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Seminar

Was Montenegro mit Furth gemeinsam hat

Montenegro will Mitglied der EU werden. Franz Former vergleicht das mit der Situation von Furth im Wald vor der Wende.
von Julia Stoiber

  • Die knapp 40 Teilnehmer mit Dr. Gerhard Hopp, Karin Stelzer und Franz Former Foto: Julia Stoiber
  • Dritter Bürgermeister Franz Former bei seiner Rede Foto: Julia Stoiber

Furth im Wald.„Vom Außenseiter zum Spitzenreiter: Montenegro auf dem Weg in die EU“, lautete heuer das Thema des Seminars der Paneuropa-Jugend Bayern in Furth im Wald. Das Seminar fand bereits zum 32. Mal statt und zum zweiten Mal stand ein osteuropäisches Land im Fokus: Montenegro. Christian Hoferer, der Landesvorsitzende der Paneuropa-Jugend Bayern, eröffnete das Seminar. Danach hielt Walter Spindler, vormaliger Kommandeur der Deutsch-Französischen Brigade, einen Vortrag. Am Abend folgte ein „paneuropäisches Beisammensein“ an der Bar.

Am nächsten Morgen stand als erstes die Landesversammlung an. Dann referierte Aleksander Drljevic, Chefunterhändler Montenegros für die EU-Beitrittsverhandlungen, über die „Fortschritte und Herausforderungen beim EU-Beitrittsprozess Montenegros“.

Offene Grenzen sind hilfreich

Schließlich empfing dritter Bürgermeister Franz Former die Teilnehmer im Rathaus der Stadt Furth im Wald. Former bedankte sich, dass auch heuer wieder Furth im Wald als Tagungsort ausgesucht wurde, da es für die Grenzstadt eine große Ehre bedeute. „Solche Veranstaltungen sind wichtig, um Länder zu unterstützen, die das Potential haben, Mitglieder in unserer europäischen Staatengemeinde zu werden, weshalb ich die Auswahl des Themas sehr gelungen finde“, sagte Former. Die Further wüssten am besten, was Grenzen bedeuten. Vor 30 Jahren fiel die Grenze, die 45 Jahre lang Europa in zwei Teile geteilt hatte. Als diese dann geöffnet worden war, herrschte große Freude: Die Menschen sehnten sich danach, sich auszutauschen. Seit dieser Wende zeigen sich laut Former in Furth im Wald positive Entwicklungen, besonders auf dem Arbeitsmarkt. Viele Tschechen würden in Firmen des Landkreises Cham arbeiten. Ohne die circa 4000 Arbeitnehmer aus dem Nachbarland könnten sich Unternehmen nicht vergrößern, da Arbeitskräfte fehlen würden. Sowohl die Deutschen als auch die Tschechen profitieren davon, sagte Former weiter. Er glaubt, dass sich Montenegro in einer ähnlichen Situation befindet, in der sich damals die Further befanden. Montenegro brauche Unterstützung, um Mitglied der EU zu werden, da der Beitritt ohne Hilfe nicht gelingen werde, sagte Former.

Jeder muss für Europa kämpfen

Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp betonte: Jeder müsse für ein gutes Europa jeden Tag kämpfen. Außerdem sei es wichtig, miteinander zu kämpfen und sich nicht gegenseitig zu bekämpfen. Es gebe viel zu tun, beispielsweise müssten die Länder sich besser um die Infrastruktur kümmern.

Als letzter Redner war Christian Hoferer, der Landesvorsitzende der Paneuropa-Jugend Bayern, an der Reihe. Er plädierte für eine Aufnahme Montenegros in die EU. Es sei ein Land mit 650 000 Einwohnern, etwas kleiner als Schleswig-Holstein. Die „Perle an der Adria“ habe viel zu bieten, weshalb es in die EU aufgenommen werden sollte sagte Hoferer. Zu guter Letzt dankte er den Förderern für die großartige Unterstützung, dem dritten Bürgermeister Franz Former und Kulturamtsleiterin Karin Stelzer. Christian Hoferer wünschte den Teilnehmern noch einen weiteren spannenden Verlauf und viel Spaß in Pilsen, wo die Zuhörer aus Montenegro, dem Kosovo, der Ukraine und aus Deutschland das Seminar fortsetzten. (fsj)

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