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Region Cham
Donnerstag, 22. Februar 2018 5

Feuerwehr

„Weltbester Patenverein“ feiert

Drei Bittgänge für schönes Wetter: Nach den tollen Tagen in Obertraubenbach blickt die FFW Untertraubenbach auf ihr Fest im Mai.

  • Vorsitzender Andre Zangl und Damensprecherin Andrea Bauer (rechts) bedankten sich bei Martina Saibold. Foto: cat

Cham.Am Samstagabend fand die Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Untertraubenbach im Gasthaus Holzer statt. Vorsitzender Andre Zangl berichtete über die Ereignisse des Jahres 2017 und hob besonders das 125-jährige Gründungsfest der Feuerwehr Obertraubenbach hervor, bei dem die Untertraubenbacher als Patenverein zur Seite standen. An den vier Festtagen nahmen sie jeweils mit rund 125 Personen am Fest teil. „Da haben wir uns nicht lumpen lassen – wir waren der beste Patenverein der Welt“, lobte Zangl das Festgefolge.

Im Mai wurde das Bockbierfest abgehalten, trotz besseren Wetters als 2016 war die Besucherzahl rückläufig. In Vorausschau auf das 150-jährige Gründungsfest, das vom 19. bis 21. Mai zelebriert wird, gibt es in diesem Jahr kein Bockbierfest. Die Vorbereitungen für das Gründungsfest laufen bereits auf Hochtouren.

Die Vorbereitungen laufen

Im August fanden das Fahnenbrautbitten bei Lena Groitl und das Schirmherrnbitten bei Walter Dendorfer statt. Auch das Fahnenmutterbitten bei Christine Lecker und Patenbrautbitten bei Carina Dendorfer wurden im Herbst veranstaltet. Wie jedes Jahr übernahm die Feuerwehr an Maria Himmelfahrt die Bewirtung der Wallfahrer in Streicherröhrn. Außerdem wurden natürlich verschiedene Veranstaltungen anderer Vereine besucht, an kirchlichen Anlässen teilgenommen und Geburtstagsjubiläen von Mitgliedern gefeiert. Kommandant Reinhard Liegl ging in seiner Rückschau die Einsätze und Übungen des Vorjahres durch, die Feuerwehr rückte wegen sechs Verkehrsunfällen, drei Bränden, zwei Ölspuren und drei Verkehrssicherungen aus. Er bedankte sich bei allen, die sich im Verein engagieren, ein besonderer Dank ging an Hans Gruber, der die Termine mit Schulkindern übernimmt, welche die Wehr besichtigen dürfen. Liegl gab zudem noch eine Vorschau auf die geplanten Übungen und wies auf die Brandschutzwoche im September hin.

Nächster Punkt auf der Tagesordnung war der Bericht des Jugendwarts Andreas Bielke. Er freute sich über die zahlreiche Teilnahme der Jugendlichen an der Versammlung, die Wehr hat aktuell 12 Mitglieder. In den vergangen Jahren hatten sie kein Glück mit dem Wetter beim Johannifeuer, 2016 wurde es verregnet, 2017 musste es aufgrund der Trockenheit abgesagt werden. Nun hoffen die Jugendlichen, dass es dieses Jahr wieder stattfinden kann. Mit zwei Mannschaften waren sie in Chammünster beim Jugendwettbewerb vertreten, eine Mannschaft erreichte den hervorragenden achten Platz, die andere den 78. Platz. Acht Personen nahmen am Jugendwissenstest in Schorndorf teil und erreichten zweimal Bronze, einmal Silber, dreimal Gold und zwei Urkunden für das zweite Mal Gold. Auch an der „Cold-Water-Challenge“ nahmen die Jugend- und Damenfeuerwehr teil und machten damit Werbung für das Gründungsfest.

Nicole Muggenthaler legte den Kassenbericht vor, die Kassenprüfer bestätigten die Belege und Muggenthaler wurde einstimmig entlastet. Nächster Punkt der Tagesordnung war der Bericht der Damenfeuerwehr von Andrea Bauer. Auch hier lag das Augenmerk auf dem Fest in Obertraubenbach, bei dem die Damen mit vielen Kuchen und Torten ausgeholfen haben, „die werden wir heuer von Obertraubenbach zurückbekommen“. Auch brachten sich die Damen bei der Wallfahrt nach Streicherröhren ein, für die sehr viele Kuchen gebacken wurden. Außerdem organisierten sie einen Nachmittag für die Festkinder, an dem Erinnerungsgeschenke verteilt wurden.

Besonders dankte sie Martina Saibold für die ständige Unterstützung und überreichte ihr dafür ein kleines Geschenk. Stadtrat und Schirmherr Walter Dendorfer ließ von Bürgermeisterin Karin Bucher ausrichten, dass sie an drei Tagen am Gründungsfest teilnehmen wird. Auch die Malerarbeiten am Feuerwehrhaus wurden von ihr zugesichert. Im digitalen Zeitalter von Facebook ist Werbung in diesem Medium sehr wichtig, das Video der „Cold-Water-Challenge“ hat mindestens 6000 Aufrufe. „Sehr gut gefällt mir, dass ihr mit Schulen zusammenarbeitet, das sind die Mitglieder von morgen.“

Jugendarbeit ist Zukunftsarbeit

Dendorfer möchte drei Bittgänge organisieren, damit für das Gründungsfest schönes Wetter gesichert ist.

Abschließend ergriff Kreisbrandinspektor Marco Greil das Wort, er hob den „hammerharten Start ins Jahr 2017 hervor“, bei dem es in der Neujahrsnacht zu mehreren Einsätzen kam. Die Wehr aus Untertraubenbach wurde zu einem Verkehrsunfall gerufen. „Wenn andere beim Feiern sind, sind wir im Einsatz“, betonte er. Die Unfallopfer bedankten sich einige Wochen danach in flüssiger Form bei der FFW – „so was ist selten, aber auch sehr schön!“

Im KBI-Bereich gab es 2017 rund 150 Einsätze weniger als im Vorjahr. Dies sei darauf zurückzuführen, dass man von schlimmen Unwettern verschont war. Er sprach auch noch allen seinen Respekt aus, die in der Jugendarbeit tätig sind. Das sei sehr wichtig, denn „wer die Jugend hat, hat die Zukunft“. Zum Schluss wies er noch auf den Termin der Altkleidersammlung am 21. April hin. (cat)

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