mz_logo

Region Cham
Freitag, 20. Juli 2018 29° 2

Wissen

Was Kinderseelen krank macht

Bei einem Infoabend im Schönthaler Kindergarten erfuhren Eltern, wie sie Vertrauen und eine angstfreie Atmosphäre schaffen.

Diakon Josef Schlecht gab den Eltern Erziehungstipps. Foto: woa
Diakon Josef Schlecht gab den Eltern Erziehungstipps. Foto: woa

Schönthal.„Was macht Kinder seelisch krank?“, war ein gut besuchter Infoabend im Schönthaler Kindergarten überschrieben. Referent war Diakon Josef Schlecht aus Bodenmais. Kinder sollen mündig und selbstbewusst werden. Heute habe man ungezählte Möglichkeiten, dies zu erreichen und natürlich auch die Qual der Wahl.

Gesundheit und Wohlbefinden werden heute ganzheitlich betrachtet. Dabei wird unterschieden in drei Faktoren: körperlich, seelisch-geistig und sozial-gesellschaftlich. Ein Gleichgewicht dieser drei Komponenten ist wichtig. Die Störung eines Punktes führt bereits zu Krankheitserscheinungen. Bei der körperlichen Gesundheit ist zu achten auf gute, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Erholung. Auch Vorsorgeuntersuchungen, Körperpflege und Hygiene gehören neben vielen anderen Dingen dazu.

Bei der seelisch-geistigen Gesundheit ist darauf zu achten, dass sich das Kind daheim geborgen fühlt, ein Vertrauen ins Daheim hat. Die Fantasie des Kindes darf durchaus angeregt und sein Durchsetzungsvermögen in die richtigen Wege geleitet werden. Bei dem sozial-gesellschaftlichen Umfeld sind die eigene Familie und das Wohnumfeld wichtig, das Gestalten der Freizeit und das Miteinander mit Spielkameraden, denn die Sozialkompetenz brauche Selbstvertrauen.

Diakon Josef Schlecht gab den Eltern mit auf den Weg, eine neue Kultur des Miteinanders einzuüben: Offene Gespräche stärken das gegenseitige Vertrauen und schaffen so eine angstfreie Atmosphäre. Dabei gilt es Gemeinsamkeiten zu entdecken, einander Anerkennung zu schenken und miteinander spielen zu lernen. Auch Streiten will gelernt sein, deshalb solle man das durchaus einüben; Kinder sollen lernen, dass es gewaltlose Konfliktlösungen gibt – dazu gehören auch zuhören und ausreden lassen. (woa)

Weitere Themen aus Schönthal lesen Sie hier

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht