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Workshop

Wenn das Spielen zur Spielsucht wird

Jugendliche der FFW Schillertswiesen und der FFW Martinsneukirchen nahmen mit ihren Jugendwarten an einem Workshop teil.

Präsente der Gesundheitsbotschafterin an die Referentin und die Jugendwarte Foto: rsu
Präsente der Gesundheitsbotschafterin an die Referentin und die Jugendwarte Foto: rsu

Schillertswiesen. Glücksspiele sind Spiele um Geld, deren Ausgang, also das Gewinnen oder Verlieren, überwiegend von Zufall bestimmt wird. Dazu gehören in Deutschland Rubbellose, Lotto, Roulette, Black Jack, Sportwetten, Geldspielautomaten usw. und auch Poker. Erlaubt ist Glücksspielen erst ab 18 Jahren. Das gilt für alle Glücksspiele und Sportwetten, auch in Internet.

Eingehend erläuterte die Doris Klingseisen im Schulungsraum im Gerätehaus in Schillertswiesen das Thema. Begrüßt wurde sie von der Gesundheitsbotschafterin Brigitte Bohmann, ebenso wie die Jugendlichen der FFW Schillertswiesen und FFW Martinsneukirchen mit ihren Jugendwarten Thomas Baumer und Tobias Binninger, sowie die Vertreterin des Schützenvereins Hubertus Schillertswiesen.

Doris Klingseisen stellte sich kurz vor, sie ist auch beim Weißen Ring tätig und macht Sport. Von der Aktion Jugendschutz Bayern gab es diese Jugendveranstaltung zum Thema Spielsucht, eine Präventionsveranstaltung. In lockerer Runde im Stuhlkreis erledigte man den Workshop, der allen Spaß machte, wie zu sehen war. Anonym wurde ein persönliches Codewort erstellt. Spiele wie „Obstsalat“ sorgten bei der Einleitung schon für Erheiterung. Es war kein trockener Vortrag, die Anwesenden waren immer beschäftigt. Alle, die schon mal an einem Glücksspiel teilgenommen hatten, wurden gebeten, den Platz zu wechseln. Alle haben wohl schon mal an einer Glückswette teilgenommen, schon mal mit Freunden gewettet, Geld gewonnen bzw. verloren, schon mal im Internet gespielt, gepokert oder Geld in den Spielautomaten Geld geworfen.

„Ihr kennts euch alle schon aus“ lobte die Referentin, legte Fotos in die Mitte zur Entscheidung, ob dies ein Glücksspiel oder Geschicklichkeitsspiel ist, von der Sportwette bis Fußball, Spickern, Pokern usw. Teams wurden gebildet zum Thema „Zick, Zack, Zock“, besser bekannt als „Papier-Schere- Stein“. Wer gewinnt? Spiele mit Fotos von einer Pizza, bei denen immer etwas zurückbehalten wurde. Die Spiele bezogen sich natürlich auf das Thema. Eine Medaille gab es für den Besten, für Heiko Kürzinger.

Bei Sucht bringt das Glücksspiel Probleme mit sich, sagte die Referentin und zählte die Folgen auf. Es gibt legale und illegale Angebote, betonte sie, Glücksspiele sind durch Gesetze geregelt. Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist laut Jugendschutzgesetz die Teilnahme an Glücksspielen grundsätzlich verboten, betonte sie.

Sie brachte Fallbeispiele für ein hohes Suchtpotential, denn die Spieler geraten in eine Art Rausch. Aber nicht jeder, der spielt, wird süchtig, schränkte sie ein. Die Glücksspielsucht ist eine Krankheit, stellte sie fest.

Die Anwesenden mussten danach auf den verteilten Zetteln kommentieren, was wichtig, bzw. unwichtig ist, Begriffe wie Fairness, Disziplin, Leistung, Teamgeist, Freundschaft, Begeisterung oder Schönheit, Können usw. In der Feuerwehr soll man gerne für das Allgemeinwohl tätig sein, sagte ein Jugendwart, hier ist auch Disziplin wichtig. (rsu)

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