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Gesundheit

Was macht Sana mit Rodings Klinik?

Der Verein „Pro Gesundheit“ ist nach TV-Sendung besorgt. Der Konzern will medizinisches Angebot bedarfsorientiert entwickeln.

Das Rodinger Krankenhaus war auch Thema in der TV-Sendung am Mittwochabend. Foto: Archiv/Schreiner
Das Rodinger Krankenhaus war auch Thema in der TV-Sendung am Mittwochabend. Foto: Archiv/Schreiner

Roding.In der Sendung „Jetzt red i“, die der Bayerische Rundfunk am Mittwochabend live aus Roding übertragen hat, hat Stadträtin Renate Hecht das Rodinger Krankenhaus angesprochen. Dabei erinnerte sie Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler, an sein Wahlversprechen, dass kein kleines Krankenhaus geschlossen werden soll. Nach ihrer Ansicht steht der Standort Roding aber kurz vor dem Aus.

Eine Garantie für den Fortbestand der Klinik konnte Aiwanger in der Sendung nicht geben. Die finanzielle Ausstattung der Häuser sei kritisch. Dennoch wolle er so viele kommunale Kliniken wie möglich erhalten. Auf Privatkliniken hätte die Politik aber fast keinen Einfluss. Diese Aussagen sind für den Verein „Pro Gesundheit“ Anlass zur Sorge, wie Vorsitzender Dr. Michael Jobst in einer Mitteilung schreibt. „Im Wahlkampf war seitens der Freien Wähler noch die Rede von einer Bestandsgarantie für kleine Krankenhäuser gewesen. Hiervon ist man offenbar abgerückt. Das ist sehr enttäuschend.“

Der eigentlich Angesprochene, der Sana-Konzern, war in der Sendung nicht anwesend und konnte deshalb zu angeblichen Schließungsplänen keine Stellung beziehen, so Jobst. Auf Nachfrage unseres Medienhauses teilt Sana-Sprecher Alexander Schlaak folgendes mit: „Die Sana Kliniken des Landkreises Cham sind fortlaufend bestrebt, ihr medizinisches Leistungsspektrum bedarfsorientiert zu entwickeln und an den Standorten der Kliniken entsprechend vorzuhalten. Mit Blick auf den Bedarf an stationärer Versorgung müssen dabei bestmögliche Lösungen für die gesamte Bevölkerung im Landkreis gefunden werden.“

Dafür würde Sana in regelmäßigem Austausch mit den zuständigen Institutionen, Verbänden, Krankenkassen, Rettungsdiensten und anderen externen Partnern stehen. Insbesondere die Vorgaben der staatlichen Behörden definieren klare Handlungsspielräume, nach denen sich die Sana Kliniken auszurichten haben. Und weiter: „Neben Bedarfsplanungen werden auch andere Faktoren die weitere Entwicklung der Standorte der Sana Kliniken des Landkreises Cham maßgeblich beeinflussen. Zu nennen sind lokale Initiativen zur Errichtung ambulanter Ärztezentren und vor allen Dingen – mit Blick auf Personal im ärztlichen Bereich – die Entwicklung des Arbeitsmarkts. Letztere wird die Sana Kliniken sicherlich vor größte Herausforderungen stellen.“ (bs)

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