gefasst machen: Der Preis für die Maß Bier steigt ... nicht. „Wir sind sehr stolz darauf, dass der Preis für die Maß auch in diesem Jahr mit 7,90 Euro konstant bleibt“, sagt Altmann. Was besonders der Brauerei Aldersbach zu verdanken sei, die beim Vertragsabschluss 2017 dem Verein damit entgegengekommen ist.

Schausteller: Neben altbekannten Fahrgeschäften wie dem Autoskooter und dem Happy Monster erwartet die Besucher eine mobile Kinderachterbahn, ein Freefall-Tower und der rotierende Pendel G-Force. Foto: Michael Gruber

Überraschungen auf dem Festgelände gibts für Adrenalin-Fans, besonders für alle, die den Fahrspaß gerne mit der ganzen Familie teilen. Crazy Jungle heißt die mobile Kinderachterbahn in Dschungeloptik, die Christian Plötz als neuer Schatzmeister und Beauftragter für Fahrgeschäfte nach Cham geholt hat. Neben den alten Platzhirschen wie dem Autoskooter und dem Happy Monster erwartet die Besucher zudem ein 20 Meter hoher Freefall-Tower sowie das Fahrgeschäft G-Force, ein gigantisches Pendel mit rotierenden Sitzen.

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Rollerrallye durch die Stadt

Programmänderung: Die Messe am Kalvarienberg, die ursprünglich für den Freitag vorgesehen war, muss Altmann zufolge entfallen. Grund dafür sind die Restaurationsarbeiten am Kreuzweg, die noch andauern. Foto: Michael Gruber

Der Auftakt am Mittwoch beginnt mit dem Aufzug zum Festplatz, wo am Abend die Charlie-M-Band für Stimmung sorgt. Die zweite Showtruppe legt am Freitagabend mit der Joe Williams Band nach, die heuer zum ersten Mal die Chamer Bühne betritt. Gerattert wird am Donnerstag: Zur Giro d‘Cham startet die große Moped- und Rollerspritztour an der Further Straße durch die Stadt mit anschließender Fahrzeugweihe vor der Jakobskirche.

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