MyMz
Anzeige

Wehmütiger Abschied in den Ruhestand

Dietmar Pfifferling unterrichtete 17 Jahre in Stamsried die Erst- und Zweitklässler und war bei Schülern wie Lehrern sehr beliegt.

  • Dietmar Pfifferling mit Ehefau Rita und Sohn Matthias, Schulleiterin Hannelore Schönberger sowie dem Schulverbandsvorsitzenden Bürgermeister Herbert Bauer und Pösings Bürgermeister Michael Reith Foto: Jakob Moro/Jakob Moro
  • Da strahlte das Herz von Dietmar Pfifferling: Die fünf Schüler besuchten vor vier Jahren die 1. Klasse und kamen zur Verabschiedung mit einem Geschenk. Foto: Jakob Moro/Jakob Moro
  • Der Schulverbandsvorsitzende, Bürgermeister Herbert Bauer, fand Worte des Dankes für Dietmar Pfifferling. Foto: Jakob Moro/Jakob Moro
  • Schulleiterin Hannelore Schönberger überreicht die Urkunde zur Pensionierung des bekannten wie beliebten Stamsrieder Lehrers Dietmar Pfifferling. Foto: Jakob Moro/Jakob Moro

Stamsried.„Ich hab‘ noch keinen Schüler erlebt, der mich nicht mit einem freundlichen Grüßgott begrüßt hat, als ich ihm im Schulhaus oder auf der Straße begegnete“, freute sich Dietmar Pfifferling bei seiner Verabschiedung am Donnerstag. Aus diesem Anlass fanden sich seine Lehrerkollegen, einige Schüler, Schulverband, Förderverein, Elternbeirat und Mittagsbetreuung der offenen Ganztagsschule im Mehrzweckraum der Wolfgang-Spießl-Schule zu einer Feier ein.

Dietmar Pfifferling, gebürtiger Niederbayer, der sonst gern in Tracht mit Lederhose, Wadlstrümpfen und Trachtenhut bei schulischen Veranstaltungen kam, war diesmal mit hellem Hemd, grauem Sakko und schwarzen Schuhen bekleidet. Mit dabei waren auch Ehefrau Rita und Sohn Matthias.

Pfifferling: „Es war eine schöne Zeit. Was mich besonders freut: Ich musste während meinen 36 Jahren Schuldienst keinen einzigen Verweis erteilen.“

Schulleiterin Hannelore Schönberger begrüßte die Gäste, darunter die Bürgermeister Herbert Bauer und Michael Reith sowie Pfarrer Siegmund Kastner. „Der Ruhestand muss etwas Herrliches sein“, vermutete Schönberger. Geboren 1957 im Niederbayerischen, aufgenommen in der Oberpfalz zum Schulbesuch in Cham, seitdem beeindruckt und gefangen in der Oberpfalz: Mit diesen Worten leitete sie ihre Laudatio ein.

Pfifferlings Laufbahn

Nach dem Studium „Grundschullehramt“ kam Pfifferling als Lehramtsanwärter nach Cham, wurde Lehrer in Rimbach, war viele Jahre in Pemfling und seit 2003 in Stamsried. Seit vier Jahren ist Pfifferling stellvertretender Schulleiter. Er brachte vielen Stamsriedern und Pösingern in der 1. und 2. Klasse Lesen, Schreiben und Rechnen bei. Er übernahm das Amt des Sicherheitsbeauftragten und war stellvertretender Behindertenbeauftragter im Schulamtsbezirk Cham. Schönberger lobte ihren Kollegen: „Pfifferlings warmherzige, freundliche Zuwendung auf dem Weg zur Persönlichkeitsbildung schätzen viele Schüler. Viele werden sich gerne an ihn und seinen kurzweiligen Unterricht erinnern.“

Im Namen des Schulverbands und seines Amtskollegen Michael Reith dankte Bürgermeister Herbert Bauer für die harmonische Zusammenarbeit bei dem verdienten Lehrer und überreichte ihm eine Kaffeetasse des Marktes Stamsried.

„Du bist weiterhin immer gern in Stamsried gesehen“, sagte er. Mit Geschenken und guten Ratschlägen verabschiedeten sich die Gäste. Rektorin Schönberger wusste von Pfifferlings Leidenschaft, dem guten Essen: „Wir haben alle zusammengelegt und überreichen ein Gutscheinheft. Du kannst die Gutscheine in vielen Lokalen und Gaststätten einlösen.“

Marmor, Stein und Eisen ...

Mit einem Lied – im Refrain „Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht. Alles, alles geht vorbei, doch wir bleib’n uns treu“ – verabschiedeten sich das Lehrerkollegium und die Damen der Mittagsbetreuung. Wegen Corona sang eine kleine Gruppe von Schülern: „Unser Dietmar verlässt uns heut‘, zu seiner Freud‘, doch unserem Leid. Dam, dam, dam... 17 Jahre war er in Stamsried, Hahn im Korb hier im Schulbetrieb. Dam, dam, dam. Trug Lederhose, aß Leberkas. So kannte man ihn, er verstand jeden Spaß. Dam, dam, dam. Im Lehrerzimmer war er niemals schdaad. Stets hatte er coole Sprüche parat. Dam, dam, dam. Die Schüler gingen vor ihm in die Knie. Nur wenn er das Neymar schrie. Dam, dam, dam. Mit Herzblut und Schwung unterrichtete er. Ob Eltern, ob Kinder, wir liebten ihn sehr. Dam, dam, dam.

Die Schule ist aus, und bleibt er jetzt daheim? Wird jeden Abend beim Wirtswast wohl sein. Dam, dam, dam. Für die Zukunft wünschen wir dir viel Glück. Denk immer an uns und Stamsried zurück.“ (rjm)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht