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Wenn das Bier mit der Eisenbahn zum Gast kommt

Die Corona-Pandemie hat auch die Erfinder kreativ werden lassen.
Siegfried Volkner

Der „Bierexpress“ bringt frisch gezapfte Getränke in den Biergarten des Gasthauses Gammer.
Der „Bierexpress“ bringt frisch gezapfte Getränke in den Biergarten des Gasthauses Gammer. Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.In Thenried gibt es eine solche nicht alltägliche „Erfindung“ zu sehen. Wer bei schönem Wetter im Biergarten des Gasthaus Gammer Platz nimmt, wird von einer kleinen Eisenbahn mit Getränken beliefert. Gastwirt Hugo Lorenz hat mit dieser Erfindung einen Gedanken in die Tat umgesetzt, der schon vor geraumer Zeit entstanden ist, wohl aus einer geselligen Stammtischrunde heraus: „Um sich die langen Wege von der Schänke zu den Gästen im Garten zu ersparen, könnte eine Eisenbahn aufgebaut werden“. Jetzt wurde diese Idee wieder aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Für Hugo Lorenz bedeutet dies, wie von manchen belächelt, nicht nur eine Spielerei, sondern weil er selber zur „Risikogruppe“ gehört, ein gewisses Maß an Sicherheit, weil der Mindestabstand gewahrt werden kann. Die kleine Eisenbahn hatte er schon lange, und so brauchte es nur einige Aufbauten, um die Schienen in den Garten zu verlegen. Auch wenn die ersten Probefahrten mit Beladung nicht immer ohne Unfall abliefen, hat sich die Idee gut bewährt. Mittlerweile hat er die Steuerung und das Tempo in Griff, und die Bierlieferung kommt ohne unmittelbaren Kontakt – schnell und problemlos. Die Gäste bestellen per Zuruf, und auch die Bezahlung kann so abgewickelt werden. Der Getränkezug im Gasthaus Gammer zeigt wieder einmal mehr: „Not macht erfinderisch“. (kvo)

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